Man muss wohl offensichtlich "CDU-Experte" sein, um es für eine "Senkung der Kosten" im Gesundheitssystem zu halten, wenn die Kosten einfach immer mehr auf Patient*innen abgeladen werden.

Das senkt genau gar nichts außer weiter den Zugang der ökonomisch Schwächsten zu guter Gesundheitsversorgung - wohlgemerkt in einem Land, in dem jetzt schon die Ärmsten Jahre vor den Reichsten ableben. Sollen bestimmte Menschen also am Ende die "Einsparung" sein, die diesem "Experten" vorschwebt?

Was wirklich Kosten sparen würde: Das Gesundheitssystem von einem privatisierten Profitmaximierungszwang zu befreien, in dem es neben bzw statt Gesundheit Rendite & Dividenden für Shareholder abwerfen soll.

Was wirklich die von Streeck vorgeschobene Solidarität fördern würde: Die Beendigung eines Zustands, in dem sich von Steuerverschonung für überreiche Milliardäre bis zum Gesundheits-Zweiklassensystem wieder & wieder die Reichsten & Stärksten aus der Solidargemeinschaft verabschieden dürfen.

@NaMi einfach mal Beamte am Gesundheitssystem (und bei Gelegenheit auch am Rentensystem) beitragen lassen
@NaMi Ich erinnere mich daran, daß Streeck schon während der Pandemie recht zweifelhafte Thesen vertreten hat.
@NaMi
Es gilt halt, den Profit zu erhalten. Da muss sich die Korrektheit der Aussagen schon mal hinten anstellen.
@NaMi außerdem war Streeck früher mal ein augenscheinlich eher talentfreier Virologe, wie er jetzt plötzlich Gesundheitsökonom geworden ist, verstehe ich nicht.
@NaMi Ich verstehe nicht, wieso die CDU so viele Stimmen erhält, auch wieder jetzt hier in NRW. Augen vor den Realitäten zu verschließen, löst halt keine Probleme.
@NaMi habe ich auch heute morgen gehört und dazu, dass man weg von einer "Vollkaskomentalität" müsse. Wo ich mich frage wieviel Grippe man einfach ohne Arzt aussitzen soll? Die meisten von uns gehen doch ohnehin 70% der Male zum Arzt, kriegen eine Krankschreibung und werden ohne nennenswerte Untersuchung oder Behandlung nach Hause geschickt.
@schlojj @NaMi Vollkasko? Trotz chronischer Krankheit muss ich zu meinen Meds was zuzahlen und auf die Brille spare ich auch gerade selbst, weil Kasse zahlt es nicht. Wo ist das Vollkasko?

@T3Z @schlojj

Falls das nicht ganz klar sein sollte: Das mit dem "Vollkasko", von dem man angeblich mal weg müsse, war auch ein Zitat von Streeck - nicht von deinem Vorredner, der diese Behauptung ja selbst kritisierte.

@NaMi @schlojj war mir klar. Tut mir leid, wenn das jetzt so klang, als würde ich den Vorredner angehen. Das ist einfach Wut gegenüber Streeck und ach, allgemein der ganzen Scheiße, die zur Zeit über Kranke und Armutsbetroffene ausgekippt wird.
@NaMi nebenbei... ist es nicht eine Krankenversicherung? Dann bezahle ich schon für Leistungen die mir im Gegenzug zustehen.
@urwumpe @NaMi nun, eine Selbstbeteiligung bei einer Versicherung, auch einer Krankenversicherung, ist an sich nicht so ungewöhnlich. Die #PKV arbeiten alle damit. Das allerdings zum Normal in der #GKV zu erheben, ist natürlich völlig neben der Spur. Widerspricht dem Gedanken der Sozialversicherungen seit #Bismarck.
@ewos1986 @NaMi Bei dem Auto habe ich auch die Wahl. Ich kann einfach aufs Auto verzichten, wenn ich es mir nicht mehr leisten kann. Aufs Leben kann ich (noch) nicht verzichten.

@NaMi

Na, damit konnte ja nun wirklich niemand rechnen.

Die 50:50-Teilung der Gesundheitskosten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird in Deutschland schon seit 2004 durch Zuzahlungen wie Rezeptgebühren, Praxisgebühren und andere Eigenbeteiligungen der Patienten unterlaufen.

Kürzungen bei den Leistungen der Krankenkassen gibt es in Deutschland seit den späten 1970er und frühen 1980er Jahren. Die ersten spürbaren Einschnitte erfolgten mit dem Kostendämpfungsgesetz von 1977.

