Gleisbauarbeiten finden einfach im laufenden Betrieb statt. Immer wenn eine Tram kommt, oder sich wenigstens ein paar Trams aufgestaut haben, werden die Arbeiten unterbrochen und die Straßenbahnen durchgewunken, und dann geht es weiter als wäre nichts gewesen.
Mit 3 Hongkongdollar (35 Cent) pro Fahrt ist es trotz der letzten verhältnismäßig starken Preiserhöhung von 15% ein ziemlich günstiges Verkehrsmittel. Bezahlt wird beim Austieg mit Octopus Karte oder mit Münzen die einfach in ein sehr Großes Sparschwein geworfen werden.
Die Lego-Tram für die ich 3 verschiedene Toys‘R‘Us Filialen abklappern musste, weil es diese limitierte Version nur in ihrem Flagshipstore in Tsim Sha Tsui gab, habe ich natürlich auch mit der Tram transportiert.
Ganz vergessen, die geöffneten Fenster sind natürlich auch praktisch, weil man dann auf den Fotos keine Spiegelungen hat.
Wenn ihr mal als Bewegtbild sehen wollt, wie es sich anfühlt auf dem beliebtesten Platz der ganzen Tram zu sitzen und was man dabei alles entdecken kann: Ich habe damals ein 36 Minuten langes Video gemacht. https://www.youtube.com/watch?v=CHZRWFrrJjs
Hong Kong Tramways at night 4K (2023-02-17)

