@senficon isso...
Weil Menschen das Problem sind...
Ich denke, es ist durchaus gerechtfertigt, häufiger das eindeutige Wort "Realitätsleugner" statt "Klimaleugner" zu verwenden, da es noch klarer (hoffentlich) für alle ausdrückt, wie verloren diese Position ist.
Bei "Klimaleugner" fühlen sich womöglich einige immer noch bestätigt. Was natürlich auch schon extrem ist.
Ich sehe da keinen Widerspruch: Der Klimawandel ist eine sehr komplexe Realität.
Viele Dinge sind nur so lange einfach, solange mensch nicht tiefer in die Materie eintaucht.
Bitte nicht komplex mit kompliziert verwechseln!
Für Laien mag der Klimawandel kompliziert erscheinen. Wer aber bestimmte physikalische Betrachtungsweisen verstanden hat oder dafür offen ist, sie sich erklären zu lassen, kann manche Naturvorgänge vorwärts und rückwärts beschreiben. Unten findet sich ein Diagramm (Spektrum), das den Endpunkt einer Vorwärtserklärung des Klimawandels und den Ausgangspunkt einer Rückwärtsbeschreibung bilden könnte - natürlich mit Zwischenstops, um eine verwendete Methode oder grundlegende Vorgänge zu erklären.
Wenn sich die Aussage, daß der Klimawandel "komplex" sei, darauf bezieht, daß da ungeheuer viele Moleküle, verschiedene innere Molekülzustände und Strahlungsvorgänge beteiligt sind, stimmt der Einwand natürlich. In der Physik ist vieles nur statistisch sinnvoll zu erfassen. Temperatur ist eine Größe zur statistischen Beschreibung von mikroskopischen Teilcheneigenschaften.
Statistik regiert nicht nur den Treibhauseffekt/Klimawandel, das Werfen eines Würfels und die Ziehung der Lottozahlen. Auch die Anzahl der Verkehrstoten pro Jahr hat eine Statistik, wo man an manchen Parametern drehen kann (wie ehemals mit der Gurtpflicht).
Die Einzelvorgänge des Treibhauseffekts mögen komplex sein; die Statistik macht sie handhabbar.
Was ich als komplex bezeichne, ist beispielsweise das zwischenmenschliche Verhalten. Zum Beispiel kann man die Kriege in der Ukraine und in Gaza küchenpsychologisch mit persönlichen Interessen der Beteiligten, der Wirtschaft, der Militärstrategie, Historie, wirtschaftlichen Interessen usw. zu erklären versuchen. Die Erklärungen dürften in Deutschland, im Iran und in Nepal unterschiedlich ausfallen. Aber Kriege sind Realität und nicht zu leugnen.
Der Klimawandel ist auch eine Realität wie die Existenz der Sonne, der Erde und der Atmosphäre. Deren Zusammenwirken läßt sich mit der Physik in Deutschland, im Iran und in Nepal auf dieselbe Weise erklären, wobei noch Platz für verschiedene Forschungsrichtungen ist, beispielsweise zum besseren Verständnis der Wolkenbildung, des Wolkeneinflusses, der Meeresströmungen und von Sondereffekten in sehr kalten Regionen (negativer Treibhauseffekt in der Antarktis) etc..
Man kann den Klimawandel auch leugnen - aus persönlichen Interessen, Interessen der Wirtschaft und wegen politischer Nützlichkeit ohne Rücksicht auf Verluste andernorts.
Insofern: Manche Realitäten sehen 'komplex' aus, sind es aber nicht unbedingt. Jeder Mensch KÖNNTE den Klimawandel leichter verstehen als die zwei Kriege.
@senficon Solche Schlagzeilen bestätigen die Leute doch nur in ihrer Ansicht.
Als würde ein 100-km/h-Tempolimit auf Österreichs Autobahnen Überschwemmungen verhindern.
Da fühle auch ich, als ökologisch bewußter Mensch, mich veralbert.
(Jaja, jedes bißchen hilft; aber jeder einzelne Beitrag ist auch marginal, so daß man durchaus geteilter Meinung sein kann, ob genau dieser oder jener sich lohnt.)
Wenn ich dies Argument bei jedem Beitrag gelten lasse, kommen wir vermutlich nie weiter.
Eine einzelne kleine Zigarettenkippe an der Bushaltestelle hingeworfen ist an sich auch kein Drama. Aber...
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zigarettenstummel
Nur sieht es leider so aus, als wäre die Möglichkeit, dass uns wegen einer globalen Klimaveränderung unsere Lebensgrundlage komplett kaputt gehen kann, ziemlich real ist.
Da meine ich, dass es sich lohnt, auch kleine(re) Beiträge ernst zu nehmen.
Mein Eindruck ist, dass zahlreiche Gegner eines Tempolimits da den Ernst der Lage immer noch verdrängen.
Insofern geht es um eine Konsensfindung, die auch Konsequenzen im Handeln hat.
@senficon
Das Wasser geht auch wieder weg. Dann durchgewischt und ein wenig repariert. Kommt immer mal wieder vor.
Nach langer Dürre und extrem hohen Temperaturen wird's auch wieder kühler mit Regen und so. Kommt immer mal wieder vor.
Immer diese Panikmache der linksfaschistischen Klimafetischisten!!1!!!111!!