Wer hat das eigentlich verbrochen?


Dadurch das die Straßenbahnsteige C und D von den Straßenbahnsteigen A und B getrennt wurden, laufen die Menschen nun bei Betrieb zum größten Teil von den Straßenbahnsteigen C und D direkt über die nicht gesicherten Gleisbögen Richtung Bahnhof. Den eigentlich vorgesehenen Weg nehmen die wenigsten, da länger und umständlicher. Das war wirklich mal wieder ne planerische Glanzleistung!

#Mannheim #Hauptbahnhof #ÖPNV #Straßenbahn #Bahnsteige #Meinung #2024-12-12 @mannheim @nahverkehr @verkehr @metropolregionrheinneckar

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@sascha

😳 ... Wie, (ernsthaft!) da gibt es einen "vorgesehenen Weg?" ... 🤔 ... ist mir bisher nicht Aufgefallen! 🤷🏻‍♂️

@mannheim @nahverkehr @verkehr @metropolregionrheinneckar

@Uwe_M Ja an sich nach rechts auf den Fußweg und erst dann Richtung Bahnhof. Dabei muss man auch über die Gleise, es gibt jedoch eine Warnanlage. Wie geschrieben, länger und umständlicher. Aber wer weiß, vielleicht ist es ja auch gewollt das die Leute in Scharen wild über die Gleisbögen laufen, direkt vor die Bahnen und Busse die da lang kommen.

@sascha

"... Ja an sich nach rechts auf den Fußweg und erst dann Richtung Bahnhof. ..."

Dachte ich mir, aber als "vorgesehener Fußweg" hätte ich das (gefühlt) nicht bezeichnet. 🤷🏻‍♂️

@Uwe_M Naja es ist der angedachte Weg. Aber so wie man es umgesetzt hat, fordert man die Menschen ja geradezu heraus über die ungesicherten Gleisbögen zu laufen und mit den Straßenbahnen in Konflikt zu geraten.

@sascha

Zumal ich (selten mit ÖPNV) es am Anfang sehr verwirrend fand. Oft gibt es mehrere Möglichkeiten (Linien) mit denen man ans Ziel kommt. (Ich glaube ich wollte nach Weinheim oder HD)
Dann zu vergleichen welche Bahn eher kommt, ist (ohne App) verwirrend bis schwierig. 🤷🏻‍♂️

@Uwe_M Ohne App bzw. Internetzugang ist das so gut wie unmöglich wenn man nicht viel Zeit hat. Da sollte es vor dem Bahnhof einen Infoterminal oder so was geben. Außerdem braucht es in meinen Augen mehr Information. Das kann in Form von Schildern, aber auch von farbigen Streifen auf den Boden gehen. Eine Kombination aus beiden wäre optimal.

@mannheim @sascha Ohja, darüber war ich Anfang November auch sehr verwirrt, als ich ankam. Ich hatte erst überhaupt nicht verstanden, daß es nun zwei Straßenbahnhaltestellen Hauptbahnhof gibt, und die Bahnen, die an der einen halten, an der jeweils anderen durchfahren.

Ich vermute aber, daß sie die Haltestellen entzerren mußten. Die waren ja vor Jahrzehnten für viel kürzere Züge gebaut worden. Schon mit den 1991 selbst zusammengeschweißten GT8 wurde das eng, und es konnten nicht mehr, wie bislang, zwei Züge hintereinander in die Haltestellen einfahren. Die OEG hatte wegen der damals schon längeren Züge den mittleren Bahnsteig vorm Hbf für sich alleine.

Heute sind die Züge mal mindestens doppelt so lang wie die 6-Achser aus dem letzten Jahrhundert. Wenn man gleichzeitig den Takt halten will, kann das mit der bisherigen Haltestelle allein an dieser Stelle nicht funktionieren, da sind Verspätungen mindestens im Berufsverkehr vorprogrammiert. Es mußten also weitere Bahnsteige her, und vor dem Bahnhof sind diese kaum möglich.

@atarifrosch Ja es dürfte in der Tat ein Platzproblem gewesen sein, auch angesichts dessen das die neuen Bahnen ja in maximaler Länge knapp 60 Meter haben. Man sieht auch in der Draufsicht recht deutlich das die beiden Bahnsteige A und B wesentlich kürzer als C und D sind.

Elegant ist diese Lösung nicht wirklich, zumal sie in Sachen Sicherheit einiges an Problemen mit sich bringt. die Alternative wäre wohl gewesen die Straßenbahnen teilweise auf die andere Bahnhofsseite zu verlagern, aber auch dort hat man sich in Sachen Platz schon ziemlich alles verbaut und die Wege sind lang.

