Als Arbeitskraft oder als Rohstoff?
(Sorry, da muss man mittlerweile leider nachfragen, da ich beide Antworten hierzulande mittlerweile für möglich halte.)
where's the difference?
@dejan
Was stellt man sich dann drunter vor? Werden dann Kinder aus armen Vierteln gezielt in Viertel geschickt in denen weniger Menschen mit internationalen Hintergrund wohnen?
Ja, Prien ist eine Rassistin.
Das war bei der #Prien aber ohnehin bereits spätestens seit Covid bestens bekannt.
Während Schulgebäude vor sich hin verrotten und es überall viel zu wenig Lehrkräfte gibt, setzt die zuständige Ministerin also folgende Prioritäten:
1. Kulturkampf-Quatsch
2. Rassismus-Quatsch
Was kommt als nächstes? Wird sie endlich das drängende Problem angehen, dass "die jungen Leute" heute alle so verlottert aussehen und endlich Schuluniformen einführen?
Wirklich ausnahmslos jedes Ressort in diesem Schreckenskabinett ist mit einer regressiven Knalltüte besetzt.
Tja, nur wer wird fahren müssen? Eine Kollegin von mir, mit Migrationshintergrund, musste mit dem Bus genau deswegen aus der Stadt rausfahren und fand es nicht so toll, dass sie nicht in der eigenen Stadt in die Schule gehen durfte und extra rausfahren musste (Österreich, 1990er).
Glaubt irgendwer, die Eltern von Sophia und Paul aus den Vororten und dem Umland lassen zu, dass ihre Kinder in die Brennpunktschule mit dem schlechten Ruf in der Stadt gehen müssen??
Da ja Schulpflicht herrscht, lässt sich das mathematisch nur erreichen, indem die “migrantischen Kinder" gleichmäßiger auf die Schulen verteilt werden. Also wenn das umgesetzt wird, indem deren Familien geförderten Wohnraum in den bisher weißesten Schulbezirken bekommen… Ach Frau Prien, SO haben Sie das nicht gemeint?
@dejan Frau Klöckner hat es ja schon noch vor der Wahl gesagt: „Für das, was ihr wollt, müsst ihr nicht die AfD wählen. Dafür gibt es eine demokratische Alternative: die CDU.“
Nix missverstanden, das war genau so gemeint.
@dejan @Wando
Rassistisch ist es Familien, in denen nicht deutsch gesprochen wird, seit Jahrzehnten in bestimmte Wohnghettos der Großstädte zu pferchen.
Die Lehrerinnen und Lehrer können in den dortigen Schulen den Kindern schon wegen der Sprachbarriere nicht die Bildungschancen geben, die sie verdienen.
Warum sollen nicht Justus und Maja aus dem privigierten Wohnviertel in ihrer Schule mal mit migrantischer Wirklichkeit konfrontiert werden und das Problem auf mehr Schultern verteilt werden?
Hey @weit_im_westen ich will nicht abstreiten, dass es teilweise ein Problem ist und es teilweise schon eher wohlhabende Viertel und ärmere Viertel in Deutschland gibt. Da kann man sicher dran arbeiten. Allgemein sehe ich jetzt aber keine Wohnghettos, sondern im Verhältnis zu anderen Ländern eine eher relativ gute Durchmischung.
Z.B. hab ich 2014 in Schweden gelebt und da war es tatsächlich so außerhalb im Plattenbau, da waren die Migrant:innen extrem überrepräsentiert, besonders die mit dunklerer haut als hell-weiß. Aus persönlicher und sozialwissenschaftlicher Sicht fand ich das hoch problematisch. Und in Schweden gibt es Stand heute richtig krasse Probleme mit Gangs welche sich aus den Perspektivlosen rekrutieren.
In Deutschland sehe ich solche extreme nicht.