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Zum Stadt angucken und genießen oder für kurze Strecken ist die Tram super. Ein bisschen langsam ist sie allerdings schon. Wenn’s also schnell gehen muss nimmt man dann lieber die parallel zur Tram verlaufende U-Bahn der Island Line.
Die MTR ist das wohl wichtigste Verkehrsmittel in Hong Kong und eins der modernsten U-Bahn-System der Welt. Mit 10 Linien mit teilweise einem 2-Minuten-Takt, transportiert sie täglich fast 5 Millionen Menschen. Die Linien unterscheiden teilweise voneinander. Leider habe ich viel zu wenig Bilder gemacht, deswegen kann ich euch nur ein paar wenige Linien vorstellen.
Die relativ neue South Island Line fährt vollautomatisch und man kann vorn raus gucken und hat den besten Blick auf das Innere der Tunnel.
Die deutlich längere East Rail line, fährt ganz in den Norden bis an die Grenze nach Shenzhen. Als wir vor einem Jahr da waren, war die Grenze noch dicht und wir konnten aus dem Bahnhof auch nicht raus um einen Blick auf die Stadt zu werfen. Dieses Jahr könnte man da mit deutschem Pass sogar ohne Visum rüber.
Es gibt aber noch einen anderen Zweig der Linie. Dieser führt zum neuen Grenzübergang Lok Ma Chau. Dort konnten wir Shenzhen immerhin vom Bahnsteig aus und aus dem Zug heraus sehen.
Aber zurück zur East Railway Line: Diese war früher teil einer anderen Eisenbahngesellschaft. Das kann man noch daran erkennen, dass die Bahnsteige, im Gegensatz zu den anderen Linien, keine Bahnsteigtüren haben. Die Kowloon–Canton Railway Corporation wurde dann 2007 von der MTR übernommen.
Ich weiß nicht warum, aber ich finde es schon ein bisschen befriedigend, wenn sich Bahnsteigtüren synchron zu den Zugtüren schließen.
Richtungsbahnsteige kennen wir ja hier auch. In Hong Kong werden die Tunnel zweier kreuzender Linien so geknotet, dass jenachdem an welchem der zwei aufeinanderfolgenden Bahnhöfen man umsteigt am gegenüberliegenden Gleis in die unterschiedlichen Richtungen der gleichen Linien fahren kann. Das ermöglicht sehr effiziente umsteige.
In welche Linie und Richtung man am aktuellen Halt umsteigen kann, wird auch in älteren Zügen mit kleinen Lampen auf dem Liniennetzplan über den Türen visualisiert.
Eine Linie der ganz besonderen Art ist die Disneyland Resort Line. Sie hat nur zwei Stationen und wie der Name schon vermuten lässt ist sie einzig und allein dazu da Menschen ins Disneyland zu bringen. Sei es zur Arbeit oder zum Spaß. Und genau so sieht sie auch aus.
Am anderen Ende der Linie ist genau nichts. Der Bahnhof Sunny Bay dient einzig und allein als Umsteigestation zur Disneyland Resort Line. Ansonsten rauscht dort der Airport Express durch und es hält die Tung Chung Line. Mit der kommt man aus der Stadt nach Tung Chung auf Lantau Island. Was es dort für ein Spannendes Verkehrsmittel gibt zeige ich euch das nächste mal. Solange hier noch ein Bilder vom Airport Express und dessen eingebauten LED-Fortschrittsbalken.
Kommen wir, wie versprochen zum nächsten Verkehrsmittel in Hong Kong: Der Seilbahn auf Lantau Island. Wie so viele Seilbahnen ist auch die Ngong Ping 360 Cable Car eher eine Tourismusattraktion. Doch sie löst auch ein reales Verkehrsproblem.
Sie führt auf den Berg zum Po Lin Kloster und dem Tian Tan Buddha. Die 34 Meter hohe Buddha Statue aus Bronze ist noch gar nicht so alt: Sie wurde erst Anfang der 1990er Jahre gebaut. Sie wiegt 250 Tonnen und besteht aus 202 Einzelteilen.
Diese Bauteile wurden alle über eine sehr schmale Straße mit starken Steigungen und engen Kurven transportiert. Allein dies ist eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass das größte Einzelteil 7800kg wiegt und einen Durchmesser von mehr als 6 Metern hat.
Und genau diese Straße stellte nach der Fertigstellung ein Problem dar: Die tausenden Tourist*innen mussten mit Bussen über diese enge und gefährliche Straße, die fast um die halbe Insel führ, auf den Berg gebracht werden. Die Straßen im Südteil der Insel sind so gefährlich, dass selbst PKW die Straßen nur tagsüber und mit Sondergenehmigung befahren dürfen.
Ich war tatsächlich angespannt, als ich diese Straße mal mit dem Bus gefahren bin. Es gab Schilder, die zum Testen der Bremsen aufforderten.
Um die Straße, die auch die einzige Verbindungsstraße zum Südteil der Insel ist, zu entlasten entschloss man sich eine Seilbahn auf den Berg zu bauen. Diese verkürzt die über eine Stunde dauernde Busfahrt auf eine 25 minütige Seilbahnfahrt mit großartiger Aussicht auf Berge, Meer, Dörfer und Wasserfälle.
Doch auch der Bau der Seilbahn war ein Ambitioniertes Projekt. Da sie mitten durch einen Naturpark führt, sollten möglichst wenige Pfeiler gebaut werden. Gleichzeitig muss sie aber auch den starken Taifunwinden und Erdbeben standhalten. Und das bei Spannweiten von bis zu 1,5 Kilometern und bis zu 585 Metern über dem Meerespiegel.
Zwei der Pfeiler befinden sich mitten im gebirgigen Naturpark, ohne vorhandene Zufahrtswege. Deswegen wurden die Bauteile für die Masten mit zwei Helikoptern angeliefert. Weiteres Baumaterial wurde mit Hilfe von 6 Maultieren, die bis zu 120kg tragen konnten, über einen steilen Pfad angeliefert. Die Tiere wurden extra dafür aus Kanada importiert.
Außerdem wurde ein befestigter Rettungspfad angelegt, der teilweise aus hölzernen Treppen und Stegen besteht um das Unwegsame Gelände sicher überqueren zu können. Dieser ist auch als öffentlicher Wanderweg zugänglich. Das ist übrigens der Weg, der mich zu meinem Thread über die hongkonger Wasserversorgung brachte: https://chaos.social/@ubahnverleih/112112490470537716
ubahnverleih (@[email protected])

