Die diskriminierende #Bezahlkarte ist Symbol und Instrument der rassistischen Ausgrenzung Geflüchteter. Vorher wurde behauptet, sie reduziere Verwaltungsaufwand und geflüchtete Menschen könnten kein Geld in das Herkunftsland überweisen. Doch dies sind nur vorgeschobene Gründe. Tatsächlich wird der Verwaltungsaufwand erhöht und Überweisungen in Herkunftsländer führen Geflüchtete auch nicht übermäßig oft durch.
Stattdessen macht die Bezahlkarte das Leben von Geflüchteten komplizierter und verschwendet Millionen von Euro durch den entstehenden Verwaltungsaufwand.Doch es regt sich auch an vielen Orten solidarischer Widerstand dagegen - häufig in Form von Tauschaktionen. Einige Städte entschieden sich auch bereits gegen die Einführung. Davon sind besonders viele in NRW, wo es eine explizite Opt-Out-Möglichkeit für Kommunen gibt.
In der ersten öffentlichen Version des Koalitionsvertrags zwischen Union und SPD wurde die #Bezahlkarte nicht erwähnt. Doch wenige Tage später tauchte sie in einer neueren Version auf:
”Wir wollen, dass die Bezahlkarte deutschlandweit zum Einsatz kommt, und werden ihre Umgehung beenden.” Wie genau die Umgehung beendet werden soll ist noch unklar. Was feststeht ist, dass Union und SPD mit eiserner Hand Geflüchtete entmündigen und Solidarität bestrafen wollen.
Auch der anscheinend geplante Zwang für Kommunen die Bezahlkarte zu nutzen ist u.a. aufgrund der hohen Verwaltungskosten und der Mehrarbeit der Angestellten ein absurder Plan. Auch wenn es für Forderung nach Abschottung sonst gerne bemüht wird, scheint die Belastung von Kommunen für schikanierende Symbolpolitik kein Hindernis zu sein.@‌pena.ger ergänzt außerdem:„Die deutschlandweiten solidarischen Tauschinitiativen stellen eine enorme Entlastung für Geflüchtete dar."

"Viele von ihnen kommen mit der monatlichen Bargeldgrenze von 50 Euro nicht aus. Diese solidarischen Aktionen tragen nicht nur zur materiellen Unterstützung bei, sondern stärken zugleich das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Teilhabe.“

Schließt euch dem solidarischen Widerstand gegen die Bezahlkarte an! Möglichkeiten zum Tausch und für Engagement findet ihr auf der Übersicht auf der Seebrücke-Website.

@seebruecke Es wäre wirklich gut wenn Ihr alle Aktionen auffordert nicht nur auf Plattformen wie Instagram sichtbar zu sein. Ich kenne einige die dafür nicht einen Instagram Account einrichten werden.
@hbauer @seebruecke meinem Eindruck nach sind die meisten lokalen Gruppen für diesen Aktionen auf jede Minute ihrer Unterstützer*innen angewiesen -- mehr Kanälen sind nun man unweigerlich mehr Arbeit, ich denke die meisten werden sich jedoch um Unterstützung freuen, wenn Menschen Kapazitäten dafür einbringen. Wenn du die hast und teilen möchtest: schaut bei einer Initiative Vorort vorbei 🙂
@Namnatulco @seebruecke ja, das verstehe ich. Trotzdem werde ich mir keinen Insta Account besorgen damit ich mitbekomme was geteilt werden soll und bin damit als Unterstützer leider verloren
@hbauer @seebruecke falls du nur lesen willst: ein privates Browserfenster reicht in der Regel (oder eben Papier/IRL-Treffen, die ja bei bevorstehender Kriminalisierung ohnehin zu bevorzugen sind).

@seebruecke

"Wir wollen, dass die Bezahlkarte deutschlandweit zum Einsatz kommt, und werden ihre Umgehung beenden." 🥶

Und ich will, dass Menschenrechte deutschlandweit zum Einsatz kommen.

Auch wenn man dafür die #NoGroKo beenden muss.