Fakenews Workshop 10. Klasse:

- Alle nutzen ChatGPT für HA
- Recherchekompetenzen nicht vorhanden
- Sinnentnehmendes Lesen nicht vorhanden, sind sie auf lange Texte gestoßen, sind sie ausgestiegen
- Bedienungskompetenz Laptop nicht vorhanden (viele haben dann ihr Smartphone genommen)
- Gefahren von Fakenews durch KI nicht bekannt
- Funktionsweisen von KI (Bias, Rassismus & Co) nicht bekannt
- Quellenverständnis nicht vorhanden

Hey Schule, das ist deine Aufgabe!
#FediLZ #Fedieltern

@goodthinkhunting 😩 und das ist erst der Anfang für diese ganze nächste Generation

@m00nk @goodthinkhunting das ist doch in allen vorherigen Generationen genauso. Also es sei denn es ist noch schlimmer geworden.

Ich bin seit 2 Jahren raus aus dem Unibetrieb. Aber Texte lesen können und Informationen entnehmen konnten die wenigsten. Das war eigentlich immer gleich schlimm. Die meisten haben auch keine Methoden gelernt um sie dabei zu unterstützen. So Methoden wie SQ3R kennt keine Sau. Selbst wenn sie vorgestellt wurden, genutzt wurden sie danach nicht.

@prefec2 @m00nk @goodthinkhunting klingt jetzt nicht so als wäre das groß anders als zu meiner Schulzeit vor 20 Jahren

Klassiker waren so Gedichtinterpretationen, deren Sätze meist komplett aus dem Internet übernommen wurden ohne das ihr Sinn und ihre Bedeutung irgendwie verstanden wurde.

Heute zwar schwieriger als früher aber eigentlich helfen hier ja auch nur klassische Aufsichtsarbeiten wo keine*r bescheißen kann. Wer dafür dann nicht selbst gelernt hat, dem hilft KI heute auch nicht mehr.

@goodthinkhunting

Das ist leider auch unsere Aufgabe.

Ich sehe, wie Erwachsene daran erworbene Kompetenzen verlieren und im Wesentlichen unkritischen Umgang damit. Pädagogen sind wahrscheinlich im Schnitt nicht wesentlich kritischer, als die allgemeine Bevölkerung und bis das in Lehrplänen, Fortbildungen, etc. angekommen ist (mutmaßlich gegen starke Lobbies), hat sich die Welt einige Male weiter gedreht und mit ihr der Status Quo.

@goodthinkhunting könnte auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sein... außer dass da die Hälfte vielleicht nicht wüsste, was ChatGPT ist.

Finde es aber gut, dass die Schule da was macht, genau deswegen gibt es den Workshop ja. Wenn die Schüler*innen alles schon wüssten, bräuchten sie das nicht mehr.

@dancing_goblin Ja, es ist nur schlimm, dass diese Kompetenz nicht flächendeckend innerhalb des Schulsystems gelehrt wird, sondern auf wenige externe Angebote ausgewichen werden muss.
Schlussendlich haben die Schüler*innen die Aufgabe nicht ohne Vorsagen bewältigen können, weil ihnen Kompetenzen fehlten.

@goodthinkhunting

Tja und dann gibt es den Teil Lehrer*innen, die gerne mit "KI" Unterricht vorbereitet und am liebsten damit auch noch Hausaufgaben oder Klassenarbeiten bewerten möchte. Ohne einen Hauch von Verständnis.

@knud Oh ja. Die kenne ich leider auch. Da ist quasi alles auf Zeitersparnis der Lehrkraft optimiert und die Bildung komplett unberücksichtigt geblieben.🥴

@goodthinkhunting @knud dann kann mensch das mit der Schulbildung auch gleich sein lassen...

#Sarkasmus

@goodthinkhunting Gruselig. Irgendwie hatte ich noch einen Fitzel Resthoffnung, dass die jungen Menschen „uns“ da vielleicht etwas überholen, was den Umgang mit Fakenews, KI & deren Gefahren angeht. Und dann beantwortet sich die Frage direkt wieder selbst: Wer soll es flächendeckend vermitteln? Lehrer*innen, die eh schon 3-4 „Jobs“ neben dem reinen Lehren übernehmen und „ein paar Stunden mehr“ am Tag bräuchten, um allein der jetzigen (Über-)Anforderungen gerecht zu werden? Schwierig.