@NaMi aber dafür mehr Investition in Kassen, Inkasso und ähnliches!

total sinnvoll!
@NaMi Die Schaukel dieses "Experten" stand als Kind definitiv viel zu nah an der Wand.
Hat man doch bereits in der Pandemie gesehen, was für ein Kasper das IN MEINEN AUGEN ist.
@NaMi Und immer wieder frage ich mich, wer wählt diese Versager?
@NaMi Was sind denn Krankenkassenbeiträge anderes als Selbstbeteiligungen?! 

@NaMi
ameeerrrriikaaaaa
ammeeeerriikkkaaaa

Lasst uns alle so tun wie in Amerika, weil das da alles so mega geil läuft...

@NaMi Natürlich. Man kann doch die Rentenkassen entlasten, wenn die Rentner weniger lange Rente beziehen.

@NaMi

Ich bin nicht so alt, dass ich die Phase der Union, in der "survival of the richest" nicht als Lösung für alles galt, miterlebt hätte.

@NaMi ...das ist dann wohl der #nocducsu Vorschlag für eine #Entbürokratisierung des Gesundheitswesens, indem noch mehr bürokratische Verwaltungsaufgaben on top kommen.

@NaMi Das ergibt in seinem Kopf wahrscheinlich Sinn, weil die Selbstbeteiligung eine Art „Schutzgebühr“ ist, damit Menschen nicht „unnötig“ zu Ärzt*innen und Co. rennen.

Ich würde ja erst mal bezweifeln, ob das überhaupt relevant viele sind.

Und selbst wenn, müsste eine solche „Schutzgebühr“ selbstverständlich nach finanziellen Möglichkeiten gestaffelt sein. Sonst verhindert sie notwendige Behandlungen für Arme und entlastet das Gesundheitssystem kein bisschen von Reichen, die es (möglicherweise) unnötig in Anspruch nehmen.

Und vor allem: Wer bei diesem Gesundheitssystem freiwillig und „unnötig“ zu Ärzt*innen und in Notaufnahmen rennt, braucht wohl eher passendere Hilfe als eine Abschreckung durch zusätzliche Selbstbeteiligung.

@NaMi @ennopark Es gilt nach wie vor: Tue immer das Gegenteil von dem, was Streeck sagt, dann bist du auf der sicheren Seite.

@NaMi """""""""Experte""""""""""

(Ich brauche neue Anführungszeichen 🤬).

@NaMi Da „freut“ man sich, wenn man eh schon pro lebensnotwendiger Medikamentenrunde so zwischen 40-80 EUR Selbstbeteiligung hat.
Was soll das werden? Schlecht versteckte Sterberate bei Armutsbetroffenen steigern, damit das Pack mit den dicken Geldbörsen weiterhin nur ja keinen verfckten Cent abdrücken muss?
Ich wusste, dass genau diese Scheiße mit der CDU kommt. Weshalb immer und immer wieder Leute drauf reinfallen, die selbst betroffen sind, ich raffe es nicht.
Nur noch Verachtung für übrig.
@NaMi er will ja weniger Arztbesuche. Wenn ich von Zuhause neue Rezepte bestellen könnte, auch im neuen Quartal, würde das schon deutlich helfen

@NaMi
Der DLF hätte schreiben sollen: Streeck setzt sich für Kostenübernahme durch Kranke ein, um Dividenden zu erhalten.

Nur weil jemand einen (dummen) Vorschlag macht heißt das ja noch nicht, dass man das uneingeordnet reproduzieren muss/darf/soll.

@NaMi in den Worten eines*r Handwerker*in frage ich mich: Hat der Lack gesoffen?, akademisch gesprochen: Welcher Virus hat ihn überwältigt?
Sozial verträglich heißt dann: Menschen mit Einkommen unter 2000,-€ zahlen 15,-€, unter 5000,-€ 10,-€, unter 10000,-€ 5,-€ und darüber nichts. Unsere Leistungsträger müssen doch geschont werden. Die Gesellschaft belastet sie doch schon soo sehr.

@NaMi

Mein take:

Wer Streek für einen Experten hält, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Wer Streek als Experten zitiert, macht sich der arglistigem Täuschung mindestens verdächtig.

@NaMi Dazu passt auch diese Kolumne Gastwirtschaft in der @FR :
Man muss über die Ausgaben des Sozialstaats sprechen – aber auch über zu geringere Beiträge. Die Kolumne „Gastwirtschaft“.
https://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/sozialstaat-zu-viele-ausnahmen-reissen-milliardenloecher-93939097.html?utm_source=_shared&utm_medium=west&utm_campaign=interactionbar
Der Sozialstaat wäre sehr wohl bezahlbar – man muss es nur wollen

Man muss über die Ausgaben des Sozialstaats sprechen – aber auch über zu geringere Beiträge. Die Kolumne „Gastwirtschaft“.