Noch mal für die Debatte über Strompreise: Wer in Deutschland neue AKW bauen will, die bekanntlich in den Stromgestehungskosten über PV+Speicher oder Wind liegen, macht nicht nur die Megawattstunden teurer, die dem AKW abgenommen werden (müssen), sondern aufgrund der Funktionsweise der Strombörse auch allen anderen Strom. Ergo: Wer Atomkraftwerke baut, schadet der Volkswirtschaft massiv. Beweis: Stromlieferverträge der neuen AKW in Großbritannien und Finnland

@ulrichkelber Diejenigen, die das fordern, sind imho stumpfe Populisten, die den "Hauptfeind" in den Grünen ausgemacht haben und DENEN will man größtmöglich schaden.
ALLE anderen sind nur Kollateralschäden.

Deren Schaukel stand zur Hälfte schon IM Haus in meinen Augen. 🤬

@ulrichkelber Ganz abgesehen davon, dass ein neues AKW in DE frühestens in 10 Jahren fertig für die Stromproduktion wäre.
@PiiiepsBrummm @ulrichkelber Du kannst auf das "frühestens" nochmal locker 10-25 Jahre draufpacken, angesichts der Bauzeiten der letzten neuen Reaktoren in Europa. :P
@Weirdaholic @ulrichkelber
Absolut. Insbesondere, weil Söder wohl keines am Wöhrder See haben möchte. Wäre ja quasi in seinem Garten.
@ulrichkelber Das Thema Strompreis in D hat mit einem "Marktpreis" genauso wenig zu tun wie Zitronenfalter Zitronen falten...
@ulrichkelber , geschweige der sozialisierten Folgekosten für Abriss und Lagerung des Mülls für viele hunderttausend(!) Jahre.
@ulrichkelber ist ja egal solange die Grünen schuld sind.

@ulrichkelber Das ist das erste Argument in diese Richtung, das ich bisher gehört habe, das die (leider nun einmal notwendigen) Kosten für Speicher berücksichtigt. Finde ich gut. 👍 Bisher hatte ich immer den Eindruck, man möchte mich mit vollkommen unrealistischen Fantasiezahlen verarschen, was nicht gerade vertrauenserweckend gewirkt hat.

(Auch wenn weiterhin die schlimmsten Negativbeispiele als Referenz herhalten müssen, aber das ist okay, I guess.)

@neo Danke für die Rückmeldungen. Aber Hinckley Point, Flamersville und Finnland sind die einzigen Beispiele in demokratisch regierten Staaten Europas, oder?
@ulrichkelber In diesen Ländern war es (afaik) der erste Neubau seit Jahrzehnten, was den Bau jeweils massiv verteuert hat (verlorenes Know-How etc.). In Serie gebaut wären Kosten (und Zeitbedarf) wie in Südkorea oder Japan wohl realistischer (plus möglicherweise das, was strengere Regulierung ausmacht). Wäre wahrscheinlich trotzdem noch teurer als Renewables + Speicher (gerade bei massiv fallenden Kosten für Speicher). ;D
@ulrichkelber Der Bau von neuen AKW ist vollkommen Irrelevant! Bis jetzt weis keiner was sich aus den explodierten AKW entwickelt! Des weiteren haben neue AKW Bedingungen die in weiten Teilen nicht mehr Herstellbar sind! Frankreichs neuester Atommeiler wurde bereits mehrmals wieder abgeschaltet! Die Bauzeit betrug 17 Jahre die Kosten mehr als 12 Milliarden € 33 Milliarden waren geplant! Kühlwasserprobleme werden weiter zunehmen!

Wieso? Ich denke Sie haben es falsh (oder ich).

Als PV, PV+Specher oder Wind sind billiger als AK und wenn die nach anfrage genügend liefern, dann muss AKW auch billiger verkaufen.

Und wenn die billigen nicht genügend liefern, dann
wird die nächst billigste verkauft bis zum die Anfrage gefültt ist.

Und als AK billiger als Fossilenergie ist, dann macht AK die preisen billiger.

AKWs sind Privat und konkurrieren am Börse.

Mehr AK bedeutet weniger teure Fossilenergie!

@ulrichkelber

@HuK Niemand baut ein AKW, wenn es keine Abnahmegarantie bekommt. Das zeigen F (systemimmanent), GB und Finland. Dann ist der Strom aber im System und beeinflusst die Strompreisbildung
@HuK 2023 betrug bei Hinkley Point C der garantierte Abnahmepreis bereits 14,7 Cent pro kWh und er steigt mit Inflationsausgleich weiter, insgesamt 35 Jahre …

Die Bauen von neue AKWs ist (auch) eine geschäftliche Entseidung.