/1

Das Problem ist systemisch. Und das schon seit mindestens 3-4 Jahrzehnten. Aber: Bildung -insbesondere Fachpersonal- kostet und bringt nicht zum Quartalsende zweiprozentige Umsatzsteigerungen, wie es sich für „gesellschaftsrelevante Bereiche“ gehört, ergo: Darf die nächste Landesregierung sich mit rumschlagen...
(Dito der Bund).

Es ist alles kaputtgespart und die essentiellen Bereiche werden konsequent ignoriert.

/2

@goodthinkhunting

@moskitokoenig Gute Zusammenfassung. So ist es. 😭
@goodthinkhunting @moskitokoenig EXAKT DAS und es hat mich schon als Schüler (Abi 2013) angekotzt!

@moskitokoenig Schlimmer: Verbesserungen in der Bildung bringen Umsatzsteigerungen, vermutlich mehr als die meisten anderen Bereiche, aber halt erst mit 10-20 Jahren Verzögerung.

@goodthinkhunting

@ArneBab @moskitokoenig @goodthinkhunting
Oder halt auch nicht, weil sich mündige Bürger nicht mehr unbedingt allen Scheiß aufschwatzen lassen. ;)

@lehrerseele Dann bringen sie doch erst Recht Umsatzsteigerungen, weil mündige Bürger ihr Geld und ihre Zeit für Sachen nutzen, die ihnen einen wirklichen Mehrwert bieten.

Weniger Verschwendung bedeutet ja auch eine effizientere Volkswirtschaft.

Oder zumindest mehr Wohlstand.
(es gibt zur Zeit Bestrebungen, vom BIP als Maßstab wegzukommen, denn das sagt ja nur, wie viel ausgegeben wird, und nicht, wie viel an Wert geschaffen wird)
@moskitokoenig @goodthinkhunting

@goodthinkhunting warum ist das Aufgabe der Schule den Kindern den Umgang mit KI und Medienkompetenz beizubringen? Bringt Schule den Kindern den Umgang mit Haustieren bei? Bringt Schule den Kindern den Umgang mit Geld bei? Bringt Schule den Kindern Autofahren bei? Bringt Schule den Kindern den Umgang mit Alkohol bei?
Warum muss dann Schule immer für alle Defizite der elterlichen Pflichten herhalten?
Verstehe ich nicht, bin aber auch kein Bildungsexperte oder Lehrer.
@stee02 @goodthinkhunting Danke für den Beitrag. Bin auch keine pädagogische Person. Den Grundstein legen die Eltern und das soziale Umfeld der Kinder. Schule kann nur unterstützen, indem Lehrstoff vermittelt wird. Wenn dann die Fähigkeit feht es umzusetzen, kann Schule nur intervenieren.

@SaschaJule Die Schule sollte Unterschiede der Herkunft kompensieren.

Als Gesellschaft nutzt uns das, weil wir sonst Begabungen derer verschenken, die aus dem Elternhaus nur wenig Unterstützung erhalten.

In Deutschland ist die Schule darin aber leider herausragend schlecht.
@stee02 @goodthinkhunting

@stee02 @goodthinkhunting

Medienkompetenz ist auf jeden Fall eine schulische Aufgabe ‼️

@Mons1serrata als die Hauptverantwortliche? warum?

@stee02

Weil die mangelnde Medienkompetenz einen Großteil der Eltern genauso betrifft. Die KÖNNEN ihre Kinder hier gar nicht anleiten.

All die politisch gefärbten Übergriffilichkeiten, Hass- und Hetzmessages in Twitter, Facebook und Co. kommen doch nicht von Jugendlichen oder gar Kindern, sondern von der Generation von deren Eltern.

@goodthinkhunting

@Mons1serrata @stee02 So sehe ich es auch. Viele Eltern können es nicht leisten, weil sie es selbst nicht können. Medienkompetenz = Chancengleichheit. Deswegen beinhalten meine HA-Aufträge in jedem Medienkompetenzthema (Datenschutz, Algorithmen, Recherche, usw.) immer eine Einbindung der Eltern. Also bspw. sowas wie:
- Diskutiere mit deinen Eltern, ob sie schon mal etwas gekauft haben, was ein Influencer empfohlen hat. Sprecht darüber, ob der Wunsch für dieses Produkt schon vorher bestand.

