Etwas treibt mich seit geraumer Zeit um.
Seid Anfang des Jahres bin ich bei den lokalen Omas dabei, lauter tolle Frauen!
Beim letzten Treffen fiel irgendwann mal das Wort #Antifa und ich hab gemerk, dass da eine große Angst in den Köpfen sitzt.
Irgendwie die Vorstellungen von "schwarz gekleideten, marodierenden Banden", überspitzt gesagt.
Wie kann man den diese falschen Vorstellungen und die daraus resultierenden Berührungsängste einfangen?
@RMa
Für mich ist "Antifa" ein kritischer Begriff.
Ich bin ganz klar gegen Faschismus - oder auch: ich bin anti faschistisch.
Ich weise aber den Begriff "Antifa" dafür zurück.
Ich bin nicht Antifa.
Sind linke Antisemiten, gewalttätige (Palästina-) Aktivisten etc. auch "Antifa" , weil sie ja gegen Faschismus sind?
Mit denen möchte ich mich nicht in einer Schublade wiederfinden.
Ich distanziere mich von rechten wie auch von linken Auswüchsen.

@speybridge @RMa "Antifa" ist Antifaschismus. Dazu gehören auch Leute die sonst Scheißmeinungen haben.

Merksatz:
Antifa = möglicherweise Arschloch

Fa(schist) = sicher Arschloch

Ganz einfach.

@Horstibaer @RMa
Nein, damit bin ich für mich nicht einverstanden.
Dieses Schwarz oder Weiß und nichts dazwischen ist Teil des Problems
@speybridge Nee, die z.B. von AFD und Trump verbreitete These, Antifa sei eine Gewalttätige Terrororganisation ist das
Problem. Aber wenn du an der festhalten möchtest, kann ich es dir nicht ausreden.
Antifa ist die Kurzform von Antifaschist.
Und, wie ich schon sagte: Auch in der Gruppe der Antifaschisten gibt es Idioten. Wenn du aber lieber Grautöne suchst und darüber diskutieren möchtest, wie viel Prozent Faschismus Ok ist, kannst du das auch machen.
@Horstibaer
Ich sage nicht, dass das eine gewalttätige Terrororganisation ist, das wäre Unsinn.
Es ist eine Schublade, die für sich beansprucht, alleinig für den Kampf gegen des Faschismus zuständig zu sein. Das ist nicht so.
Das ist wie die Institution Kirche, die glaubt, allein seligmachend zu sein - und alle anderen seien Heiden. Ich bin aber nicht in der Kirche UND auch kein Heide.
Es geht nicht um "37% Faschismus" - der ist 100% - aber nicht alle, die gegen Faschismus sind, sind Antifa.
@speybridge Das ist ein Kategorienfehler wenn du hier als Vergleich die (katholische) Kirche nimmst. Der richtige Vergleich wäre "Christen" - Also Alle, die sich mit diesem Glauben identifizieren. Das umfasst dand Katholiken, Protestanten und viele weitere Gruppen.
So umfasst Antifa alle Personen und Gruppen die gegen den Faschismus sind.
@speybridge Die meisten Christen die ich kenne sind übrigens auch Antifa. Aber das macht es noch komplizierter. ;-)
@Horstibaer
Das ist der Denkfehler: Christen sind Christen - und nicht unbedingt gebunden:
Katholisch/evangelisch/wasauchimmer ist die Zugehörigkeit zu einer institutionellen Kirche!
Ich kann gegen Faschismus sein und auch demonstrieren etc. und mich trotzdem der Schublade "Antifa" entziehen.
@speybridge Nochmal: Antifa ist die Abkürzung von Antifaschist.
Wenn du meinst, du bist gegen Faschismus, willst aber so nicht genannt werden ist das dein Recht. Es macht aber für mich keine Sinn.
Für mich klingt dass dann so, als wärest du dem rechten Narrativ aufgesessen, dass es da einen "Antiva e.V." gäbe, in den man eintreten muss.
Ist halt nicht so. Es ist nur ein Sammelbegriff für Alle, die gegen den Faschismus sind.
@Horstibaer Das ist Unsinn.
Allein vom Wort her ist Antifaschismus ein anderes als Antifa.
Ich mag keinerlei ideologische Vereinnahmung - unter welchem Gesicht sie sich auch darstellen mag.
Ich mag keinen Antisemitismus, auch keinen linken. Bei anderem ist das genauso.
Wenn ich gegen etwas bin, bin ich nicht automatisch etwas ganz definiert Anderes, das andere mir nahelegen.

@speybridge Ok, dann lassen wir es. Wenn du nicht verstehen möchtest, dass Antifa die Abkürzung von Antifaschismus ist, dann kommen wir hier nicht weiter.
Denk vielleicht nochmal nach.
ANTIFA(schismus)

Ich wünsche noch einen schönen Abend und verabschiede mich aus der Diskussion.

@Horstibaer
Gegen den Unwillen, einen Sachverhalt differenziert und eben nicht ideologisch gefärbt zu betrachten, ist kein Kraut gewachsen - und genau daran krankt der Diskurs zu so vielen Themen in Deutschland.
@speybridge es gibt bestimmt irgendwo jemanden, der mit dir differenziert das Konzept der Abkürzung diskutieren möchte. Ich bin es halt nicht. Sorry!