Das BMBF stellt also seinen Mastodon-Account still (auf den ohnehin seit November 2023 nichts mehr veröffentlicht wurde) und nutzt nur noch Social Media Kanäle kommerzieller Anbieter? Geht man auf die Website des Ministeriums, sieht man schnell, dass dort nur ein Teil der Informationen frei zur Verfügung gestellt wird. Bürger:innen müssen also ein Tracking ihres Verhaltens durch Nicht-EU-Unternehmen hinnehmen, um sich vollständig über das Handeln eines Bundesministeriums zu informieren? Wow!

@ulrichkelber "...und nutzt nur noch Social Media Kanäle kommerzieller Anbieter?"

Nicht nur das es bleibt auch auf einer Plattform wo ein Faschist das sagen hat und der nichts gegen Hass & Hetze unternimmt und mittlerweile auch nicht davor zurück schreckt Hitler zu vergöttern. Aber gut, steckt halt die FDP hinter dem Ministerium und die hat sich ja auch schon mehr als 1x klar und deutlich positioniert.

@ulrichkelber Vielen Dank, ich schätze Ihre Arbeit sehr.
@ulrichkelber welche Mittel hätte due Zivilgesellschaft bzw ihre Bürger, anderes einzufordern?

@Ruhrnalist @ulrichkelber

Brief oder Fax an die Hausleitung.

"Hiermit beschwere ich mich gemäß Artikel 17 Grundgesetz bei Ihnen über..."

""Ich erwarte, dass Sie umgehend bei ni X aussteigen..."

Und parallel dazu eine Petition beim P-Ausschuss des Bundestages mit ähnlichem Anliegen für alle Ministerien.

Unter dem Originalposting sind genug Argumente und Phrasen, das ist vielleicht was für einen verregneten Sonntag.

@Ruhrnalist @ulrichkelber

Alle 4 Jahre bei der Bundestagswahl. Piraten wählen, dann klappts auch mit der digitalisierung.

@Life_is aus eigener Erfahrung? Nein. ;-)

Das Problem ist nicht der politische Wille sondern:
a) der Föderalismus
b) die Finanzierung
c) der notwendige Kulturwandel in Ämtern und Behörden
d) geeignete Software (und Hardware)
e) geeignete Mitarbeiter*innen
f) Support

Der Marsch durch die Institutionen, nicht nur politisch sondern auch was die Digitalisierung betrifft, ist mühsam und langwierig. Daran ändern auch andere Wahlergebnisse wenig.

@ruoff @Life_is

Da ist ein Mensch 19 Jahre Bundestagsabgeordneter. In den 19 Jahren Erfahrungen im Bundestag, mit Ministerien und Ämtern. Was hat er da eigentlich wahrgenommen? War er ständig entrückt, wie manchmal der Hl Franzikus, der ansonsten ein praktischer Mensch war. Jeder der nicht Bundestagsabgeordneter war und keiner Partei angehört, aber das heitere Treiben in Ministerien und Behörden erlebt hat, wundert sich und wer sich schriftlich äußern kann, der schreibt einen Text wie Ihren.

@ruoff

Die piraten haben Als einzige eine Software gemacht. Liquid Threads. Und es könnte eine geeignete Software sein.

Die anderen parteien haben eine zugangssoftware lange verhindert und dann mit Luca die schlechteste zu einem höchsten Preis gekauft.

@Ruhrnalist @ulrichkelber Wie wäre es mit regelmäßigen Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz und ggf. einem Streit darüber, ob Informationen, die nur bei Einwilligung in ein Tracking ersichtlich werden, "öffentlich zugänglich" sind?
@ulrichkelber Andere Ministerien verschwenden ja auch noch Steuergelder an X, FB und Co.
@ulrichkelber Es ist einfach viel zu anstrengend sich mit bürgernahen sozialen Netzwerken zu befassen, da schmeißen die Beamten lieber hin und lassen sich von Microsoft und andern IT-Konzernen pampern
@ulrichkelber Leute verstehen das nicht als Problem. Wir haben als Gesellschaft über 35 Jahre akzeptiert, dass Menschen als Ablageort für ihre wichtigen Dokumente „in Microsoft Word“ angaben. „In YouTube“ ist die logische Weiterentwicklung für zugängliche und entdeckbare Dokumentation und Kommunikation. Die nächste Stufe ist wahrscheinlich in „MS Teams“ oder „in ChatGPT“. Was man dort nicht findet, hat nie existiert. Ideal, wenn man ein Land ohne Geschichte sein möchte.
@ulrichkelber Ist es den Nutzern nicht zuzumuten, sich auf einer Internetseite über Sachverhalte zu informieren? Warum muss eine Bundesbehörde überhaupt Informationen in Sozialen Netzwerken veröffentlichen, wenn sie eine eigene Homepage betreibt?

@DS_Friend @ulrichkelber

Weil die Leute die Website ignorieren (zu Recht), aber bei X sind und nicht bei Mastodon.

Und das ist so, weil die Leute bei X die Infos der Ministerien in verstehbarer Form finden.

@Life_is @DS_Friend @ulrichkelber

ich glaube nicht, daß für deutsche Behördentexte Twitter/x ein geeignetes Medium ist - oder wure das Zeichenlimit jetzt dort aufgehoben?