@goodthinkhunting @Mons1serrata

Eltern haften für das Handeln ihrer Kinder z. B. bei Urheberrechtsverletzungen oder Beleidigungen im Netz. Auch wenn einige Eltern selbst unsicher sind, sie müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Medienkompetenz ist für mich eine gemeinsame Aufgabe von Eltern, Schulen, Politik und Medienanbietern. Eltern abzusprechen, dass sie die Verantwortung tragen, entlässt sie aus ihrer Pflicht und überlastet meiner Meinung nach das Schulsystem.

@stee02 @Mons1serrata Das ist schon auch Aufgabe der Eltern. Nur viele Eltern haben diese Kompetenz nicht. Im Sinne der Chancengleichheit & Demokratie muss Schule hier ein Hauptakteur sein u Eltern dirigieren.
Ich binde in meinen Konzepten Eltern mit ein. Bspw. ist es nicht Aufgabe der Lehrkräfte Klassenchats zu kontrollieren, aber Eltern bitten ein Auge auf den KC zu haben und regelmäßig in Hausaufgaben nach dem Wohlbefinden im KC zu fragen ist möglich. Es ist eine gesamtgesellschaftl. Aufgabe.
@goodthinkhunting @Mons1serrata vielen Dank für Ihr Engagement. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass mich die gesellschaftliche Einstellung stört, dass die Schule für die Medienerziehung der Kinder verantwortlich ist und gefälligst dafür zu sorgen hat und die Eltern ja nichts dafür können und sich zurücklehnen können.

@stee02

Ich denke, dass in der Tat viele Erziehungsaufgaben von den Eltern in die Schule verlagert werden.

Bei der Medien-Erziehung sehe ich das anders. Denn um das sinnvoll zu machen, braucht es Fachkompetenz, was Medien an sich anbelangt, und auch pädagogische Fachkompetenz.

@goodthinkhunting

@Mons1serrata @stee02 @goodthinkhunting ja und wie sollen z.B. Kinder von deren Eltern lernen wenn es zu deren Kindheit kein Shitter, NSAbook, YouNuke & Co. gab?

@stee02 Es ist ja schön, das zu fordern.

Viele Eltern können das aber schlicht nicht leisten. Wer ihnen das sehenden Auges aufbürdet, verstärkt wissentlich Chancenungleichheit.

Und als Gesellschaft zahlen dann wir alle dafür, weil bei Kindern fortbestehende Fehlstellen bedeuten, dass sie als Erwachsene weniger leisten können.

Eltern dabei unterstützen: klar. Es von ihnen erwarten, obwohl bekannt ist, dass das schief geht: schlechte Idee.
@goodthinkhunting @Mons1serrata

@ArneBab und da sind wir tatsächlich einfach unterschiedlicher Meinung. Ich denke nicht, dass die Verantwortung für Erziehung und Bildung nach der Geburt des Kindes auf die Schule übergeht.

@stee02 Du sprichst von Verantwortung -- im Endeffekt von Bringschuld.

Ich spreche davon, was der Gesellschaft nutzt.

Das sind sehr unterschiedliche Grundlagen des Arguments.

Mit „du bist schuld“ zu argumentieren statt zu fragen „wie wird es besser?“ führt selten zu Verbesserungen.

⇒ nicht Schuld suchen, sondern Wege finden.

Teil dieser Wege ist, dass die Schule abfängt, was Eltern erwiesenermaßen nicht können.

@stee02 Nein, Eltern haften nicht für ihre Kinder. die Sippenhaft wurde am 8. Mai 1945 abgeschafft.
@goodthinkhunting @Mons1serrata
@Mons1serrata @stee02 @goodthinkhunting
In einer Welt, in der ich Kinder mit dem Handy im Kinderwagen sehe und Kinder, die noch nicht in der Schule sind, ohne Aufsicht mit einem Handy agieren, möchte ich das zumindest teilweise anzweifeln...
@goodthinkhunting Dann müsste wohl zuerst das Lehrpersonal auf den neusten Stand des Wissens gebracht werden...

@hiker @goodthinkhunting

Und die Eltern.

Kevin Karhan :verified: (@[email protected])

@[email protected] @[email protected] @[email protected] ja und wie sollen z.B. Kinder von deren Eltern lernen wenn es zu deren Kindheit kein Shitter, NSAbook, YouNuke & Co. gab?

