Solche Vorschläge beruhen auf einer rassistischen Vorstellung und verstärken sie (sehr wahrscheinlich bewusst). Hier werden Menschen mit am wenigsten Macht als Probleme definiert, um Schuldige zu erzeugen, statt tatsächliche Probleme zu lösen. Das ist billig und so auf so vielen Ebenen beschämend.
@dejan ind was soll mit den Kindern passieren, die die Obergrenze überschreiten?
@Ecano @dejan direkt in die Fabrik
@whatsgoingdom
Ich wollte erst "Lager" schreiben, hab's aber gelassen. In USA wurden ja gerade Lager errichtet, damit Handel mit Arbeitskräften möglich ist (hier wollte ich "Sklaven" schreiben)
@dejan

@whatsgoingdom

Als Arbeitskraft oder als Rohstoff?

(Sorry, da muss man mittlerweile leider nachfragen, da ich beide Antworten hierzulande mittlerweile für möglich halte.)

@Ecano @dejan

@Saupreiss

where's the difference?

@Ecano @dejan Egal eigentlich, haben ja eh alle keine Zukunft.
@Ecano @dejan Zeit für ein neues "modest proposal"?
@dejan @iverbpunkt Die Union hat alle Maßstäbe verloren. Das ist so offener Rassismus! Das ist unfassbar.

@dejan
Was stellt man sich dann drunter vor? Werden dann Kinder aus armen Vierteln gezielt in Viertel geschickt in denen weniger Menschen mit internationalen Hintergrund wohnen?

Ja, Prien ist eine Rassistin.

@stephie_hamburg @dejan Ja, Obergrenze für migrantisierte Kinder, impliziert, dass die dann eben wo anders hin müssen.
Wie wäre es mit einer Obergrenze für Kinder deren Eltern mit deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland geboren sind? Dann hört vielleicht die Unsitte auf, das Kind hauptwohnsitzlich bei den Großeltern zu melden, weil den gentrifizierenden Eltern der Anteil der Migrantisierten an der Schule in ihrem Einzugsbereich zu groß ist.
@dejan So nach und nach outen sich alle CDU Regierungmitglieder als menschenverachtende Arschlöcher!

@kritzelkatze

Das war bei der #Prien aber ohnehin bereits spätestens seit Covid bestens bekannt.

@dejan

@dejan

Während Schulgebäude vor sich hin verrotten und es überall viel zu wenig Lehrkräfte gibt, setzt die zuständige Ministerin also folgende Prioritäten:

1. Kulturkampf-Quatsch
2. Rassismus-Quatsch

Was kommt als nächstes? Wird sie endlich das drängende Problem angehen, dass "die jungen Leute" heute alle so verlottert aussehen und endlich Schuluniformen einführen?

Wirklich ausnahmslos jedes Ressort in diesem Schreckenskabinett ist mit einer regressiven Knalltüte besetzt.

@dejan Ich finde die Idee eigentlich charmant, denn die logische Konsequenz davon wäre, sowohl Kinder mit als auch ohne Migrationshintergrund an weiter entfernte Schulen zu bringen, ähnlich wie beim "Busing" in den USA der 1970er, das eine staatlich erzwungene Desegregationsmaßnahme war. Das bedeutet stärkere Durchmischung sozialer Milieus an *allen* Schulen.

@spallekc @dejan

Tja, nur wer wird fahren müssen? Eine Kollegin von mir, mit Migrationshintergrund, musste mit dem Bus genau deswegen aus der Stadt rausfahren und fand es nicht so toll, dass sie nicht in der eigenen Stadt in die Schule gehen durfte und extra rausfahren musste (Österreich, 1990er).
Glaubt irgendwer, die Eltern von Sophia und Paul aus den Vororten und dem Umland lassen zu, dass ihre Kinder in die Brennpunktschule mit dem schlechten Ruf in der Stadt gehen müssen??

@Mab_813 @dejan Aber das ist ja gerade das tolle an dem Konzept - wenn Obergrenzen festgelegt würden, müssten auch Paul und Sophia fahren, aus mathematischen Gründen. Denn eine Obergrenze für Kinder mit Migrationshintergrund ist automatisch eine *Untergrenze* für Kinder ohne Migrationshintergrund, auch in Brennpunktschulen.

@spallekc @dejan

Ich rede nicht von Mathematik, sondern von der politischen Durchsetzung.
Glaubst du wirklich, CDU/CSU und SPD legen sich mit den Papas und Mamas von Sophia & Paul an?

