Blinder Barrierefreiheitsdude in privilegierter, tokenisierter Position sagt das hier:

„Blindsein bedeutet nicht, dass ich weniger sehe.
Es bedeutet, dass ich mehr erkenne.“

Und ich glaub das ist Käse.

„Radikaler. Ehrlicher. Unbestechlicher.“

Und das ist einfach Überheblichkeit und hat nichts mit seiner Blindheit zu tun.

Augen auf bei der Wahl des Personals, das euch „Inklusion“ umsetzt.

Reden wir auch mal darüber, wie konservativ, rechts und korrupt viele der Behindertenorganisationen sind? Die sind sehr häufig das Gegenteil von „Radikaler. Ehrlicher. Unbestechlicher.“ - und das meistens ganz offen und direkt, weil ihnen ihr kommerzielles und politisches Umfeld trotzdem ein positives Image erlaubt.

Und wisst ihr woran das liegt?

An Männern.

Häufig mit juristischem Uni-Abschluss.

Weil die Juristerei eine der zugänglichsten Disziplinen ist. Aber auch eine unglaubliche Blase und strukturell bedingt oft toxisch männlich und konservativ.

Und diese Männer führen solche Organisationen.

Ist klar, was dann da primär für eine Politik rausfällt.

Wo intersektionale Diversität?

Am Ende ist es willentliche Inspiration Exploitation und das Darstellen von Behinderung als eine Superkraft, die sie nicht ist. Es ist einfach eine Lebensrealität, die ganz verschiedene Ausprägungen haben kann. Aber immer mit der Gemeinsamkeit, dass die Dominanzgesellschaft annimmt, dass sie weniger wert und mit großen, ausschließlich individuellen Problemen verbunden ist.

Brauchen wir da wirklich den Druck, den solche Darstellungen auf uns zusätzlich ausüben, irgendwie „perfekt“ zu sein?

Es kommt ja nicht von irgendwo her, dass mir Leute immer wieder erzählen, ich sei „krass“, „ultra-kompetent“ oder ähnliches.

Ich bin das nicht, weil ich blind geboren wurde.

Ich bin das vielleicht, weil ich Strukturen bekämpfe und durchschaue.

Ich bin das, weil ich mich selbst kaputt arbeite und aufopfere für die nachfolgende Generation.

Ich hab die ganzen Männer so satt, die sich an Behinderungen persönlich bereichern wollen und die Druck auf mich ausüben.

@kc Und dann schreibt so ein blinder Jurist als Geschäftsführer eines Blindenverbands eine einfache blinde hauptamtliche Mitarbeiterin an, die vielleicht versehentlich mal eine Stunde zu viel Arbeitszeit aufgeschrieben hat: "… Sie werden dringend verdächtigt …", und kommt sich cool vor, was für ein hart durchgreifender Chef er sei, statt einfach freundlich das Missverständnis aufzuklären. Toxische Männlichkeit wie aus'm Lehrbuch.
@kc Das ist in der Tat ein Problem.
@kc Leider, wirklich sehr zu meinem großen Bedauern muss ich feststellen, dass sich da aber oft auch Frauen dafür hergeben, Vorsitzende von solchen Verbänden zu sein, präsidial dauernd vorn zu stehen und ähnliches Geblubber von sich zu geben wie das von dir gerade Zitierte von dem Dude; einfach, weil es wohl so schön ist, präsidial vorn zu stehen und Applaus zu kriegen.