Und der letzte Rutsch zur Retroperspektive. Es fehlen noch zwei große #brettspiele vom letzten Wochenende. Das letzte große am Samstag war #AgeOfSteam . Das ist ein euroartiges Spiel, bei dem wir Klötzchen transportieren müssen. Es gibt eine feste Abfolge aus folgenden Aktionen:
- evtl. Kredit nehmen
- Startspielerauktion
- Aktionssetzen
- Strecken bauen
- Klötzchen transportieren
- Einkommen generieren
- Klötzchen auf den Spielplan bringen
und...
#boardgames
@brettspiele @board 1/11
- und in die nächste Runde.
Wir haben zu viert auf der Deutschland-Karte gespielt. Jede Karte hat so seine Eigenheiten. Es ist wirklich hart, denn wenn man sich verkalkuliert, dann hat man keine Schnitte mehr nach vorne zu kommen, wenn andere keine Fehler machen. Es geht dahingehend ab, dass man gut mit dem Geld haushalten muss, sonst geht man schnell pleite und man kann nichts mehr auf der Karte machen (Strecken bauen). Das ist einem Spieler nach der Hälfte des Spiels passiert. 2/11
Er konnte keine Aktion mehr machen, die ihn voranbrachten. Er fand das nicht gut, aber ich sehe das anders. Wenn er schlecht spielt, hat er mit den Konsequenzen zu leben. Die Mechanik sei unelegant und nicht mehr so in heutigen Spielen zu finden - ich sehe das anders. Aber das ist ja auch ok. Jeder soll seine Spiele spielen, die ihm liegen und mit denen man gut klarkommt/ein Wohlfühlspiel für jemandem ist. Insgesamt gesehen - soweit schon vorab - fand ich das Spiel gut. Kaufen? nö! 3/11
Dafür ist es mir zu teuer, auch für das Material insgesamt (Übersetzung von Eagle Eye Grphon ins deutsche, sonst nix neues...).
Zum Spiel zurück: Ein weiteres Element ist das Legen von Gleisplättchen, die natürlich auch etwas kosten (Hinweis: Geldbeschaffung). Es müssen die Strecken so gebaut werden, dass man Klötzchen einer Farbe zu einer Stadt dergleichen Farbe transportiert werden. Je mehr über die eigenen Linien transportiert werden, desto besser ist es (höheres Einkommen). So versuchen 4/11
wir uns zum break-even zu spielen, in dem man - vereinfacht gesagt - mehr Geld hineinbekommt als man ausgibt. Das habe ich geschafft, aber Geld aufnehmen musste ich weiterhin, um teure Strecken zu bauen.
Was mich ein wenig stört, ist, dass wir nur zwei Klötzchen bewegen/transportieren können. Das finde ich etwas mau (die Entfernung kann ich erhöhen, die Menge nicht). Ich konnte das Spiel für mich entscheiden, da ich im Süden der Karte mich ausreichend ausbreiten und schön Schleifen nutzen 5/11
konnte. Das Spiel hat seine Qualitäten, finde aber, dass das 18xx-System bedeutend mehr macht und kann, da es nicht so limitierend ist/man bedeutend mehr mit dem System machen kann. Zusätzlich sind die 18xx-Spiele günstiger (erst Recht auf dem Sekundärmarkt).
Danach wurde es lang. Wirklich lang: der Abend/die Nacht ging für mich schlussendlich um 4 in der früh zu Ende. Damit dies auch so lange dauerte haben wir kurze, nicht so anspruchsvolle Spiele gespielt (was auch sein muss). Das erste 6/11
nach #AgeOfSteam war #top1018+ . Die Erwachsenenversion von #top10 . Ich hab es nicht so ganz gemerkt, da ich dachte, nun gehts ans die nicht-jugendfreien Dinge. Das ist nicht immer so. War ok, aber ohne Alkohol nur halb so lustig.
Nächste Spiel war #soclever . Eins chönes Spiel zum Nachdenken und gemeinsam Rätseln: Was hat sich der Mitspieler bloß bei diesen von ihm gewählten Begriffen gedacht. Schnell und einfach zu spielen, hoch kommunikativ. Gerne noch einmal, leider meins noch nicht 7/10
oft genug gespielt.
Anschließend ging es in die Musik und anschließend ins Bett: #hitster in der Bayern1-Version. Das ist deswegen wichtig, weil auch Wiesn-Musik bei mir kam. Ich hab mit dem "Fest" keine Berührungspunkte - außer mal ne Doku dazu. Somit bin ich als erster ausgeschieden, denn wir haben einen Baum erstellt, drei Chips bekommen und mussten Lieder einsortieren. Das war ne neue "Variante" für mich (alle an einer Zeitleiste). Das ging gut und kann so noch einmal gespielt werden. 8/11
Nach kurzer Nacht und ein bisschen Frühstück ging es dann ins letzte große Spiel des Wochenendes: #1889Shikoku . Es ist ein Einsteiger #18xx , dass trotzdem einige Hürden bietet:
- Regelumfang nicht ohne
- ohne einige Grundüberlegungen zu Taktik/Strategie nicht zu gewinnbar
- in der ersten Partie betreutes Mitspielen anstatt eigenständiges Spielen
- Zusammenhänge zwischen Operating Rounds und Stock Rounds sowie
- wer beginnt in welcher Runde wieso
bringt einen manchmal zur Weißglut. 8/11
Leider haben Anfänger Anfängerfehler gemacht. Zwischendrin zog es sich sehr, so dass ich keine Partie #brassbirmingham spielen konnte (wie ärgerlich). Manchmal denke ich mir: Wenn man es in grundzügen weiß, wie es geht, sollte es besser hinzubekommen sein. Leider ist dies nicht der Fall. Auch hier merkt man: Je mehr man schon solche Spiele gespielt hat, erreicht man einen Vorsprung, den andere nur durch dummes Spielen/Glückliche Umstände anders gestalten können. Ein Mitspieler war neu, 9/11
Ein zweiter hatte schon so etwas gespielt, musste trotzdem immer wieder bei einfachsten Dingen unterstützt werden, so dass ich und der andere erfahrene Spieler das unter uns ausgemacht haben. Leider hat der andere Spieler einige gute Aktionen zur richtigen Zeit gemacht, so dass ich nur durch einige Anstrengung den zweiten Platz erringen konnte. Was ein Spiel, mit schönen und interessanten Moves von mir und dem anderen erfahrenen Mitspieler. Ich hoffe, dass ich im Juni zur Convention gehe. 10/11
Insgesamt hat mir das Wochenende gut gefallen. Es war neben dem Spielen wieder gut, Menschen zu sehen, die man nun schon das dritte Mal gesehen hat.
Ich fahre zu so etwas trotz alledem immer wieder gerne zu so etwas, damit ich Spiele spielen kann. Leider ist dieses Wochenende einiges ungespielt: #arcs , #foodchainmagnate oder #throughtheages
Ich drücke mir die Daumen, dass es demnächst wieder zu so spannenden und schönen Spielen kommen wird. 11/11
@Fearteiler Baum ist eine tolle Idee! Muss ich so auch mal spielen!