Das Thema vieler diesjährigen CSDs war "nie wieder still". Und ja, das ist wahr und wichtig.

Aber gerade merke ich, wie ich still werden möchte.

Kein untätiges still. Sondern eins, das Raum schafft. Wo ich mich spüre, in Kontakt mit dem Boden komme. Ich habe das Gefühl, in einer Welt zu leben, in der alle nur noch schreien, und ich möchte Stille für mich und alle, die es brauchen.

Vielleicht auch ein Kraft sammeln für den nächsten Schrei.

Auch ein Sanftwerden.

Ich plane ...

...etwas, das ich "politische Selfcare" nenne. Gemeinsames wandern. Kochen. Hausmusik. Am Lagerfeuer sitzen. Kontakt und Ruhe. Gemeinschaft.

Gutes Erleben, in einer kapitalistischen Welt, die einem nicht nur Dinge, sondern auch Gefühle verkaufen will. Und darin scheitert und deswegen noch mehr und schrillere Gefühle verkauft.

Stille für das, was in uns ist.

#selfcare #aktivismus #niewiederstill

@Drude Boah, ich fühl das sooooo ... genau das möchte ich auch gerade.

@catrinity @Drude ich denke da direkt an sowas wie die Naturfreunde*, wo ja auch Naturerlebnis und Gemeinschaftserfahrung nicht unpolitisch sind.

*https://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde

Naturfreunde – Wikipedia

@quidcumque @catrinity Spannend, das wusste ich noch gar nicht, obwohl ich bestimmt schon mal in einem Naturfreundehaus übernachtet habe.

@Drude @quidcumque

Wusste ich auch nicht! Cool.

(Wünschte insgesamt auch, das mit Kontakt und Gemeinsamkeit wäre halt möglich, aber na ja, will halt niemand covid cautios Kontakt und Gemeinschaft im größeren Rahmen als "ich kenn ein paar okaye Leute", von daher bleibt es beim Wunsch und den Sachen, die man allein machen kann.)

@catrinity @Drude @quidcumque

Ich finde die Idee sehr schön, aber mir geht es wie Lena, was Covid-cautious betrifft und ich hab kein Geld zum Verreisen und Leute treffen, bzw. Verreisen ist generell schwierig, wenn ich länger unterwegs bin, aber die Maske halt nicht abnehmen möchte.
That being said, ich wünsche dir alles Gute für deine Pläne und drücke dir die Daumen, dass du das umsetzen kannst und Leute findest, mit denen du dich wohlfühlst.

@amalia12 @Drude @quidcumque

Ja, das wünsche ich auch. Wollte auch nicht das Thema derailen hier, sorry.

@catrinity @amalia12 @quidcumque

Ich finde den Hinweis bzgl. COVID cautious wichtig. Ich habe Kinder in Betreuung/Schule und arbeite an einem Arbeitsplatz, wo es keine Coronamaßnahmen mehr gibt. Irgendwann habe ich - ehrlich gesagt - aufgehört, über Risiken nachzudenken. Ich teste noch, wenn ich krank bin, aber mehr auch nicht. Von daher ist so ein reminder nicht verkehrt, wenn es auch Raum für andere sein soll.

@Drude @amalia12 @quidcumque

Eigentlich sind Dinge wie Wandern oder Lagerfeuer ja auch tatsächlich recht zugänglich für alle, die auf Infektionsschutz achten, weil eben draußen. Man muss dann halt nur eine "wer krank ist, bleibt daheim"-Policy haben oder idealerweise vorher testen, dann ist das sogar schon sehr gut.

@catrinity @amalia12 @quidcumque

Ja, kochen oder Hausmusik wird sicher schwieriger. (Wobei kochen auf dem Lagerfeuer auch geht ...)

@catrinity @Drude @quidcumque

Ja, das stimmt natürlich, Lena. Wobei reine Outdoor-Aktivitäten je nach Wetterlage schwierig oder unangenehm sein könnten (starker Regen, Hitze, Sturm, Gewitter...)

@amalia12 @catrinity @quidcumque Wobei es beim Wandern halt auch schwierig sein kann, Routen zu finden, die für alle machbar und schön sind. Aber mein Plan wäre, halt immer wieder verschiedene Sachen zu planen, und dann passt es halt manchmal für manche und manchmal für andere ... Oder so.

@Drude ich denke auch, es muss oft gar nicht die Idee sein, alles inklusiv für alle zu machen. Bedürfnisse dürfen unterschiedlich und auch widersprüchlich sein. Wichtiger ist, dass es überhaupt Möglichkeiten gibt, Gemeinschaft zu erfahren, wenn man das möchte.

Ich lese hier durchaus Menschen, die auch mit Fokus auf Infektionsschutz solche Räume für sich gefunden, zum Teil mitgestaltet haben.

@amalia12 @catrinity