Könnte mir jemand mal folgendes erklären: Man entscheidet sich zur Veganen Ernährung und dann kauft man Vegane Produkte, die wiederum wie Fleisch/Wurst ausschauen und/oder die Konsistenz von Fleisch/Wurst haben. Ich verstehe den Sinn noch nicht so ganz, also die Entscheidung zur Veganen Ernährung schon, aber nicht, dass alles Fleischähnlich sein muss. #vegan #novegan
@atomicalliance ist ganz einfach: wir sind mit gewissen Geschmäckern & Gerichten sozialisiert, wir mögen das & aber möchten auf die damit verbundene Tiervernutzung verzichten.
@Seitansbraten Das ist einleuchtend, aber der Name eines Prduktes triggert da doch… z.B. Wurst, Schnitzel oder ähnliches. Man könnte es auch als „feine Scheiben von der Tofu-Soja-Pilz Rolle“ beteichnen, anstelle von Pilz-Wurst. Dann könnte der Geschmack und die Konsistenz dem Verankerten entsprechen und man wird nicht durch den Namen (Wurst/Schnitzel etc.) an Tiere und deren Tod erinnert.

@atomicalliance nö.

Der Name soll ja genau sagen, was da ersetzt wird.

Abgesehen davon werden die meisten industriell erzeugten tiervernutzungsfreien Alternativen von Omnis gekauft, die ihren Konsum reduzieren wollen & die wollen keine 'panierten Seitanscheiben' oder 'gurkenförmiger Tofu angelehnt an ein bayerisches Wurstprodukt', die wollen Schnitzel und Weißwurst.

Aber vielleicht wirst du einfach mal vegan, dann verstehst du das auch

@atomicalliance @Seitansbraten Wurst und Schnitzel sind die Zubereitungsart und sagen nichts über den Inhalt aus.
@kaiserkiwi @Seitansbraten .. bis auf das „Wiener Schnitzel“ gibt es ja kein Markenschutz auf Wurst, Schnitzel etc., dass man es nur für Fleischerzeugnisse verwenden darf, das ist mir schon bewusst und wenn das Produkt als Vegan, Fleischlos gekennzeichnet ist, liegt ja keine Täuschung des Verbrauches vor. Mir ging es bei der Grundsatzfrage ehr um die Gründe, warum es so ist, wie es ist, (Konsistenz, Aussehen und Name).
@atomicalliance @kaiserkiwi das weißt du ja jetzt. Wir mögen Schnitzel aber dafür Tiere zu töten ist vollkommen unnötig
@Seitansbraten @kaiserkiwi Ja, das passt ja auch. Damit ist mein Wissenshunger gestillt. 🙃

@Seitansbraten @atomicalliance
Ich vermute mal, dieses Phänomen trifft hauptsächlich für Menschen zu, deren Ernährung vor dieser Entscheidung schon sehr einseitig und unausgewogen war, oder die nie gerne kreativ gekocht haben, sondern lieber erwärmt, also Fertiggerichte konsumiert. Klassisch sind Fertiggerichte meist tierischen Ursprungs, die Mikrowelle macht daraus etwas warmes.

Die pflanzliche Küche bietet unendliche kreative Möglichkeiten, man sollte diese aber lieben. Auch die Erziehung spielt natürlich eine Rolle. Wenn ein Kind nur mit Junk-Food aufwächst, wird es einen Blumenkohl verabscheuen, da dieser eine Zubereitung fordert und nicht einfach nur in die Pfanne geworfen werden kann, oder in die Mikrowelle, sind auch in den Junk-Food-Läden eher selten. Wenn dann als "Nachbau" des klassischen Junks.

So werden dann vielleicht Produkte bevorzugt, welche die gewohnte, einseitige Ernährungsweise weiterführt, statt sich mit Mangold, Mungbohnen, Fenchel, Kichererbsen, Topinambur, Brokkoli, Linsen, Aubergine, Spargel, Tahin, Tempeh und vielem mehr auseinanderzusetzen, die Kombinationen daraus zu erforschen und die Welt der Gewürze zu entdecken.

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