Attached: 1 image Ihr kennt das doch auch, dass ihr etwas zu einem 8500km entfernten Wanderweg recherchieren wollt und dabei denkt ihr habt einen Fehler in OpenStreetMap gefunden, stellt dann aber fest, dass es sich um einen 7,2 Kilometer langen Wassertunnel mit 5 Metern Durchmesser von 1966   handelt? 🧵

chaos.social
Die Seilbahn führt auch zwei mal übers Meer, da sich eine Winkelstation auf der Flughafeninsel Chek Lap Lok befindet. – Eine mittlerweile fast 20 Quadratkilometer große künstlich aufgeschüttete Insel.
Aber diese ist eine Geschichte für ein andermal.
Nun also zum Hongkonger Flughafen. Ist ja auch ein Verkehrsmittel und passt damit in diese Reihe. Doch die Geschichte beginnt eigentlich mit einem anderen Flughafen: dem Alten Flughafen Kai Tak, der 1998 geschlossen wurde. 🧵
Der alte Flughafen Kai Tak lag mitten in der Stadt und seine Landebahn war ein in das Hafenbecken aufgeschütteter Damm. Dies war auch die einzige Bahn des Flughafens – Und trotzdem war er einer der Flughäfen mit dem größten Flugaufkommen der Welt. Zu der einen Bahn, der anspruchsvollen Wetterlage und der Lage mitten in einem der dichtbesiedelten Orte der Welt kam ein extrem komplexer und Außergewöhnlicher Anflug hinzu. [Fotos von Ywchow]
Der instrumentengeführte Anflug führte nicht wie üblich auf das Ende der Bahn, sondern auf einen Berg zu. Kurz vor dem Berg musste dann eine 48° Rechtskurve geflogen werden, um direkt auf die Bahn zu treffen. Die Spitze des Berges wurde weggesprengt um bei Landeabbruch einen freien Flugweg zu gewährleisten. Um besser erkennbar zu sein wurde der Berg mit einem rot-weißem Schachbrettmuster bemalt das dem Berg seinen Namen gab: Checkerboard Hill.
In Erinnerung daran wurde das Muster 2021 erneuert.
Da in den 1980ern der Flughafen zu klein wurde, zu viel Geld da war und man auch nach der bevorstehenden Übergabe Hong Kongs an China den Fortbestand des kapitalistischen Systems sichern wollte, wurde ein Ausweichort für einen neuen Flughafen gesucht. Das ist nicht einfach auf einem Territorium, das vor allem aus steilen Bergen und kleinen Inseln besteht – das ließ sich aber kombinieren: Aus zwei bergigen Inseln wurde einfach eine große Flache Insel gemacht.
Der Flughafen war aber nur ein Teil des Projekts. Die Flughafeninsel befindet sich 35 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und das südlich der Insel gelegene Lantau war damals infrastrukturell so gut wie unerschlossen und nur mit einer kleinen Fähre zu erreichen. Deswegen mussten Straßen und Bahnstrecken mit mehreren Kilometer langen Tunneln und Brücken bis auf die Insel gebaut werden. [Ein Teil der auf den Bildern zu sehenden Brücken sind aber neuere Projekte]
Seit 2018 beginnt auf der Flughafeninsel auch die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke – Mit 29,6 Kilometern die längste Überwasser-Brücke der Welt. Um die Durchfahrt von großen Schiffen in die Häfen von Hong Kong, Shenzhen und Guangzhou zu ermöglichen, enthält die Brücke auch einen 6,7 Kilometer langen Unterseetunnel. Die Schiffsquerung als Brücke zu realisieren, war aufgrund der Höhenrestriktionen durch den Flughafen nicht möglich.
Zwar gilt sowohl in Hong Kong als auch in Macau Linksverkehr, aber auf Grund des Anschlusses nach China gilt auf der Brücke Rechtsverkehr. Aufwendige Straßenkonstruktionen an den Zollabfertigungen erlauben einen Nahtlosen Spurwechsel von Links auf Rechtsverkehr.
Und weil es so beeindruckend ist, habe ich auch noch ein Satelliten-Zeitraffer generiert, das neben dem ursprünglichen Flughafenbau auch den Bau der Zollinsel, der dritten Landebahn und der Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke zeigt. Außerdem ist unten mittig das Thung Chung East New Town Extension Land Reclamation Projekt zu sehen ist.
