Warum die Grundsteuer-Reform das Wohnen noch teurer macht

Die neue Grundsteuer sorgt nicht nur bei Eigentümern für Verärgerung, sondern auch bei Mietern. Denn Vermieter können die zusätzlichen Kosten auf sie umlegen. Wahrscheinlich wird Wohnen für Millionen Menschen teurer. Von Christiane Cichy.

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#Grundsteuerreform #Eigentümer #Mieterhöhungen

Warum die Grundsteuer-Reform das Wohnen noch teurer macht

Die neue Grundsteuer sorgt nicht nur bei Eigentümern für Verärgerung, sondern auch bei Mietern. Denn Vermieter können die zusätzlichen Kosten auf sie umlegen. Wahrscheinlich wird Wohnen für Millionen Menschen teurer.

tagesschau.de

@tagesschau
Buchstabiert bitte einer unseren Kommunen: AUFKOMMENSNEUTRAL

Oder anders gefragt: Wo sitzen die Profiteure dieser Steuerreform?

@angeldruckt @tagesschau
In der Verwaltung! Bei uns wurde der Hebesatz in 3 Jahren von 495 auf 795 angehoben. Es lebe der Sparwille in der Verwaltung! Jetzt kommt noch die Reform obendrauf! Läuft!😁
@tagesschau @Bundesregierung und genau DAS ist doch auch von der Politik so gewollt. Nur noch die Reichen sollen sich ein menschenwürdiges Leben leisten können.
Es wird gegen das Bürgergeld gehetzt, wo es nur geht. Das Gesundheitssystem so „umgebaut“, dass nur noch Privatversicherte adäquat behandelt werden können oder solche, die Unsummen in Zusatzversicherungen investieren können. Das S bei der SPD ist längst zu einem A geworden und von der Gelben Pest will ich garnicht erst anfangen.
@tagesschau @Bundesregierung Es müsste seitens der Politik ein in Gesetz gegossenes Machtwort geben, dass SOLCHE Kosten eben NICHT weitergegeben werden dürfen, aber dazu hat die deutsche Politik entweder nicht die „Eier in der Hose“ oder aber die Bezahlung durch die diversen Lobbys schmeckt einfach viel zu gut und hierbei ist nicht nur die monetäre Bezahlung gemeint, sondern auch die Bestechung durch „Pöstchen“.

@tagesschau Häuser können sich nicht mal Gutverdiener mehr leisten, Eigentumswohnungen auch oft nicht und für den Rest der Republik ist Mieten schon zu teuer und dann kommt das noch dazu.

Man möchte anscheinend die Menschen in die Arme von Populisten und Faschos schieben

@tagesschau
Das nervigste daran ist, dass selbstbewohnende Eigentümys ein persönliches finanzielles Interesse haben, fehlerhafte Bescheide zu korrigieren, Ausnahmeregelungen zu nutzen und alles durchzusetzen.
Vermietys hingegen haben überhaupt kein Interesse daran, sich da Mühe "für nichts" zu geben, und die Mietys haben nicht die Möglichkeiten.
@tagesschau bestimmt haben die Vermieter die verfassungswidrig niedrige #Grundsteuer zur 100% an die Mieter weiter gegeben und nicht einfach höhere Kaltmieten genommen.

@axre
Die Grundsteuer ist eine Position der "Nebenkosten" in "der monatlichen Miete" (lt. Betriebskostenverordnung) ... aber nicht Teil des "Mietzinses".
Über diese wird, zumindest bei Wohnungen, normalerweise jährlich abgerechnet.

Mietzins
+ Betriebs-/Nebenkosten --> jährl. Nebenkostenabrechnung
= monatliche Mietzahlung

Vermieter können in den Abrechnungen nur nachweisliche Posten angeben ...
... und müssen den Mietern diese auch auf Anforderung belegen.