TVO AG hat AKW OL3 in FI gebaut auf die Antrag von Industrie, weil die Industrie Vorhersagbarkeit wollte.

Den Preis stimmen sie auch miteinander und das ist unabhängig von Börsenstrompreis.

@ulrichkelber

@HuK Ein Großteil der Defizite durch die Baukostensteigerung wird von Areva und damit einem Staatskonzern getragen, der hoffnungslos überschuldet ist, ergo zahlt der Staat. Auch die Kredite für den Bau wurden mit Staatshaftungen künstlich verbilligt. Die Börsenpreise sagen also nicht die Wahrheit
@ulrichkelber und dazu viele negative Seiteneffekte, da auch die Dynamisierung von Stromverbrauch und die damit einhergehende Innovation verhindert wird. Auch Problem aus Datenschutzperspektive - da wir uns dann weiter aus dem Thema raus ziehen wundern wir uns dann dass Wechselrichter über chinesische Server gesteuert werden. Und dann muss schnell wieder Regulierung her weil man Execution verpasst hat!
@ulrichkelber
Kann man ja jetzt wahlpopulistisch gut fordern. So eine Fertigstellung AKW passiert erst in frühestens 25 Jahre.
@ulrichkelber nicht zu vergessen, dass der Rückbau und dessen Kosten dann auch gerne von Staat übernommen werden muss, falls die Firma davor "zufällig insolvent" geht.
https://mastodon.social/@claasgefroi/113106620749905521

@ulrichkelber

Es lohnt nicht, über den populistischen Unsinn zu AKW in D zu reden.

Aber warum sollte ein Kraftwerk mit Abnahmegarantie den Preis an der EEX hochtreiben?

Bisher haben Kraftwerke mit Abnahmegarantie dazu geführt, dass das Handelsvolumen an der EEX kleiner wurde und dadurch höherpreisige Gebote tendentiell weniger zum Zuge kamen.

@elottermann Der punkt ist das Kernenergie halt nicht billiger sein kann als erneuerbare.

D.h. solange es noch kernkraftwerke und diese kaputten strommärkte gibt, wird das weiterhin ein faktor bleiben der natürlich nicht von den einzelnen großabnehmern aufgefangen sondern fleissig im netz sozialisiert wird.

@hackbyte

Sagte ich doch, dass ich AKW nicht diskutieren will.

Denken wir uns irgend ein anderes Kraftwerk mit garantierter Abnahme zu irgend einem beliebigen Preis.

Warum soll das zu einer Verteuerung des Börsenpreises führen?

Wer unsere Strommärkte kaputt nennt, schuldet eine plausible Idee, wie Erzeugung und Verbrauch im europäischen Verbundnetz stabil gehalten werden können.

@elottermann weil die Abnahmegarantie ähnlich wie beim EEG geregelt ist, zunächst am Markt handeln und dann das Defizit ausgleichen

@ulrichkelber

Ja, so wie für die EEG Anlagen hätte ich mir die Umsetzung einer garantierten Abnahme über die Börse auch vorgestellt. Das führt aber zu einem geringeren Börsenpreis, weil garantierte Abnahmen zu 0ct oder auch negativen Preisen eingestellt werden, damit sie garantiert einen Zuschlag bekommen.

@ulrichkelber
Hmm nee, das stimmt nicht. Der Börsenstrompreis wir stark fallen und noch viel negativer werden, weil AKWs nicht gut steuerbar sind. Das macht die notwendigen Subventionen für AKW noch höher und den Bau noch unsinniger. Das ist ein rein politisches Projekt. Ökonomisch macht es Null Sinn.
@ulrichkelber ist doch eigentlich ganz einfach. Bei EEG Anlagen wird ja auch schon lange gefordert, dass sie sich selbst am Markt behaupten müssen. Gleiches gilt für AKW. Keine staatliche Förderung. Vor Bau des AKW muss geklärt sein, wo der Müll bleibt und der Betreiber muss das Endlager erstellt haben ( ein bisschen Zuschuss bekommt er, wenn wir den alten Müll mit reinpacken können). Außerdem muss er nachweisen wie er sicherstellt, dass das Endlager dauerhaft betrieben wird.
@ulrichkelber außerdem muss er nachweisen, dass er eine entsprechende Versicherung für das AKW hat, Rücklagen für den Rückbau vorweisen und das AKW so fahren können, dass EE Strom Vorrang im Netz hat.. Er kann ja solange H2 produzieren 😁
Bin gespannt, ob sich dann ein Betreiber findet.