Auch in Heidelberg haben wir btw. solche Probleme. Aber vorm Hauptbahnhof war halt mehr Platz. Außerdem gibt es in Heidelberg auf der anderen Seite des Bahnhofs ja auch noch die inzwischen gut angebundene Straßenbahnhaltestelle und für die Busse noch zahlreiche weitere Steige. Dafür wird die Situation am Bismarckplatz immer ärger. Mal davon ab das man dort seit Jahrzehnten nicht schafft komplett barrierefreie Bus- und Bahnsteige zu bauen.

rnv Rhein-Neckar-Tram: Neue Bahnen für die Metropolregion Rhein-Neckar

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Btw. finde ich es immer sehr ungeschickt räumlich getrennten Bus- und Bahnsteigen den gleichen Namen zu geben, was ja suggeriert das sie beieinander liegen. Aber das geht in dem Fall noch, dass kenne ich aus Heidelberg in wesentlich schlimmer. z. B. an der Haltestelle Technologiepark an der die Steige rund ums Mathematikom verteilt sind. Menschen die sich da nicht auskennen werden da wenn sie umsteigen müssen bei der Suche nach dem richtigen Steig zwangsweise viel Zeit brauchen, zumal es keine entsprechende Beschilderung gibt.
@sascha Das kenne ich von hier, Düsseldorf Bilker Kirche. Haltestellen um die ganze Kirche herum, Busse und Bahnen. Wer sich nicht auskennt, läuft sich 'n Wolf.
@mannheim @sascha Ja, um am Mannheimer Hauptbahnhof mehr Platz für Bahnsteige zu schaffen, müßte man wohl das Heilige Auto zurückdrängen. Das geht natürlich überhaupt nicht. /s
@atarifrosch Es hätte evtl. schon eine Lösung gegeben, eben alle Steige so wie C und D auszurichten. Nur hätte man dafür dann die Ein- und Ausfahrt der Tiergarage ändern müssen. Es ist wie immer in der Stadt, ein ziemliches Platzproblem. Um da tiefgreifende Veränderungen zu ermöglichen, braucht es den nötigen gestalterischen Willen. Der Aufwand wäre auf jeden Fall ein großes Stück größer als bei der jetzigen Lösung gewesen. Will man das so wie es jetzt ist sicher machen, müsste man mit Geländern arbeiten.

@sascha Hachja, die Tiefgarage. Errichtet im Zusammenhang mit den häßlichen Klötzen namens EuroCityCenter (Fotos aus der Bauphase 1994). Da hätte man bereits so viel machen können, denn daß die Straßenbahnen länger werden, war ja schon durch die GT8 klar. Als der Bau losging, fuhren die GT8 schon seit bald drei Jahren.

Aber nein: Auto, Auto, Auto.

1994 / Mannheim 1994 / Bau EuroCityCenter

1994 / Mannheim 1994 / Bau EuroCityCenter

@atarifrosch Ja das autozentrierte Denken ist übel. Betreffs GT8, schau mal kurz ein wenig weiter unten hier rein. Die GT8 war ja damals noch unter 30 Meter lang, die neuen sind in der längsten Variante knapp 60 Meter lang. Gerade diese längste Variante sollte man auf der RNV5 einsetzen, den die ist sehr oft ziemlich überfüllt.
rnv-Blog: Es war einmal die OEG

Die Eisenbahnstrecken der ehemaligen OEG – heute Linie 5 – verbinden seit über 100 Jahren die Metropolregion. Eine spannende Geschichte mit vielen Veränderungen.

@mannheim @sascha Mit GT8 meinte ich einklich die Wagen der MVG, die am 14. September 1991 mit großem Tamtam und Tag der offenen Tür eingeführt worden waren. Sie bestanden aus je zwei alten 6-Achsern, die in der Mitte auseinandergenommen und dann mit einem zusätzlichen Niederflurteil wieder in länger zusammengesetzt worden waren. Sie waren grün-weiß lackiert und fuhren hauptsächlich auf der Linie 30 (heute wieder: Linie 1) zwischen Rheinau und Schönau.

Einer dieser GT8 am Tag der Einführung am Paradeplatz:

Wie lang der genau ist, konnte ich nicht herausfinden. Die Geschichte dazu ist auf dieser Website (kann kein https). Aber schon optisch ist klar, daß sie nicht so lang waren wie die heutigen Fahrzeuge.

Tram2000 Rhein-Neckar RHE-00796