"Na, wo laufen sie denn?"

#BernhardPötter sucht in seiner locker-satirischen #Klima-Kolumne Gründe dafür, daß die #Klimabewegung unsichtbar geworden ist.

--- #GreenDeal der EU
--- deutsches #Klimaschutzgesetz
--- #KlimaBeschluss des Verfassungsgerichts
--- Olaf Scholz als '#Klimakanzler'

Diese Signale wurden als Erfolge der Klimabewegung gefeiert. Danach sollte es wie von selbst weiterlaufen.
https://taz.de/Klimaaktivismus/!6089562/

Das Ergebnis der letzten #Bundestagswahl dämpfte den Optimismus: "88,4 Prozent der deutschen Wahlberechtigten ist ernsthafte #Klimapolitik nicht wichtig."
Die meisten WählerInnen wollen vorrangig andere Probleme gelöst sehen.


1676 schutzsuchende Menschen sind in den ersten zwei Wochen der Amtszeit von #AlexanderDobrindt an Deutschlands Grenzen zurückgewiesen worden https://www.dw.com/de/bundesinnenminister-dobrindt-grenzkontrollen-wirken/a-72657752 .
Ein Erfolg aus Dobrindts Sicht und "klar rechtswidrig" nach Auffassung von Juristen https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtswissenschaftler-kritisiert-vorgehen-1676-menschen-wurden-in-zwei-wochen-an-deutschen-grenzen-zuruckgewiesen-13748335.html .

Unerwünschte Menschen lassen sich an den Grenzen identifizieren und zurückweisen. Das unerwünschte, aber menschengemachte Naturphänomen #Klimawandel steht nicht vor der Grenze; Klimawandel wird im Land produziert und in alle Welt exportiert. Darf das als Erfolg für ein exportorientiertes Land gewertet werden?

Die neue Regierung verrät noch nicht, was sie hier konkret zu tun gedenkt - abgesehen von Erdgaskraftwerken.


"Jetzt demonstriert doch mal für eure Zukunft, Kinder! Ich kann gerade nicht, muss noch das SUV umparken."


In den Kommentaren zur Pötter-Kolumne findet sich der Wunsch nach einer positiveren Sichtweise. Eine Leserin malt dagegen schwärzer, ein Leser stellt die Systemfrage: "Ist konsequenter Klimaschutz im Kapitalismus überhaupt möglich?"
Diese Leserdiskussion dürfte ganz nach Pötters Geschmack sein.

Auch im Fediverse wird gestritten: Sind wir noch im Stadium der Krise oder schon in der Katastrophe?

Die Frage bleibt für mich so lange offen, bis sich niemand mehr für #Klimaschutz einsetzt, weder jung noch alt.

Klimaaktivismus: Na, wo laufen sie denn?

Was den Klimaaktivismus unsichtbarer macht? Unser Autor tippt: Doppelmoral, wattige Politik und die Freude am spitzfindigen Sinnieren auf der Couch.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH
@NichtVielZuSagen Land-use-change und forestry angeblich nur 1,3mrd?
Alleine die Kipppunke Amazonas rainforest und Boreale Nadelwälder verursachen 800 Gigatonnen Kohlenstoff.
Das ist mehr als die Menschheit die letzten 20 Jahre emmitiert hat. Und selbst auf 20 Jahre hochgerechnet, ist das 40-Fache, wie in der Grafik unterstellt.