@ArneBab @ThankYouForTheFish
Methan für's Middle Miocene vor 15mio Jahren gibts nicht. Der Blue Ice Bohrkern von 2022 ist noch nicht genau datiert und das CH4 darum noch nicht bis 2.7mio Jahre zurück kartiert. Bisher nur das Holozän.
Diesen Winter wurde ein Blue Ice Kern geborgen, der 6Ma Jahre zurückgeht. Analyse und Datierung noch in weiter Ferne.
Aber auch 6Ma sind noch Äonen weg von 15Ma.
Vor 15Ma war die Sahara noch bewaldet = innerkontinental viel Regen und darum viel Methan.
Der Sahara-Wald hat auch den Jetstream beeinflusst, den Asiatischen Monsoon und ElNino/LaNIna.
Und Russlands Norden war immens viel größer, siehe Karte = im Sommer viel Feuchtgebiete + Methan.
Und im Miozän fehlten fossile Verbrennungsprozesse mit ihren NOx Emissionen – einem Precursor für OH radicals, deren Job als Methan-Senke es ist, Methan kaputt zu schießen.
Da musste die atmosphärische Methan-Senke sich wohl allein aus Feuern regenerieren.
Aber Grasland, das sich sommers leichter entzündet als Wald, gab's damals weniger als heute.
Die Prärie in USA war zB. noch Wald. Es wird also weniger gebrannt haben als heute. Zumal heute die Biome verwundbar in Anpassung begriffen sind. Also war NOx damals niedriger als heute, nehm ich an.
Und je nach Methan-Senke, entstand aus 1000 ppb Methan irgendwann 1 ppm CO2 für die Ewigkeit.
Aus 3000ppb CH4 wurde dann also bei heutiger Methan-Senke alle 10 Jahre 3 ppm CO2 mehr.
Noch mehr, falls die Senke kleiner war, was ich annehme. Und noch mehr, falls Methan höher war als 3000ppb, was ich ebenfalls annehme.
Und weil's so warm war, war auch das Methan-aktive Gebiet größer als heute. Heute sind es ja hauptsächlich tropische Feuchtgebiete, und die neuen Feuchtgebiete im tauenden Permafrost natürlich, die am CH4-Rad drehen.
Damals reichten die tropischen Feuchtgebiete im Sommer vll bis auf die Höhe Bremens – auch weil die Alpen so niedrig waren und nicht als Klimagrenze fungierten wie heute.
Und Feuchtgebiete im heute ariden WestChina und Mongolei? Gebirge und Hochebenen da gab's ja noch nicht.
Und weil's so warm war, sind vll die küstennahen Hydrate im flachen Wasser >200m Tiefe langsam vor sich hin geschmolzen und ließen auch noch Methan in die Atmosphäre entweichen. Kann ich mir vorstellen.
Vll ist die langsame Hydrat-Schmelze ein Grund für hohe Werte in der CO2-Berechnung aus dem kalifornischen Ozeansediment? Es stammt ja vom damals und heute flachen Kontinentalschelf.
Ich nehme an, die vor-industriellen 700ppb CH4 waren im Mittel-Miozän vor 15 mio Jahren fünf oder vll gar zehn mal höher. Uuups.😁