Erfahrungswerte gesucht! Bitte boostern!

Die #NSDAP Mitgliederkartei des #Bundesarchiv ist alphabetisch sortiert worden. Eine geografische #Recherche nach Mitgliedern aus Ortsgruppen ist daher nicht möglich (🤯).

Als lokale #Geschichtswerkstatt beschert uns das 1000% Mehrarbeit - oder kennt ihr noch weitere Möglichkeiten der ortsgebundenen Recherche ohne jede Einzelperson anfragen zu müssen?

#followerpower #fedihelp #fediverse #keinvergessen #gedenken #Geschichte #vvn #niewieder

@lara_vm ich kenne mich mit sowas gar nicht aus, würde da aber gerne mal reinschauen. Darf das jeder?
@0Sekhmet0
Theoretisch ja, aber es gibt personenbezogene Schutzfristen mit einer Frist von 30 Jahren nach dem Tod. Als Familienangehörige oder Betroffene geht auch früher.
@lara_vm Familienangehörige bin ich. Dann werde ich mal suchen, danke dir.
@0Sekhmet0 Die Nsdap Mitgliederkartei liegt beim Bundesarchiv. Spannend sind dann meist auch die Spruchkammerakten (Entnazifizierungsverfahren), die man meist in den Landesarchiven findet. Anfrage geht meist ganz unbürokratisch via e-mail, Name und Geburtsdatum und ggf Aufenthaltsort zu Kriegsende.

@lara_vm

In den FAQ werden persönlichkeitsrechte als Grund benannt, dass die Kartei nicht frei im Internet verfügbar ist.

Als einzige Möglichkeit sehe ich, ein Forschungsprojekt zu bilden, dessen ziel die Schaffung einer Geografischen Mirgliedersuche ist. Dieses Projekt würde dann den Zugang zur Kartei beantragen für den ausschließlichen Zwrck der Erstellung einer geografischen Suche. Falls dies grnehmigt wird, würde das Projekt von allen gescanten Mitglieds-Karten das Feld "Ortsgruppe" auslesen und dann für jede Ortsgruppe eine Liste erstellen, die die jeweiligen Mitgliedskarten referenziert, die der Ortsgruppe zugeordnet sind. Anhand dieser Liste ließe sich jeweils die Anzahl der Ortsgruppenmitglieder (deren mitgliedskarte oder mitgliedsantrag erhalten ist) ermitteln oder die Mitgliedskarten der Ortsgruppenmitglieder beim Archiv anfragen.

Da aber wohl nur ein teil der mitgliedskarten erhalten ist und diese ursprpnglich geographisch sortiert waren, ist das ergebnis dann wohl nicht repräsentativ.

@lara_vm Liegen die Ergebnisse dann echt digital vor, oder bekommt man quasi nur ein JPG vom Scannen?
@Sehfahrer Letzteres.
@lara_vm Ok, verstehe, das macht die Sache nicht einfach.

@lara_vm ich denke, das ist hier ganz nachvollziehbar beschrieben:
https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/nach-themen/benutzung-und-auskunft-aus-der-digitalisierten-nsdap-mitgliederkartei/

Die Umsortierung ist ja schon 1945 erfolgt.

Natürlich lassen sich Datenbanken prinzipiell auch als Volltext durchsuchen, warum das beim Bundesarchiv nicht möglich ist wird dort erklärt.

Auch wenn es noch über 12 Millionen Dokumente sind, so steht dort auch, "dass nur ein Teil der Karteikarten den Krieg überstanden hat".

"Im Rahmen von wissenschaftlichen und amtlichen Anfragen sowie zu Zwecken der Historischen Bildungsarbeit besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die digitalisierte Kartei vor Ort im Mikrofilmlesesaal in Berlin-Lichterfelde selbstständig zu benutzen."

Vielleicht ist auch das hier hilfreich:
https://www.bundesarchiv.de/das-bundesarchiv/aus-unserer-archivarbeit/war-opa-ein-nazi/

Benutzung und Auskunft aus der digitalisierten NSDAP-Mitglieder­kartei

Benutzung und Auskunft aus der digitalisierten NSDAP-Mitglieder­kartei - Das Bundesarchiv online: Ihre zentrale Anlaufstelle für historische Dokumente, digitale Sammlungen und Informationen zur deutschen Geschichte. Besuchen Sie uns!

Stasi-Unterlagen-Archiv
@chbmeyer
Ja die Umsortierung nach Kriegsende kann man dem Bundesrchiv natürlich nicht anlasten. Aber warum wurde bei der Digitalisierung der Akten kein Schlagwortverzeichnis von Ortsnamen angelegt? Soweit mein Verständnis reicht, hätte man die Dateien ja mit z.B. Ortsnamen taggen können.