„My job as a mum,“ so hörten wir eine Mutter zu ihrer etwa neunjährigen Tochter in der Ausstellung sagen, „is to show you incredible things - and here we are!“

Here we are indeed!

Die große #David_Hockney-Schau in der #FondationLouisVuitton in #Paris, der eigentliche Grund der Reise.

Hockney begleitet mich schon lange, und dass der Mann mit 88 noch frische Kunst für die Ausstellung gemalt hat, gehört gefeiert.

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Die Ausstellung geht leider nur noch bis Montag, das schaffen nur noch sehr Kurzentschlossene - aber sie war schon
von besonderem Zauber, in den riesigen Sälen der #FondationLouisVuitton, die farblich wohl extra für #David_Hockney gestaltet wurden wurden.

Es fing mit ganz frühen Werken an, und dann kam gleich ein Saal mit den leuchtenden Gemälden seiner kalifornischen Phase, wie „A bigger splash“, „Portrait of an Artist (Two Figures)“ und dem riesigen Grand Canyon.

Poplige Handykameras gehen vor der Leuchtkraft und dem Detailreichtum dieser Bilder in die Knie.

Zum Beispiel ist der mittlere Hügel in „Portrait of an Artist“, von pointillistischer Feinheit mit grünen und rosa Punkten, die geradezu flimmern.

Ich zeige hier also eher weniger ganze Gemälde, weil sie einfach nicht wie in echt aussehen.

Die Füße im Teppich in „Mr and Mrs Clark and Percy“ lassen in ihrer Sinnlichkeit vermuten, dass #David_Hockney Mr Clark ziemlich aufregend fand…

#David_Hockney hat sich nicht nur intensiv mit der ganzen Kunstgeschichte auseinandergesetzt, sondern probiert alle technischen Neuerungen, von Polaroidkameras zu iPads aus, um darin Meisterschaft zu erlangen.

Typisch ist auch seine Beschäftigung mit bestimmten Sujets über lange Zeit. In dieser Schau war viel Landschaftsmalerei zu sehen, erst aus dem heimischen #Yorkshire

… dann ab 2019 in der #Normandie, wo er wegen der Pandemie bald festsaß und sich vornahm, den Frühling um sein Haus malerisch mit dem iPad festzuhalten.

Aus einer der vorzüglichen Mini-Führungen („mini-visites gratuites“) erfuhr ich, dass Hockney sich nach dem Erwerb seines ersten iPads die Jacketts so schneidern ließ, dass iPads in die Taschen passen .

Diese Mini-Führungen sind eine tolle Idee!

Frühe iPhone- und iPad-Kunstwerke von #David_Hockney habe ich 2014 schon in #Saltaire gesehen; inzwischen hat er eine eigene Software schreiben lassen, die maximale Vergrößerung erlaubt und ihm ermöglicht, mit Fingern, Stift und eigens konfigurierten, stempelartigen „Pinseln“ (Procreate-Benutzende kennen das) sehr schnell Szenen einzufangen. Die Formen der Pinsel haben mich fasziniert.

Unfotografierbar waren die herrlichen Mondbilder, auf dem iPad en plein air gefertigt - …

…mit Pinseln und Farben wäre das kaum möglich.

Zwischendurch sieht man einen Raum voller Porträts. Wie #David_Hockney die Körperhaltung und -spannung der Menschen einfängt, ist bewundernswert.

Ich mochte die Serie mit den Museumsaufsichtspersonen besonders gern.

Die technischen Herausforderungen, denen sich #David_Hockney stellt, sind immer wieder verblüffend - die am Computer zusammengesetzten „photographischen Zeichnungen“ erzeugen einen erstaunlichen 3D-Effekt.

Wir waren 4 Stunden dort und irgendwann ziemlich erschöpft- aber wie die meisten Leute dort sehr gut gelaunt. Zum Glück hat die Kraft noch für Hockneys Bühnenbilder gereicht…

… die in einem riesigen Saal mit Sitzsäcken und Bänken projiziert wurden. Hier fanden alle Kinder die versprochenen „incredible things“, lümmelten nach Herzenslust und applaudierten nach Kräften.

Ein wundervoller Abschluss!

Die #FondationLouisVuitton ist natürlich ein prachtvoller Ausstellungsort voller Grandezza und architektonischer Kühnheit, aber das #Museumscafé ist ein (wirklich) feines und viel zu kleines Restaurant und sonst gibt es wenig Möglichkeiten zur Erholung und Erfrischung. Ein Food Truck im Park hatte wohl Kaffee, aber bei strömenden Regen wollten wir nicht raus.

Mit Kindern oder knapper Kasse ein Horror.

Nun aber zum #Museumsklo … ein tragikomischer #Fail!

Die gigantische #FondationLouisVuitton hat tatsächlich nur ein #Museumsklo - 4 Kabinen für Frauen, eine behindertengerechte und, man fasst es nicht, zwei Pissoirs und eine Männerkabine.

Nur durch das heldenhafte Dauerputzen der zwei Klofrauen blieben die Klos bei dem großen Andrang nutzbar. 💐

Außerdem waren sie denkbar schlecht ausgeschildert, selbst Fragen half nur bedingt, und sehr gelacht habe ich, als auch die hauseigene #KI die Segel streckte.

Sie sind auf Ebene 0+, über der Garderobe.

Wer mehr #David_Hockney in guter Qualität sehen will, geht hier entlang: https://www.hockney.com/index.php/home

Von mir gibt es noch ein paar Hockneysche Muster, ohne Kommentar.

Eine größere Ausstellung neuerer Werke von #David_Hockney gibt es ab nächstem März bis August in #London in der #Serpentine Gallery. Eintritt frei, nur die Stadt ist halt noch teurer als Paris… und hätte man das Timing so hinkriegen können, dass man zur gleichen Zeit den Teppich von Bayeux im Britischen Museum sehen kann? (nope)

https://www.theguardian.com/artanddesign/2025/aug/31/david-hockneys-90-metre-normandy-nature-frieze-to-be-shown-in-london?CMP=Share_iOSApp_Other

David Hockney’s 90-metre Normandy nature frieze to be shown in London

A Year in Normandy features iPad works with which British artist brought people comfort during Covid crisis

The Guardian