Vielleicht bedaure ich den durch das Silvestergedöns der Anderen völlig zerfledderten Neujahrstag am meisten. Übermüdet, zerknautscht, unleidlich. Liegt aber vielleicht auch an der Aussicht in den kommenden Tagen. Nächste Woche gibt’s einen geplanten Krankenhausaufenthalt und als darin Ungeübte nagt Unruhe in mir.

War ja zuletzt vor 17 (oder 18?) Jahren im Krankenhaus und ich erinnere mich nur dunkel daran. Heutzutage gibt es hier im Krankenhaus der großen Stadt Case Managerinnen, die für einen alles koordinierten. Klang erst befremdlich, aber wie toll ist das: jemand, der sich für Fragen und Abstimmung zuständig fühlt, erreichbar ist, konstruktiv und freundlich.

Meine Case Managerin ist übrigens ein Mann. Die Website der Frauenklinik verwendet das generische Femininum. <3

Heute hätte ich gar nicht nüchtern kommen müssen. Mein Magen knurrt mich vorwurfsvoll an.
Ich mache hier einfach ein paar Tagebuchnotizen zu dieser Krankenhausnummer. Falls ich mich in irgendwann viel Jahren wieder nicht erinnere, wie das war, vor einer OP zu stehen. Die Vorgespräche fand ich auf jeden Fall beruhigend, informativ und nett. Für alle meine Fragen war Zeit, ich konnte in Ruhe meine Notizen durchgehen und ich hatte nie das Gefühl, den Betriebsablauf zu stören. Ich war der Betriebsablauf.
Ulkig ist, dass ich für Januar alle Termine abgesagt habe und bei allen jetzigen und künftigen Auftraggeberinnen "krank" gemeldet bin. Das ist das erste Mal seit meiner Selbstständigwerderei 2010, dass ich für drei Wochen einen blanken Kalender habe. Ich starre so verzückt wie irritiert auf ZEIT.
Fürs #gartenjournal doch ziemlich gut, dass ich die OP bis zum Januar rausgezögert habe. So ziemlich der einzige Monat, in dem es wirklich nichts im Garten zu tun gibt. Irgendwann im Februar, spätestens Anfang März bauen wir noch vier Rahmenbeete und ein Frühbeet für den Gemüsegarten.
@sinnundverstand Die allerbesten Wünsche für einen komplikationslosen Verlauf auf allen Ebenen - ist auch so schon aufregend genug.
@kaltmamsell Danke. <3 Ich wäre gern entspannt und souverän. Aber tatsächlich bin ich doch reichlich nervös und hibbelig.
@sinnundverstand Das kann ich sehr gut verstehen, du lässt ja fremde Leute einfach in dich reinschneiden (so erklärte ich mir meine Ausgewühltheit vor Hüft-OP).
@kaltmamsell Die Vorstellung allein finde ich auch beklemmend. Ist ja nicht so, dass ich allzu viel körperliche Nähe zu fremden Menschen schätzte.