[Habe dafür manuell Landsat 4/5 und Landsat 8/9 Bilder von sentinel-hub raus gesucht.]
Ich merke schon: Ihr bervorzugt schienengebundene Verkehrsmittel. Zum Glück hat Hong Kong da noch einige zu bieten – zum Beispiel die Peak Tram. 🧵
In den 1870er Jahren hatten sich einige Kolonialbeamte an der Spitze des Victoria Peaks angesiedelt, da hier ein kühlereres Klima als unten in der Stadt herrschte. Allerdings waren diese Häuser auf Grund der steilen Hänge von der Stadt aus nur anstrengend zu erreichen – scheinbar waren auf diesem Weg sogar die Sänften zu unbequem.
Also musste ein neues Verkehrsmittel her.
Im Jahr 1881 beantragte Alexander Findlay Smith den Bau einer Standseilbahn. Nachdem er 1883 die Genehmigung erhalten hatte, wollte Smith aber nichts überstürzen und ging erst mal auf Weltreise – Um sich Standseilbahnen und Zahnradbahnen mit ähnlichen Anforderungen anzusehen – schließlich sollte es die erste Standseilbahn in ganz Asien werden. 1885 wurde dann mit dem Bau begonnen.
Bereits 1888 wurde die 1,465km lange Bahn fertiggestellt und förderte mit ihren 4 Zwischenstationen die Besiedlung der dazwischen gelegenen "Mid-Levels". Aber auch die Anzahl der Gebäude auf dem Peak stieg an.
Ungewöhnlich an der Bahn ist die breite Spurweite von 1520mm –was der sowjetischen Spurweite entspricht.
Heute dient die Peak Tram vor allem Tourist*innen zum erreichen des Victoria Peaks – aber sie ist auch selbst eine Attraktion. Die Steigung von bis zu 48% hat es in sich und fühlt sich an wie eine sehr langsame Achterbahn. – Im Ernst, als ich da runter gefahren bin, konnte ich mich nicht so wirklich auf den schönen Anblick konzentrieren, weil meine Gedanken sich eher damit beschäftigten, wie das Backup-Bremssystem wohl funktioniert. (Ich war allerdings auch hoffnungslos übermüdet)
Die Peak Tram ist so beliebt, dass es bis zu 2 Stunden lange Warteschlangen kam. Deswegen wurde das System von 2018 bis 2022 komplett erneuert, um größere Wagen einsetzen zu können. Die neuen, längeren Doppelwagen können nun bis zu 210 Fahrgäste befördern - vorher waren es maximal 120 Passagiere pro Fahrt.
Wenn ihr übrigens mal auf dem Peak seid, ignoriert die teure Aussichtplattform über der Peak Tram Bergstation und lauft die Lugard Road um die Bergspitze – Da gibt es die deutlich spektakuläreren Aussichten im angenehmen Umfeld und einen kleinen Wasserfall.
Aber bleiben wir doch gleich bei den erwähnten Mid-Levels: Ein Stadtteil, dessen Straßen so steil sind, dass die Bürgersteige aus Treppen bestehen. Und hier erwartet uns ein für Hongkonger Verhältnisse relativ junges Verkehrsmittel. 🧵
Die Mid-Levels-Escalators wurden 1993 fertig gestellt und sind ein überdachtes Rolltreppensystem das die Mid-Levels mit Central verbindet. Es besteht aus 18 Rolltreppen und drei Laufbändern und ist insgesamt 800 Meter lang und überwindet eine Höhe von 135 Metern. Damit ist es das längste überdachte outdoor Rolltreppensystem der Welt.
Die Rolltreppen sind nur einspurig – sie können also nur in eine Richtung gleichzeitig laufen. Deswegen ändert sich die Richtung je nach Tageszeit: Von 6 bis 10 Uhr morgens laufen die Rolltreppen nach unten, um die Bewohner*innen der Mid-Levels nach Central zu bringen und ab 10:20 Uhr bis Mitternacht rollen die Treppen nach oben. Für die Gegenrichtung gibt es überall parallel Treppen oder Wege.
Das eigentlich spannende an den Treppen ist aber der Blick nach links und rechts. – Hier ergeben sich spannende Blickwinkel auf die Stadt.
Und manchmal muss man auch nach unten gucken.
Mit ein bisschen Glück wartet auf den Treppen eine Katze darauf gestreichelt zu werden.
