🏳️‍🌈 Im Juni ist Pride Month! Der AK Gleichstellung der Verfassten Studierendenschaft veranstaltet daher im Laufe des Monats mehrere Vorträge, die queere Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Wir freuen uns auf euch! Und hier ist das Programm:
⚕️ 03.06. 18:15, Kupferbau HS 22: Medizin: Julia Fechner, Duleem Ameen-Haji, Martin Thiele, Prof. Manfred Hallschmid :
Zurück in die Zukunft? – Schwules L(i)eben zwischen Verbürgerlichung und neuen Herausforderungen
Ausgehend von einem gesellschaftsgeschichtlichen Rückblick auf die AIDS-Krise der Achtziger-Jahre wollen wir uns an diesem Abend schwulem Leben und Lieben widmen und dabei nicht zuletzt die gegenwärtige HIV-Aufklärungsarbeit mit Personen mit Migrationshintergrund in den Blick nehmen.
Unsere Referenten Martin Thiele von der AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e.V., der mehrere Erörterungen zur Geschichte der Schwulenbewegung im Zeichen von AIDS vorgelegt hat, und Duleem Amen-Haji, der als Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Stuttgart Aufklärungsarbeit für Jugendliche leistet, werden vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen eine Standortbestimmung versuchen und freuen sich auf eine rege Diskussion.

✝️ 04.06., 18:15, Kupferbau HS 22: Elisabeth Böckler, Prof. Dr. Michael Schüßler:
"Und siehe, es war sehr divers" - Queerness in der Kirche und queere Theologie

Queere Erfahrungen mit Theologie und Kirche stehen in einem Spannungsfeld: auf der einen Seite offene Diskriminierung oder das Gefühl, die queere Identität in einer ‚Kirche der Angst‘ verstecken zu müssen; auf der anderen empowernder Aktivismus – etwa durch die Aktion #OutInChurch – oder befreiende Theologien.

Eine solche Theologie, die ihren Startpunkt bei marginalisierten Erfahrungen setzt, besprechen wir am Beispiel Marcella Althaus-Reids. In ihrer ‚unanständigen Theologie‘ dreht sie den Spieß um und nutzt den Moment der Irritation als Methode.

Außerdem soll es um die queere Lesart zweier bekannter biblischer Narrative gehen: erstens die Schöpfungsgeschichte, in der so oft die Binarität von Männlich- und Weiblichkeit begründet wird; zweitens um die ‚Sprachverwirrung‘ in Babel, die zu oft als göttliche Strafe gelesen wird.

#pridemonth #studilife