Warum die Grundsteuer-Reform das Wohnen noch teurer macht

Die neue Grundsteuer sorgt nicht nur bei Eigentümern für Verärgerung, sondern auch bei Mietern. Denn Vermieter können die zusätzlichen Kosten auf sie umlegen. Wahrscheinlich wird Wohnen für Millionen Menschen teurer. Von Christiane Cichy.

➡️ https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/grundsteuer-reform-preise-wohnen-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de

#Grundsteuerreform #Eigentümer #Mieterhöhungen

Warum die Grundsteuer-Reform das Wohnen noch teurer macht

Die neue Grundsteuer sorgt nicht nur bei Eigentümern für Verärgerung, sondern auch bei Mietern. Denn Vermieter können die zusätzlichen Kosten auf sie umlegen. Wahrscheinlich wird Wohnen für Millionen Menschen teurer.

tagesschau.de
@tagesschau bestimmt haben die Vermieter die verfassungswidrig niedrige #Grundsteuer zur 100% an die Mieter weiter gegeben und nicht einfach höhere Kaltmieten genommen.

@axre
Die Grundsteuer ist eine Position der "Nebenkosten" in "der monatlichen Miete" (lt. Betriebskostenverordnung) ... aber nicht Teil des "Mietzinses".
Über diese wird, zumindest bei Wohnungen, normalerweise jährlich abgerechnet.

Mietzins
+ Betriebs-/Nebenkosten --> jährl. Nebenkostenabrechnung
= monatliche Mietzahlung

Vermieter können in den Abrechnungen nur nachweisliche Posten angeben ...
... und müssen den Mietern diese auch auf Anforderung belegen.

Ein Vermieter kann natürlich sagen "Hey, ich mußte 1000€ Grundsteuer abdrücken, belaste dir aber nur 666€." ... er kann aber nicht sagen "Ich habe nur 800€ bezahlt, aber weil ich dich doof finde, berechne ich 1234€ Grundsteuer".

(Kann er zwar schon, dann ist die Abrechnung aber falsch ... er müßte dir den Betrag auf Anfrage nachweisen ... kann er natürlich nicht und du kannst das dann sogar nun noch nach 12 Monaten zurückfordern.)

@tagesschau

@Zada_Bury @tagesschau Weiß ich.

Praktisch gedacht:
Man könnte die ohnehin niedrige Grundsteuer also vielleicht auf 0 setzen, und die vorhandene Nachfrage erhöht dann 1:1 die Grundmiete. Das Vermieter gerade im Wettbewerb sind Vergünstigungen weiterzuleiten sehe ich nicht. Nachfrage kann sich auch auf andere Preisbestandteile verteilen.

@axre
Dafür müßte man u.a. Mietspiegel anpassen.

Der Mietspiegel sagt aus, bei welcher Lage (Ortsteil, Straße) ... mit welcher Ausstattung (Fenster, Balkon, Bodenbelag, Stromleitungen, Dusche/Wanne, Stand-WC/Freihängend, ...) welche Miete pro m2 verlangt werden darf.

Spoiler: Gab es vorher eine höhere Miete, muß ich diese nicht absenken. (Bestandsschutz)
Neubauten & möbliert ist raus dabei.

Die meisten Vermieter werden "nahe Mietspiegel" sein ... wenn man Geld rausziehen will auch legal bis zu 10% drüber (oder auch "mehr" - Mieter wird schon den Mund halten, um nicht rauszufliegen).

Grundsteuer in die Miete?
Erhöht gleich direkt mal die Miete.

"Wettbewerb"?
Bestenfalls da, wo niemand wohnen will - in Städten ist es eher ein Wettbewerb, wie hoch man Mieten drehen kann.

Nur wenige sind sozial und sagen "Das reicht an Mietertrag, Maximum brauche ich nicht" - die bekommen dann allerdings leider häufig auch solche "Cat-Ass-Trophy"-Mieter, die sonst überall rausfliegen.

@tagesschau

@Zada_Bury @tagesschau Das sehe ich ähnlich. Mein erster Beitrag dazu war nicht ernst gemeint. Viele Vermieter, nicht alle, nehmen was geht und nicht allzu selten auch mehr als gesetzlich zulässig ist. Daher ist die Aufregung um die Grundsteuern, gerade bei angepassten Hebesetzen, nicht so wild wie dargestellt.

Die Mieten und die Grundsteuerbewertung ist auseinander gelaufen. Die Einheitswerte aus 1964 und 1935 passten nicht mehr.