Meine Mittagspause in Bad Kleingarten ufert ein wenig aus und mischt sich mit Arbeitsdingen, die ich genauso gut mobil machen kann. Naja. Andere machen Urlaub. Ich klebe im Garten fest.
Meine Mittagspause in Bad Kleingarten ufert ein wenig aus und mischt sich mit Arbeitsdingen, die ich genauso gut mobil machen kann. Naja. Andere machen Urlaub. Ich klebe im Garten fest.
Anderthalb Stunden, sechs Kilometer, ein Kubikmeter Kompost. Ich bin ein platter, glücklicher Mensch. Jede Anstrengung lässt mich spüren, dass ich wieder lebendig bin! Erst im Rückblick wird mir bewusst, dass ich sehr langsam dahinstarb. Als die Glukose meine Zellen nicht mehr erreichte und in meinem Blut sinnlos und einem Gift gleich durch meinen Körper sauste. Nun kann ich wieder schüppen, Schubkarre fahren, Rad fahren. Kaum zu fassen.
Passend zum Frühlingsbeginn gibt's viel Garten für mich in diesen Tagen. Gestern habe ich lauter Pflanzen hier raus- und dort hineintransplantiert und Kräuter geschnitten. In der kleinen Totholzhecke scheint ein Rotkehlchen nisten zu wollen, ich bin entzückt!
Heute kommt am Nachmittag ein Kubikmeter Kompost. Innerlich krempele ich schon mal die Ärmel hoch. Den muss ich vom Parkplatz mit der Schubkarre in den Garten fahren. Gartensport.
Wohlan.
Liebes #gartenjournal, Im Grunde kann man Bad Kleingarten in dieser Zeit keine Minute allein lassen. Einmal kurz umgedreht und schon springt eine Knospe auf, schiebt sich ein Blatt raus, winken neue Ärmchen aus der Erde.
März ist der wahre Wonnemonat. Aber um bei der Wahrheit zu bleiben, hat nun die Zeit begonnen, in der ich an jedem Tag sage: Also heute ist es aber wirklich am schönsten! Das geht dann ungefähr bis Anfang Oktober so ...
Liebes #gartenjournal, es ist ein wahrer Rausch. Als ich vorhin nach Bad Kleingarten kam, lag ein frühlingsgoldener Schimmer auf allem. Schlehe und Zwetsche hängen zum Frühlingsanfang die Rüschen raus. Ich habe noch rasch was gesät: Mairübchen, Kümmel, Rettich, Radieschen und Erbsen. Der Rhabarber sieht in diesem Jahr sehr vielversprechend aus.
Der erste Blick und der Zustand heute. Das erste Jahr war das einer Aneignung. Und einer Verwandlung. Der Garten ist förmlich in mich hineingewachsen. Und ich vermutlich auch in ihn.
#FotoVorschlag Eins der ’Objekte, die mit A beginnen oder so aussehen‘, die mir in den vergangenen drei Jahren so viel Glück bescherte: Unser Bad Kleingarten liegt im Amselweg. Am 4.4.2023 habe ich dieses Foto gemacht. Kurz danach stand ich mit klopfendem Herzen vorm Garten.
Der Beginn vom #gartenjournal.
Und in Bad Kleingarten stapelt sich derweil meine Beute: feinstes Totholz für Wildbienen, Spinnen und Käfer und schöne Ruten und Äste für Bohnenbogen, Flechtzäune und Rankhilfen. Vorm Häckseln abgezweigt (!) und gesichert. Bastelholz für mich. <3
Heute geht's raus: große Häckselaktion im Kleingartenverein. Bei rund 700 Gärten fällt allein beim Obstbaum- und Heckenschnitt einiges an. Und während alle gestern schubkarrenweise Gezweig und Äste zum gigantischen Haufen fuhren, reiste allerlei davon zurück in unseren Garten: für Flechtzäune, Rankhilfen, Totholzhaufen ... Mal sehen, was ich nachher noch erbeuten kann. Ich will einen Bohnenbogen bauen.
Wohlan.
Liebes #gartenjournal, einige der Jungpflanzen sind gesetzt. Ein neues Kräuterbeet ist angelegt. Aber immer noch hat ein Großteil des Gartens seine Ruhe. Ganz wichtig: viel in der Frühlingssonne auf der Bank sitzen und die Frühblüher bewundern.