Köln: Protest gegen riesiges Tunnelbau-Projekt
Das "Bündnis Verkehrswende" hatte anlässlich der Stadtratssitzung am 14.11. zu einer Kundgebung aufgerufen. Vor dem Historischen Rathaus versammelten sich etwa 100 Leute, um gegen den geplanten U-Bahn-Tunnel auf der Ost-West-Achse zu protestieren.
Denn die städtischen Verkehrsbetriebe KVB planen das nächste Mega-Bauprojekt, obwohl der Nord-Süd-Tunnel immernoch nicht fertiggestellt ist. Dieser wurde international berüchtigt durch den skandalösen Einsturz des Stadtarchivs an der #Severinstraße 2009, bei dem 2 Anwohner* zu Tode kamen.
Obwohl der kommunale Haushalt auf massive Kürzungen im Sozialen, sowie in Bildung und Kultur ausgerichtet ist (und zugleich der Umbau der Oper über 1 Milliarde Euro kosten wird), planen die Ratsparteien das nächste Drama.
Vom Aachener Weiher über den Neumarkt bis zum Heumarkt soll eine Baugrube jahrzehntelang die Innenstadt durchbohren. Dabei sollen die Stadtbahn-Linien auf bis zu 3 Ebenen in die Tiefe verlegt werden, um mehr Platz für den oberirdischen Autoverkehr zu schaffen.
Jahrelange Staus, Baulärm und Bahnchaos werden sich bis mindestens 2035 hinziehen. In der #Klimakatastrophe wäre dies eine Abkehr von der nötigen #Verkehrswende und bloß ein Gewinn für Bauindustrie und Autolobby.
https://verkehrswende.koeln/events/kundgebung-vor-der-ratssiztung-2024-11-14






