Wenn wir uns vergewissern, merken wir auch, dass wir das längst leben. Genussmittel sind soziale Schmiermittel, weil sie Schwächen sind. Sie sind Gesprächsgegenstand während ihres Konsums, weil man sich die eigene Schwäche, das unablegbare Laster, gegenseitig eingesteht. Noch stärker beim Alkohol, der diese Schwäche sogar in vermeintliche Stärke umdeutet. Plötzlich ist man sozial kompetent, nicht mehr gehemmt, selbst stark genug, den aus eogener Sicht so sozial starken anderen zu begegnen.
Wenn wir gewisse Menschen treffen, sind auch immer unsere Krankheiten, Leiden und Wehwehchen Thema. Es sind unsere eingestandenen Schwächen, die dem Gegenüber signalisieren: ich bin verwundbar, ich werde dich nicht angreifen, ich habe selbst Schwächen, also kann ich auch deine tolerieren.
@andiwaffeln Entschuldigung, ich konnte dieses Bild nicht verarbeiten.