+ OUT NOW + Hamburg nach dem Ersten Weltkrieg: Die Not ist groß, die alte Ordnung zusammengebrochen, groß ist die Hoffnung auf revolutionäre Veränderung. Für den Kommunismus und die Weltrevolution agitiert enthusiastisch: Ketty #Guttmann (1883–1967). Mit »Der Pranger« gründet /1
… sie 1920 die erste deutschsprachige Zeitung für Prostituierte. Sie kämpft nicht für Anerkennung der Prostitution als Beruf, sondern thematisiert Krieg, Armut + soziale Not als Ursachen. Ihr Engagement gilt als frühes Beispiel für Selbstorganisation marginalisierter Gruppen. /2
… Für die KPD ist sie Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft. 1921 beteiligt sie sich an revolutionären Aktionen und übernimmt öffentlich Verantwortung für deren Scheitern. 1924 distanziert sie sich mit ihrer Schrift »Los von Moskau« vom autoritären Kurs der Sowjetunion: /3

Sie kritisiert die Entstehung einer neuen Oligarchie dort und schließt sich rätekommunistisch-anarchistischen Gruppen an. »Ketty Guttmann oder: Eine Todfeindin der Autoritäten« spürt das fast vergessene, auch irritierende Lebenswerk der Publizistin auf: https://dietzberlin.de/ketty-guttmann-oder-eine-todfeindin-der-autoritaeten /4

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