@echopapa @DS_Friend @ulrichkelber

Tatsächlich ja. Für die Accounts mit blauem Haken hat Elon das 280 zeichenlimit schon vorlangem aufgehoben. Ebenso für Videos.

@Life_is @DS_Friend @ulrichkelber

Aber auch in 280 Zeichen paßt sicher praktisch kein Text des BMBF. Schon die Watzinger Begrüßung auf der Homepage kratzt am Standard-Mastodon-Limit.

@ulrichkelber Super Toot..wenn jetzt noch ein Seitenhieb käme, dass das eine angebliche "Bildungsinstitution" ist ;-)

@ulrichkelber

Superentscheidung, wenn die EU demnächst X und FB wegen DSA EUweit sperrt.

@ulrichkelber
Und das ist einer der Gründe, warum ich grundsätzlich mit Werbeblockern das Web besuche.
Neben Werbung (die selbst auch häufig genug als Tracker verwendet werden), werden auch Tracker geblockt.

Wohl gemerkt nicht alle, aber besser als gar nichts.

Ich vermisse die Zeit, in der man Webseiten nicht mit hunderten von Trackern, 50 "legitiemes Interesse" Werbepartner, und auch sonst unnötig viel Werbepartner zukleistern musste.
Caspar C. Mierau (@[email protected])

Ich habe mit #IFG eine Anfrage zur Stilllegung des Mastodon-Accounts des @[email protected] gestellt: https://fragdenstaat.de/a/316845 (Nur echt mit Typo!)

tldr.nettime
@ulrichkelber Überwachung durch den Hintereingang!
@ulrichkelber Wow, extrem peinlich. Wie kann man Digitale Souveränität so wenig verstehen und das auch noch als deutsches Ministerium.

@ulrichkelber

Wundert uns das?

Unser staatliches Bildungswesen zelebriert eine so offensichtliche Digitalisierungsverweigerung, dass es nur konsequent ist, wenn es alle "Entgleisungen" im Keim erstickt.

@ulrichkelber Das ist traurig und für mich nicht nachvollziehbar. Ganz ehrlich, das kann nur (politischer) Unwille sein, oder sehen sie andere plausible Gründe? Zumal es ja eine existierende „Bundesinstanz“ gibt.
@ulrichkelber
Das @BMWK ist leider auch nicht mehr aktiv. Ich habe mal eine E-Mail ans @BMWK geschrieben hier die Antwort:

@BlackPanter004 @ulrichkelber @BMWK

Danke, immerhin mal ein wenig etwas zu den Gründen dahinter. Dass man das nicht genau so schon im Abschieds-Post transparent erklären konnte, anstatt da nur salopp "Tschüss, wir sind jetzt nur noch bei den Datenkraken 1..n" zu sagen, ist leider ein weiteres Beispiel für das Versagen bei der Kommunikation.

@BlackPanter004 @ulrichkelber @BMWK

Ich hab in Mathe eigentlich immer ganz gut aufgepasst, und damals war "alle" echt nah an "die meisten". Mit der Argumentation müsste man also als oberste Priorität einen RSS-Feed oder Mastodon anbieten, denn beides erreicht alle Menschen ohne jeglichen Account.

@ulrichkelber

Für das Fediverse ist es ein Schlag in die Gesichter von Entwickler*innen, die an der Föderierung von Fakten arbeiten.
Oder an besseren Moderationslösungen, der Einbindung von Wissen und OpenData.
Wir haben an der Föderation von wikidata und wikibase gearbeitet, haben föderiertes geocoding spezifiziert, wir arbeiten an einer bridge zu OpenStreetMap,
andere arbeiten an der Föderation der Bücher, des gedruckten Wissens und gleichzeitig arbeiten die Erfinder*innen an E2EE …

Bei alldem wäre es die Aufgabe eines Ministeriums (mit den wichtigsten Multiplikatorfunktionen), so etwas zu unterstützen und nicht zu torpedieren.
Stattdessen werden hyperkapitalistische Desinformationsportale oder Spielefirmen mit Millionen unterstützt.

Staat, schlag uns nur immer mitten ins Gesicht. @bmbf_bund

@ulrichkelber das ist übrigens richtig krass. riecht wieder als ob da nicht genug geld oder sehr viel geld geflossen wäre.
@ulrichkelber Was meint wohl @CIO_Bund dazu? Ach warte, auch nur TwiX. 😓

@ulrichkelber

Und die Ministerin gehört zu welcher Partei? Korrekt...

@ulrichkelber oder wie man viel öfter schreiben sollte „meldete auf dem vor allem von Rechtsextremen und deutschen Bundesministerien genutzten, früher Twitter genannten sozialen Netzwerk …“
@ulrichkelber
Bemerkenswert ist ebenfalls dass für technisch nicht unbedingt erforderliche Cookies um den Webseiteninhalt anzuzeigen (z.B. „Al_SESS-S“, „JSESSIONID“) keine Einwiligung nach §25 Absatz 2 Satz 2 TDDDG eingeholt wird.
Das gleiche gilt übrigens auch für die Webseite des BfDI und viele andere Webseiten der öffentlichen Verwaltung.
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