Junge Erwachsene sind immer unglücklicher
Das junge Erwachsenenalter galt in der Forschung lange als die glücklichste Zeit des Lebens. Das hat sich geändert. Grund sind unter anderem Social Media und globale Krisen. Von A. Braun.
Junge Erwachsene sind immer unglücklicher
Das junge Erwachsenenalter galt in der Forschung lange als die glücklichste Zeit des Lebens. Das hat sich geändert. Grund sind unter anderem Social Media und globale Krisen. Von A. Braun.
@pasci_lei @tagesschau Ist sie objektiv abgefuckter als früher? Ich glaube, das ist eher ein mediales Problem.
Die Menschen vereinsamen mit dem Smartphone in der Hand. Wir sind mit der Welt in Kontakt, aber mit niemandem mehr persönlich verbunden. Und die Industrie macht uns vor, wir müssten nur ein noch teureres iPhone kaufen, im in dieser emotionalen Wüste instant Superstar zu sein.
Die Medien haben sich generell komplett verändert in den letzten 40 Jahren. Früher gab es Tagesschau und BILD. Da wusste man, wie man die einsortieren musste. Heute setzt das Drecksblatt den Standard. Die allgegenwärtige mediale Desinformation und Manipulation macht die Leute krank. Nichts stimmt mehr, alles ist übertrieben, verdreht und gefärbt, um als Clickbait zu dienen. Selbst die Öffentlichen machen mit. Für Menschen mit dem Medienkonsum von 20-jährigen gibt es keine stabilen Wahrheiten mehr, an denen man sich orientieren kann.
Die Welt funktioniert schon noch, aber unsere mediale Parallelwelt ist strukturell kaputt.
@papageier @pasci_lei @tagesschau
Das wird schon irgendwo ein Faktor sein aber mit Sicherheit nicht der größte.
Es ist Unterkomplex einem Medium das so viel Aufmerksamkeit frisst wie kein anderes alle Probleme zuzuschreiben.
Mich persönlich deprimiert(e) viel mehr
- Faschismus ist wieder groß im kommen
- reiche werden immer reicher
- trotz Aufstieg habe ich nicht den gl. Lebensstandard wie meine Eltern
- die Klimakrise entwickelt sich munter weiter
...
@papageier @pasci_lei @tagesschau
In dem Beitrag sagt sogar eine Person die zu dem Thema forscht:
"Denken wir an die globalen Krisen, denken wir an die planetare Krise, denken wir an Kriege, denken wir aber auch an den Verlust von Werten, auch die Bedrohung von Demokratie, auch die Bedrohung der persönlichen Sicherheit, dann der Anteil der sozialen Medien."
Die Reihenfolge und Priorität ist Recht eindeutig.
Wenn ich auf meine Eltern / Großeltern blicke: Die haben aufs Maul bekommen, wenn sie nicht "funktionierten" - und sie hatten längst nicht so viel Freiheit in der Entfaltung, vieles wurde ihnen vorgegeben. Entsprechend glaube ich nicht daran, dass wir aussagekräftige und vergleichbare Informationen haben, was deren Glücksempfinden zwischen 18 und 29 betrifft. Mit "Internet und Medien sind schuld" entlarvt sich der Artikel für mich. Diese Sau wird seit Jahren durchs Dorf getrieben.