Infosec.Space

@goodthinkhunting Wir erwarten Dinge von der Schule, die die meisten Erwachsenen nicht (mehr) hinbekommen.

Wer glaubt, dass in einer Gesellschaft, die von Technik und dem Internet, mit all seinen Gefahren und Problemen, keine Ahnung hat, die Schule das leisten kann, irrt.

Lt. Ingenieur.de news sind ca. 30% der ChatGPT Antworten entweder falsch, oder zumindest fehlerhaft.
Human-Intelligenz ist nun mal wichtiger als KI.
Allein der Begriff KI ist ein Euphemismus.
@goodthinkhunting Als allererstes mal die Folge der Sendung mit der Maus zum Thema GenAI vorführen!
@goodthinkhunting ich so: wieso haben Zehntklässler high availability.
@goodthinkhunting D.h. Sie sind Lehrerin und haben diesen Kurs mit einer 10. Klasse veranstaltet?
@Mons1serrata Ich bin Referentin für Medienkompetenz und habe die Veranstaltung geleitet zu der sich eine 10. Klasse mit ihrer Lehrkraft angemeldet hat.
@goodthinkhunting Hi, hier Schule! Wir haben unsere SchülerInnen mit iPads zugeschissen, wir nutzen verpflichtend TEAMS und die LehrerInnen werden ständig zu KI-Fortbildungen gedrängt. Was soll man da noch sagen??? Das System ist krank.
@mythenmetz Und das tut mir immer so leid zu lesen. Weil es viele tolle Menschen im System Schule gibt, die gegen Windmühlen kämpfen. MMn müsste das von den Bildungsbehörden oder vom Bildungsministern kommen.
@goodthinkhunting @mythenmetz ja aber die sind selbst #TechIlliterates und finden #BDSG-widrige Setups auch noch geil, weil #Drehtüreffekt und so...
Christian Riepen (@[email protected])

@[email protected] Hi, hier Schule! Wir haben unsere SchülerInnen mit iPads zugeschissen, wir nutzen verpflichtend TEAMS und die LehrerInnen werden ständig zu KI-Fortbildungen gedrängt. Was soll man da noch sagen??? Das System ist krank.

troet.cafe - Mastodon
@goodthinkhunting wie genau hast du diese Punkte heraus gefunden? Hast du Tests verwendet? Dann würde ich diese auch gern zur Diagnose verwenden und mich über einen Link freuen.
Oder ist das dein subjektives Empfinden?
Betrifft das alle Schüler?
@lila Ich interagiere viel mit den Schüler*innen. Gehe rum, spreche mit ihnen, gebe ihnen Tipps, wenn sie nicht weiterkommen. In diesem Fall mussten alle eigene Annahmen aufschreiben, weil sie keine Infos zur Aufgabe herausbekommen haben.
In einer Gruppe gab es zwei Schüler, die etwas mehr Kompetenzen und auch mehr Motivation hatten. Sie haben gute Ansätze gehabt, sogar in der Pause recherchiert und waren immerhin auf dem richtigen Weg, hätten aber auch mehr Zeit und Hilfe gebr.

@goodthinkhunting

Nur wann soll das im Unterricht umgesetzt werden? Projekttage, zu denen es ein entsprechendes Angebot geben kann, erreichen nicht alle Schülis gleichermaßen. Vorbereitungen auf Facharbeiten o. ä. müssen noch eine Menge anderer Themen umfassen.
Zudem wird Lehrpersonal von dem Thema KI überrollt. Es wurden leider keine pädagogischen Konzepte mit ausgeliefert, die müssen erstellt, dem Lehrpersonal vermittelt und dann umgesetzt werden. Sowas dauert nunmal, da das alles nur neben dem völlig überbordenden Schulalltag stattfinden kann.

@Lila Das ist das Ding. Medienkompetenz muss in jedem Fach in fast jeder Stunde mit ein Thema sein. Nicht immer alles versteht sich und nicht immer muss man dazu digital unterwegs sein. Aber man kann in Nawi den Wasserverbrauch, in Philosophie den ethischen Einsatz, in Mathe die Grenzen eines LlMs (ist zum Rechnen nämlich nicht geeignet) besprechen, in Geschichte Recherche und Visualizing History üben und in Deutsch das Leseverständnis trainieren.