Die Mid-Levels-Escalators sind so erfolgreich, dass im Stadtteil Sai Ying Pun mittlerweile ein ähnliches System existiert und in Fortress Hill gerade ein weiteres gebaut wird.
Übrigens sind Rolltreppen in Hong Kong deutlich schneller als in Deutschland. Die Rolltreppen in den U-Bahnstationen laufen wohl mit 0,8m/s. Die maximal zugelassene Geschwindigkeit in der EU sind 0,75m/s. Welche Geschwindigkeit in unseren Bahnhöfen üblich ist, habe ich auf die Schnelle nicht rausgefunden.
Oh diese ganzen Warn-Plakate zur Rolltreppensicherheit hatte ich schon wieder vergessen. Die U-Bahn-Gesellschaft, hat sogar eine eigene Webseite dazu – für die auf diesen LED-Displays in den Bahnen geworben wird. (Ja, natürlich musste ich die alle Fotografieren!)
Mein Lieblingsplakat hat zwar nichts mit Rolltreppen zu tun, wollte ich euch aber trotzdem zeigen.
Ah, und diese LED-Displays – die können übrigens Farbe und sogar Bilder. Sieht man ihnen auf den ersten Blick gar nicht an – und irgendwie glaube ich, dass das mit den Bildern ursprünglich gar nicht vorgesehen war und jemand da sehr viel Zeit rein investiert hat um den Dingern das beizuhacken. Wenn ich mich richtig erinnere war dieses Bild sogar animiert.
Kommen wir zu einem weiteren Verkehrsmittel, welches das Straßenbild von Hong Kong prägt: Die Taxis - 的士 🧵
Im ganzen Territorium gibt es über 18.000 lizensierte Taxis. Sie machen damit zwar nur 3% der Autos aus, da sie aber nahezu 24h am Tag im Einsatz sind (und private Autos meistens in Parkhäusern versteckt geparkt sind) dominieren sie die Straßen so stark, dass man oft mehr Taxis als andere Autos sieht.
Der Betrieb eines Taxis benötigt eine Lizenz – aber seit 1994 werden keine neuen Lizenzen mehr ausgestellt. Die bestehenden Lizenzen dürfen aber übertragen werden – weswegen diese Lizenzen öffentlich gehandelt werden und damit zu einer Art Spekulationsobjekt geworden sind. Die Preise für eine Lizenz schwanken zwischen umgerechnet 500.000€ und 850.000€.
Die Lizenz ist aber nur an das Fahrzeug gebunden, nicht an die fahrende Person. Die Taxibesitzer:innen vermieten daher die Lizenz/Fahrzeuge in der Regel stundenweise an die Fahrer:innen. Damit sind die Fahrzeuge häufig 24 Stunden am Tag mit unterschiedlichen Fahrer:innen im Einsatz.
Die Taxis haben drei verschiedene Farben: Die Farben geben an in welchen Bereichen die Taxis operieren dürfen. Die roten bedienen Hong Kong Island und Kowloon, die grünen Taxis große teile der New Territories und die blauen auf Lantau Island und Chek Lap Kok. Einige wichtige Verbindungsrouten dürfen von allen befahren werden.
Ich habe zwar über 200 Fotos mit Taxis drauf gemacht. Aber da ich nicht oft in den New Territories war und es von den Lantau Taxis nur 75 Stück gibt, habe ich fast keine Fotos von den grünen und blauen Taxis. Deswegen müsst ihr jetzt mit diesen verrauschten Raritäten vorlieb nehmen.
Die Preise für Taxifahrten sind verhältnismäßig günstig. Ich habe gerade ein bisschen rumgerechnet und mit den Tarifen verschiedener deutscher Städte verglichen: Die Hongkonger Preise sind in etwa die Hälfte. Allerdings kosten Haustiere und Vögel extra – 5 Hongkongdollar pro Stück (60 Cent).
Ah, noch ein Wort zu den Taxifahrer:innen. Die meisten sind schon ziemlich alt, und bei einigen macht es den Eindruck, als wenn sie nicht mehr im Besitz ihrer vollen Sehkraft sind. Die Fahrer bei denen ich mitgefahren bin sprachen oft gar kein Englisch. – Auf jeden Fall immer ein kleines Abenteuer.
Zu Weihnachten habe ich für euch ein weiteres Hongkonger Verkehrsmittel. – Und weil ich doch weiß, dass ihr Schienenfahrzeuge ganz besonders mögt, geht es heute um das Hong Kong Light Rail System.