@Mab_813 @dejan Das sagt Frau Prien zumindest, darauf beruht ja dieser Thread.
@spallekc @dejan
Wenn denn der Plan tatsächlich beinhaltet, dass Migra-Kinder weiterhin ein Recht auf einen Schulplatz haben und in eine Schule gehen sollen und nicht "weg". Und daran habe ich ganz üble Zweifel.
@kleines_z @dejan Ja, da stimme ich zu. Aber das hätte noch mal eine ganz andere Dimension, wenn *das* die unterstellte Bedeutung dieser Aussage sein sollte.
@spallekc @dejan
Es wäre halt eine Grundlage, um zu betonen, dass wir für diese Menschen in D. einfach keinen Platz hätten und gar nicht anders können, als ganz viel abzuschieben und kein Asyl mehr zuzulassen, denn unsere Schulen sind halt "an der Obergrenze" und deshalb leider leider, SPD und Grüne haben Bauchschmerzen, aber...
@dejan Die Herausforderung ist, die Solidarität in der Gesellschaft zu stabilisieren, um solche Leute zu marginalisieren und politisch unmöglich zu machen. Im Augenblick durchdringt das zersetzende Gift der Entsolidarisierung alle Milieus und Schichten ein. Diese allgemeine Vergiftung, da müssen wir ran.

@dejan

Da ja Schulpflicht herrscht, lässt sich das mathematisch nur erreichen, indem die “migrantischen Kinder" gleichmäßiger auf die Schulen verteilt werden. Also wenn das umgesetzt wird, indem deren Familien geförderten Wohnraum in den bisher weißesten Schulbezirken bekommen… Ach Frau Prien, SO haben Sie das nicht gemeint?

@dejan Frau Klöckner hat es ja schon noch vor der Wahl gesagt: „Für das, was ihr wollt, müsst ihr nicht die AfD wählen. Dafür gibt es eine demokratische Alternative: die CDU.“

Nix missverstanden, das war genau so gemeint.

@dejan Was ist den ein "migrantisches Kind". Grantige Kinder kenne ich. Woran erkennt man denn migrantische? Farbe? Ausweis?

@dejan @Wando
Rassistisch ist es Familien, in denen nicht deutsch gesprochen wird, seit Jahrzehnten in bestimmte Wohnghettos der Großstädte zu pferchen.

Die Lehrerinnen und Lehrer können in den dortigen Schulen den Kindern schon wegen der Sprachbarriere nicht die Bildungschancen geben, die sie verdienen.

Warum sollen nicht Justus und Maja aus dem privigierten Wohnviertel in ihrer Schule mal mit migrantischer Wirklichkeit konfrontiert werden und das Problem auf mehr Schultern verteilt werden?

Hey @weit_im_westen ich will nicht abstreiten, dass es teilweise ein Problem ist und es teilweise schon eher wohlhabende Viertel und ärmere Viertel in Deutschland gibt. Da kann man sicher dran arbeiten. Allgemein sehe ich jetzt aber keine Wohnghettos, sondern im Verhältnis zu anderen Ländern eine eher relativ gute Durchmischung.
Z.B. hab ich 2014 in Schweden gelebt und da war es tatsächlich so außerhalb im Plattenbau, da waren die Migrant:innen extrem überrepräsentiert, besonders die mit dunklerer haut als hell-weiß. Aus persönlicher und sozialwissenschaftlicher Sicht fand ich das hoch problematisch. Und in Schweden gibt es Stand heute richtig krasse Probleme mit Gangs welche sich aus den Perspektivlosen rekrutieren.
In Deutschland sehe ich solche extreme nicht.

@dejan @Wando

@krutor @dejan @Wando
Ich höre ständig Medienberichte, in denen Lehrerinnen und Lehrer klagen, dass in den Großstädten in bestimmten Schulen kaum mehr sinnvoller Unterricht möglich ist 🤷‍♂️

@weit_im_westen

Es wird oft geklagt, dass Menschen den System nicht gerecht werden, es ist aber eigentlich das System, das den Menschen nicht gerecht wird. Richtig angepackt funktioniert das nämlich auch in "diesen" Bezirken:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/ruetli-schule-in-berlin-neukoelln-vom-problemfall-zur-vorzeigeschule-a-1199251.html

Es werden auch keine Menschen in irgendwelchen Bezirken zusammengepfercht, aber manche Strukturen erleichtern zB das Ankommen/Leben. Zudem, auch in migra.Familien wird sehr viel Wert auf eine gute Schulbildung gelegt.

@krutor @dejan @Wando

Problemschule in Berlin-Neukölln: Was wurde aus der Rütli-Schule?

Gewalt, Angst, Sprachbarrieren: Die Berliner Rütli-Schule wurde im Frühjahr 2006 zum Symbol für das Versagen der Hauptschulen. Wie steht die Schule heute da? Ein Besuch.

