André Kroll @millerntorpirat, der Social-Media-Teamleiter des @NDR, spricht beim #BerlinFediday darüber, wie die #ARD ins Fediverse kam.

Die gute Nachricht: @tagesschau und @NDR werden hier bleiben.

Die schlechte Nachricht: Die ARD-Leute, die sich im Fediverse engagieren wollen, müssen sich ständig vor Leuten rechtfertigen, für die nur Reichweite und Konversionsraten zählen.

Update: Nach der Diskussion unter diesem Tröt muss ich eingestehen, dass der vorige Absatz etwas reißerisch formuliert ist. Was ich eigentlich meinte: Auch in großen Organisationen kommt es immer darauf an, dass Einzelne das tun, was sie für das Richtige halten, und nicht erst auf Anweisungen von oben warten. Und wenn sich Leute mit Visionen untereinander vernetzen, erhöht sich die Aussicht auf Erfolg. Also: #bildetNetze!

@chpietsch
Das Rechtfertigen (habe ich das Wort genutzt? 🤔) betrifft nicht nur Mastodon, es werden regelmäßig alle Accounts auf allen Plattformen bewertet - was nicht erfolgreich ist, muss im Zweifel neuen Projekten weichen. Die Bewertung erfolgt nach harten KPI (Abos, Reach pro Post, Interaktionsrate, erreichtes Publikum etc.), aber es kommen auch andere Werte zum Tragen (Auftrag, Image etc.) Mastodon hat zwar schlechtere Zahlen, aber da erreicht man imo die progressiven Multiplikatoren. 🙂
@millerntorpirat Das kann ich nicht beschwören. Aber #KPI kam sicher vor, und wofür das steht, werde ich gleich recherchieren.

@chpietsch
KPI = Key Performance Indicators, also Bewertungskennzahlen. 🙂

Wir sagen zum Beispiel: Ein vergleichbarer Account hat Reichweite x, also muss unser Account das auch erreichen. Oder einen Vorjahreswert übertreffen. Das wird dann nach 6, 12, 24 Monaten gecheckt bzw. auch die Zwischenergebnisse.

@millerntorpirat Bei den privaten Sendern verstehe ich das ja noch. Aber warum müßt ihr mit so einem spitzen Bleistift rechnen?

@chpietsch

@hamiller_friendica Es muss eben alles ökonomisiert werden. Dieses „muss jedes Jahr mehr werden“ ist bei gleichbleibender Bevölkerungsgröße auch ein bisschen kurz gedacht.

@millerntorpirat @chpietsch

@hmwilker @hamiller_friendica @chpietsch
Das stimmt, es gibt kein ewiges Wachstum. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel wird eine herausfordernde Zeit auf uns alle zukommen.

KPI sind ja nur die eine Vorgabe, es gibt auch qualitative Aspekte - zudem kann oft auch gut begründet werden, warum die Ziele nicht erreicht wurden. Wer aber dauerhaft ein Programm produziert, für das es offensichtlich kein Publikum gibt, macht was falsch. Das wird durch KPI-Ziele vermieden.

@millerntorpirat Solange die KPI den ÖRR-Auftrag halbwegs abbilden…

@hamiller_friendica @chpietsch

@millerntorpirat
1/2 Zuerst: Danke, dass Du Dich so engagierst hier!
Die Bewertung von getätigter Interaktion ist mindestens genauso wichtig, wie irgendein Link-Geklicke. Besonders TV+Radio nutze ich nicht online sondern via Satellit mit Fernseher+Radio. Ich lese hier etwas und merke es mir für den Sendetermin o.ä. Da gibt es nichts zu messen bei mir (und solchen, die es genauso machen).Die Interaktion ist der Puls des Fediverse. Nicht die Litfaßsäule.
@hmwilker @hamiller_friendica @chpietsch
@millerntorpirat
2/2 Wo ihr gut messen könntet, wäre die Einbindung von Mastodon bei Sendungen, wo Zuschauer mitdiskutieren können. Das läuft immer via X oder FB etc. Hier wäre eine prima KPI zu machen! Du ahnst nicht, wie froh hier einige wären, wenn das umgesetzt werden würde. Oder Sondersendungen nicht nur via Youtube/Insta sondern über Peertube oder sie hier (nicht live) einstellen. Kann man auch prima messen. Öffnen+Interagieren=gute KPI-Werte
@hmwilker @hamiller_friendica @chpietsch