@Commodore1351 @pinkprius @tagesschau So weit würde ich nicht gehen. Aber der Fisch stinkt immer vom Kopfe her. Dazu muss die Einflussnahme nicht mal aktiv erfolgen; es reicht völlig, wenn das Haus weiß, was die Chefin denkt. Und aus ihrer politischen Provenienz macht sie ja keinen Hehl.
Den Rest besorgt vorauseilender Gehorsam. Das zieht sich durch die Ränge nach unten durch. Zuweilen greift zwar auch ein Intendant mal selbst zu krassen Mitteln, wie etwa als der "Scheibenwischer" beim bayerischen Rundfunk plump abgeschaltet wurde. Aber das sind Ausnahmen.
Was ich sagen will: um ein Haus zu Neutralität in der Berichterstattung zu führen reicht es nicht, die eigene politische Agenda nicht zu pushen. Wenn ich das als Führungskraft will, muss ich die Neutralität aktiv fördern und einfordern. Its not what you preach, its what you tolerate.
Kann schon sein, dass die Tagesschau-Redaktion selbst Teil des Problems ist. Aber schlechte Teams gibt es nicht. Nur schlechte Führung.