Es wird oft geklagt, dass Menschen den System nicht gerecht werden, es ist aber eigentlich das System, das den Menschen nicht gerecht wird. Richtig angepackt funktioniert das nämlich auch in "diesen" Bezirken:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/ruetli-schule-in-berlin-neukoelln-vom-problemfall-zur-vorzeigeschule-a-1199251.html
Es werden auch keine Menschen in irgendwelchen Bezirken zusammengepfercht, aber manche Strukturen erleichtern zB das Ankommen/Leben. Zudem, auch in migra.Familien wird sehr viel Wert auf eine gute Schulbildung gelegt.
Ist der Anfang nicht dennoch, erst einmal in diese zu Schulen investieren. Wenn die dann alle attraktiv sind, mischt sich das doch ohnehin. (Meist sind diese Schulen ja gerade nicht so gut ausgestattet.)
Dolmetschen: Ich helfe einer Freundin bei Offiziellem, sie ist selbstständig, arbeitet viel, erzieht zwei großartige Kinder. Bin mir nicht sicher, ob ich das könnte, was sie leistet. Sie ist super integriert und beliebt. Ich denke, das läuft auch so gut.
Weil nicht jede*r aus einer privilegierten, sicheren Situation heraus migriert, nicht jede*r hat eine Wahl. Die Frage ist zudem, leistet auch die Gesellschaft ihren Anteil zur Integration, nimmt sie auf oder fordert/'unterwirft' sie nur?
Die Sozialwissenschaften haben sich schon hinlänglich mit Einwanderung und den bei der Integration tatsächlich sehr nützlichen Quartieren/Communities beschäftigt,
in denen Ankommende in ihrer Muttersprache sprechen können und Vertrautes wiederfinden. Sie sind ein guter Startpunkt für Integration, wenn die Gesellschaft es zulässt.
Hier kommt das Thema zumindest im Ansatz auf https://youtu.be/ZXYHPlY_pmc?si=XI3LX6NFPCKY79_M
Ich weiß halt nicht, wie begeistert ich wäre, mich in einer solchen Gesellschaft bewegen zu müssen, die unsere Debatten & unsere strukturellen Diskriminierungen derart hochhält. Ich habe Freund*innen (2.Gen), die du für mustergültig halten würdest, mal gefragt. Eine Freundin sagte: "mit Deutschen redest du über vieles einfach nicht. Sie hören nicht zu, immer dieselben Antworten." Trotz allem Ausgrenzungserfahrungen.
Sozialwiss. & Expert*innen zeigen
immer wieder so viele Ansätze auf, die Gesellschaft ignoriert sie & fängt wieder irgendwelche ausgrenzenden Debatten an, statt unaufgeregt an strukturellen Verbesserungen zu arbeiten & ihren Part zu übernehmen. Ich persönlich finde es schön in einer Stadt mit vielfältigen Communities zu leben, wo jede*r ein Plätzchen finden kann. Und ich habe einen unglaublichen Respekt für die Leistung & den Mut dieser Menschen, zu uns zu kommen,
das wird bei uns aber fast nie gesehen. Das finde ich bitter.
Mit unseren Debatten und unseren gesell. Einstellungen lösen wir keine Probleme, wir schaffen und verstärken sie nur.
@Pegah @cocolowres @krutor @dejan @Wando
Natürlich brauchst Du keine - so lange Du klar kommst.
Nur kommt man in den meisten Jobs so ganz ohne Landessprache eben nicht klar und gesellschaftlicher Aufstieg ist realistisch mit mittelmäßigen Kenntnissen der Landessprache meist nicht möglich - übrigens ist das weltweit so, ganz ohne Sprachpolizei.
Obergrenze geht natürlich gar nicht. Aber eine Durchmischung fördern, um keine in irgend einer Richtung exklusive Schulen zu haben, ist hilfreich.
Das wurde in den USA auch gemacht, aber seit vielen Jahren läuft das dort rückwärts. Auf Betreiben von Republikanern, versteht sich. Da wollen die Weißen gerne unter sich bleiben.