Ein Vermieter kann natürlich sagen "Hey, ich mußte 1000€ Grundsteuer abdrücken, belaste dir aber nur 666€." ... er kann aber nicht sagen "Ich habe nur 800€ bezahlt, aber weil ich dich doof finde, berechne ich 1234€ Grundsteuer".

(Kann er zwar schon, dann ist die Abrechnung aber falsch ... er müßte dir den Betrag auf Anfrage nachweisen ... kann er natürlich nicht und du kannst das dann sogar nun noch nach 12 Monaten zurückfordern.)

@tagesschau

@Zada_Bury @tagesschau Weiß ich.

Praktisch gedacht:
Man könnte die ohnehin niedrige Grundsteuer also vielleicht auf 0 setzen, und die vorhandene Nachfrage erhöht dann 1:1 die Grundmiete. Das Vermieter gerade im Wettbewerb sind Vergünstigungen weiterzuleiten sehe ich nicht. Nachfrage kann sich auch auf andere Preisbestandteile verteilen.

@axre
Dafür müßte man u.a. Mietspiegel anpassen.

Der Mietspiegel sagt aus, bei welcher Lage (Ortsteil, Straße) ... mit welcher Ausstattung (Fenster, Balkon, Bodenbelag, Stromleitungen, Dusche/Wanne, Stand-WC/Freihängend, ...) welche Miete pro m2 verlangt werden darf.

Spoiler: Gab es vorher eine höhere Miete, muß ich diese nicht absenken. (Bestandsschutz)
Neubauten & möbliert ist raus dabei.

Die meisten Vermieter werden "nahe Mietspiegel" sein ... wenn man Geld rausziehen will auch legal bis zu 10% drüber (oder auch "mehr" - Mieter wird schon den Mund halten, um nicht rauszufliegen).

Grundsteuer in die Miete?
Erhöht gleich direkt mal die Miete.

"Wettbewerb"?
Bestenfalls da, wo niemand wohnen will - in Städten ist es eher ein Wettbewerb, wie hoch man Mieten drehen kann.

Nur wenige sind sozial und sagen "Das reicht an Mietertrag, Maximum brauche ich nicht" - die bekommen dann allerdings leider häufig auch solche "Cat-Ass-Trophy"-Mieter, die sonst überall rausfliegen.

@tagesschau

@Zada_Bury @tagesschau Das sehe ich ähnlich. Mein erster Beitrag dazu war nicht ernst gemeint. Viele Vermieter, nicht alle, nehmen was geht und nicht allzu selten auch mehr als gesetzlich zulässig ist. Daher ist die Aufregung um die Grundsteuern, gerade bei angepassten Hebesetzen, nicht so wild wie dargestellt.

Die Mieten und die Grundsteuerbewertung ist auseinander gelaufen. Die Einheitswerte aus 1964 und 1935 passten nicht mehr.

@tagesschau

Sollte die Grundsteuerreform komplett neutral sein, d. h. einige zahlen (etwas) mehr, andere (etwas) weniger, so dass es sich (so gut wie) komplett ausgleicht?

Immerhin muss man dem Staat zugute halten, dass er die Reform nicht freiwillig gemacht hat, sondern auf Geheiß des BVerfG. Über die Verfassungsgemäßheit der neuen Regelung wurde noch nicht befunden.

@tagesschau Keiner zwingt Vermieter*innen das durchzureichen. Das Problem ist, dass sich fast keine Partei im Bund für einen Mietendeckel oder Mietenstopp, also für Mieter*innen einsetzt.

@Helsravn Und was sollte Vermieter*innen davon abhalten, das durchzureichen? Und wie um alles in der Welt soll Politik verhindern, dass Kosten durchgereicht werden? Beim Vermieten geht es immer im Profit, nicht um Freundschaft.

Der Fehler ist nicht zu wenig politisches Engagement für das Modell Mieten, sondern viel zu viel Engagment für dieses verlogene Konzept.

Wohnungen müssen denen gehören, die sie nutzen. Direkt oder per Genossenschaft. Mieten ist eine Armutsfalle.

@tagesschau