DER SPIEGEL
@cocolowres @krutor @dejan @Wando
Natürlich funktioniert es mit großem Engagement und örtlich mehr Personal. Integrationsarbeit in die Fläche zu bringen, statt sich mit "Hotspots" zu arrangieren, würde aber alle bereichern und so viel mehr Kontakte in andere Lebenswelten ermöglichen.
Hätten wir das schon vor 40J ermöglicht, würden mir in Köln zum Beispiel keine Menschen mehr begegnen, die seit Jahrzehnten hier sind und dennoch bei Behördenterminen mit einem "fam. Dolmetscher" kommen müssen. 🤷‍♂️

@weit_im_westen

Ist der Anfang nicht dennoch, erst einmal in diese zu Schulen investieren. Wenn die dann alle attraktiv sind, mischt sich das doch ohnehin. (Meist sind diese Schulen ja gerade nicht so gut ausgestattet.)

Dolmetschen: Ich helfe einer Freundin bei Offiziellem, sie ist selbstständig, arbeitet viel, erzieht zwei großartige Kinder. Bin mir nicht sicher, ob ich das könnte, was sie leistet. Sie ist super integriert und beliebt. Ich denke, das läuft auch so gut.

@krutor @dejan @Wando

@cocolowres @krutor @dejan @Wando
In "Brennpunktschulen" zu investieren ist ein erster Schritt, ja. Wir brauchen für Kulturvielfalt und Arbeitsmarkt Zuwanderung, nur hört bei der Sprache bei mir irgendwann der Spaß auf:
Wandere ich z. B. nach Kanada aus, so kann ich nicht erwarten, dass nach 30 Jahren noch alle auf der Familienfeier ausschließlich deutsch sprechen und ich mit 10.000 anderen Kartoffeln nur im "Weißwurst"-Viertel wohne, einkaufe (und heirate).
Warum ziehe ich dann dahin?🤷‍♂️

@weit_im_westen

Weil nicht jede*r aus einer privilegierten, sicheren Situation heraus migriert, nicht jede*r hat eine Wahl. Die Frage ist zudem, leistet auch die Gesellschaft ihren Anteil zur Integration, nimmt sie auf oder fordert/'unterwirft' sie nur?

Die Sozialwissenschaften haben sich schon hinlänglich mit Einwanderung und den bei der Integration tatsächlich sehr nützlichen Quartieren/Communities beschäftigt,

@krutor @dejan @Wando

@weit_im_westen

in denen Ankommende in ihrer Muttersprache sprechen können und Vertrautes wiederfinden. Sie sind ein guter Startpunkt für Integration, wenn die Gesellschaft es zulässt.
Hier kommt das Thema zumindest im Ansatz auf https://youtu.be/ZXYHPlY_pmc?si=XI3LX6NFPCKY79_M

@krutor @dejan @Wando

Migration: Was bedeutet kulturelle Vielfalt für eine Gesellschaft? | Agree to Disagree! | ARTE

YouTube
@cocolowres @krutor @dejan @Wando
Den Nutzen in die eigene Community "anzukommen" will ich gar nicht bestreiten - kommen Menschen in zweiter Generation aber nur selten aus diesem Umfeld raus, stimmt irgendwas nicht. Es ist falsch verstandene Toleranz hinzunehmen, wenn nur "biodeutsch Privilegierte" in ihrer Hood unter sich bleiben wollen, umgekehrt gilt allerdings das Gleiche 🤷‍♂️

@weit_im_westen

Ich weiß halt nicht, wie begeistert ich wäre, mich in einer solchen Gesellschaft bewegen zu müssen, die unsere Debatten & unsere strukturellen Diskriminierungen derart hochhält. Ich habe Freund*innen (2.Gen), die du für mustergültig halten würdest, mal gefragt. Eine Freundin sagte: "mit Deutschen redest du über vieles einfach nicht. Sie hören nicht zu, immer dieselben Antworten." Trotz allem Ausgrenzungserfahrungen.

Sozialwiss. & Expert*innen zeigen

@krutor @dejan @Wando

@weit_im_westen

immer wieder so viele Ansätze auf, die Gesellschaft ignoriert sie & fängt wieder irgendwelche ausgrenzenden Debatten an, statt unaufgeregt an strukturellen Verbesserungen zu arbeiten & ihren Part zu übernehmen. Ich persönlich finde es schön in einer Stadt mit vielfältigen Communities zu leben, wo jede*r ein Plätzchen finden kann. Und ich habe einen unglaublichen Respekt für die Leistung & den Mut dieser Menschen, zu uns zu kommen,

@krutor @dejan @Wando

@weit_im_westen

das wird bei uns aber fast nie gesehen. Das finde ich bitter.

