Ein Gedanke an dem ich schon länger überlege: Ich hab zwischen eher konservativen und eher progressiven Menschen das Gefühl ein unterschiedliches Gedankenmodell zu beobachten.

Konservative Menschen gehen eher davon aus, dass es einen Idealzustand in der Vergangenheit gab und der wiederhergestellt werden sollte. Sprich die Veränderung ist die Ursache des Problems. Kombiniert mit einer Annahme, das es, wenn es anderen besser geht, es gleichzeitig mir schlechter gehen muss.

Eher progressive Menschen gehen davon aus, das der Idealzustand etwas ist, das in der Zukunft liegt und erst geschaffen werden muss. Veränderung ist hier also der notwendige Weg zur Lösung eines Problems. Auch hier kombiniert mit einer Tendenz zu: "Wenn es allen besser geht, geht es auch mir besser."

Das grundlegende Modell passt auf erstaunlich viele Annahmen drauf.

Und ich wäre gespannt was passieren würde, würde man progressive Inhalte sprachlich mit dem
konservative Modell kommunizieren.

@leah Hm, man kann das sehr gut. Denn spannenderweise will das, was du progressiv nennst eigentlich das Deutschland der 70er mit Wärmepumpen (überspitzt).

Wir werden alle konservativer im Alter. Ich bin über 40... das Ribboninterface von Word war schon ein Schlag… allerdings ist die Frage worauf. Und da ist glaube ich das Problem... die Leute sind jetzt konservativ auf die neoliberalen 00er Jahre... und nicht mehr die 70er… man sehnt sich vor die Great Recession zurück.

Das heißt das ginge…

@advi bei mir ist es eher umgekehrt... Je älter ich werde, desto mehr tendiere ich zum Standpunkt, Milliardäre vor die Wahl "Guillotine oder Milliarden umverteilen" zu stellen...
@leah
@advi @leah Dem "Wir werden alle konservativer im Alter" muss ich widersprechen. Ich war schon immer eher links, aber noch nie so links wie jetzt (Ü50)
(P.S.: Bei LibreOffice gibt's kein Ribbon Interface ;-))