@ubahnverleih Das mit den alternden Menschen in Taxis ist mW in Japan auch ein Problem inzwischen...

Glaub es gibt inzwischen sogar vereinfachte Prüfungen um auch Ausländern die Arbeit zu ermöglichen.

@ubahnverleih

Interessant. Kann mich gar nicht mehr genau dran erinnern wie das 1996 war. Lantau war damals jedenfalls noch eine echte Insel ohne Anschluß via Brücke ans Festland.

@echopapa aber mit 75 Taxis!
@ubahnverleih Wir sind damals mit ner kleinen Fähre nach Silvermine Beach geschippert (bin mir nicht ganz sicher, ob das damals auch schon der Mui-Wo Ferry Pier war) und dann mit einem kleinen Bus zum Po Lin Kloster gefahren.
@echopapa ah interessant, damals ist man über Silvermine Bay dahin. Aber gut, war wahrscheinlich damals größer als Tung Chung und man spart sich die gefährliche Tung Chung Road
@ubahnverleih Das ist ja wie mit den Kassensitzen für Psychotherapeut*innen hierzulande.
@ubahnverleih das Bild ist was besonderes.
@ubahnverleih ohh ja, das fand ich auch ziemlich impressive :O

@ubahnverleih Keine speziellen Hinweise zu Gummischuhen (was auch immer darunter zu verstehen ist)?

Ist in Taiwan fast überall.

@multiburst kann ich mich gerade nicht dran erinnern.

@ubahnverleih

Die Münchner Rolltreppen laufen mit 0.5m/s. Während der Wiesn laufen die Rolltreppen an der Theresienwiese mit 0,68m/s

@ubahnverleih Möglich sind 0,5 / 0,65 / 0,75 m/s, üblich sind 0,65 m/s
@nblr das habe ich auch rausgefunden. Gehe deswegen davon aus, dass die in den Bahnhöfen 0,65m/s sind, weil 0,75m/s wäre ja schon so nah an den 0,8m/s, dass einem der unterschied gar nicht so sehr auffallen würde
U-Bahn im Oktoberfest-Modus: Rolltreppen mit mehr Tempo

Süddeutsche Zeitung
@ubahnverleih ich würde mir lieber eine U-Bahn leihen wenn ich könnte aber eine Rolltreppe als Infrastruktur ist etwas besondereres
@ubahnverleih Und es gibt ein paar schöne Abstiege durch einen kleinen Nationalpark runter nach Kennedy Town, wo man dann an der Endhaltestelle der Tram als erster einsteigen und direkt nach vorne oben gehen kann.
@janwuppertal muss ich mir merken. Bis jetzt bin ich nur mal die old hill road hoch gelaufen.