Mit unseren Debatten und unseren gesell. Einstellungen lösen wir keine Probleme, wir schaffen und verstärken sie nur.

@krutor @dejan @Wando

@cocolowres @krutor @dejan @Wando
Ich will nicht bestreiten, dass wir in einem eher unempathischen Land leben, in dem es vorwiegend um materiellen und sozialen Status geht.
Das irritiert Menschen, die aus solidarischeren Gesellschaften kommen. Das Problem hast Du allerdings auch, wenn Du zum Beispiel aus einer Arbeiterfamilie kommst...
@weit_im_westen @cocolowres @krutor @dejan @Wando
Ich rede "gebrochen" deutsch und brauche keine Sprachpolizei

@Pegah @cocolowres @krutor @dejan @Wando
Natürlich brauchst Du keine - so lange Du klar kommst.

Nur kommt man in den meisten Jobs so ganz ohne Landessprache eben nicht klar und gesellschaftlicher Aufstieg ist realistisch mit mittelmäßigen Kenntnissen der Landessprache meist nicht möglich - übrigens ist das weltweit so, ganz ohne Sprachpolizei.

@dejan und dann führt sie auch noch Kanada als angebliches Beispiel an: Als ein Beispiel verwies sie auf Kanada. Das Land sei "extrem erfolgreich" bei den Pisa-Leistungsvergleichen für Schulen und habe "ähnlich hohe Einwanderungs- und Migrationsquoten" wie Deutschland.
https://www.stern.de/news/prien-haelt-an-schulen-quoten-fuer-kinder-mit-migrationshintergrund-fuer-denkbar-35863350.html
Die super viel für Inklusion tun im Gegensatz zu Deutschland 🙈: https://deutsches-schulportal.de/expertenstimmen/wie-kanada-die-startchancen-fuer-kinder-aus-gefluechteten-familien-steigert/
Prien hält an Schulen Quoten für Kinder mit Migrationshintergrund für denkbar

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) dringt auf hinreichende Deutschkenntnisse aller Schülerinnen und Schüler zum Zeitpunkt der Einschulung. Dafür

STERN.de
@dejan mal eine kurze Frage an alle diejenigen die hier extrem empört reagieren: habt Ihr Kinder im schulpflichtigen alter die eine Schule (vor allem Grundschule) in #Duisburg oder #Gelsenkirchen besuchen?
@dejan
Das Sellner-Projekt kommt ans Laufen: Remigration durch maximalen Druck auf Migranten.
Hierzu auch die Klöcknerin: Um zu bekommen was Sie (Rassisten) sich wünschen, müssen Sie nicht die 💩fD wählen, das bekommen Sie bei der CDU 🤮
@dejan

Fullack

🤷🤦🤡🤮🤮🤮

@dejan

Obergrenze geht natürlich gar nicht. Aber eine Durchmischung fördern, um keine in irgend einer Richtung exklusive Schulen zu haben, ist hilfreich.

Das wurde in den USA auch gemacht, aber seit vielen Jahren läuft das dort rückwärts. Auf Betreiben von Republikanern, versteht sich. Da wollen die Weißen gerne unter sich bleiben.

@dejan
Es tut mir so leid für die Kinder, die so eine Meldung lesen/hören müssen. Es ist so abwertend und mies.
Junge Berlinerin gewinnt bundesweiten Vorlesewettbewerb

Junge Berlinerin gewinnt bundesweiten Vorlesewettbewerb

tagesschau.de
@dejan ich wäre für eine Obergrenze für die Anzahl an Kindern pro Klasse, die geringer ist als aktuel.
@dejan , "sie" arbeiten [immernoch|wieder] am Schießbefehl. Das ist die vermeintliche dauerhafte Lösung, meinen "sie". wtf
@dejan
Dann wird sicher auch eine Höchstquote für Kinder reicher Eltern an Privatschulen und -Universitäten eingeführ, oder?
@dejan Meine Kinder waren in den 90ern in USA für ein Jahr in der Grundschule. Erstmal sprachfreie Einbindung, in den Sommerferien dann Summer Scool mit English as a 2nd language intensiv, danach problemloser Regelbetrieb. Die Klasse sei stolz auf sie, sagte die Lehrerin. Der Unterschied? Kein Gewese, gute Pädagogik - und sie waren weiß. Hispanische Kinder wurden aber - damals - gleich behandelt, es war die Zeit der affirmative action unter Clinton.
@dejan Also wird die Schulpflicht abgeschafft … 🥸
@dejan Also die Headline spiegelt absolut gar nicht wieder, was sie dazu gesagt hat. 😂