Heute 17:05 im #DLF: *Streitkultur*.

Frage: "Ist die #Klimabewegung tot?"

Moderiert von @ManfredGoetzke
diskutierte ich mit Axel Bojanowski von der @welt
diese Frage.

Spoiler: nicht die Klimabewegung ist tot, sondern der #Klimaschutz.

Ich bin mit meiner Performance eher unzufrieden.

1. falle ich dem Bojanowski zu oft ins Wort, wenn er Quatsch redet: das mag nachvollziehbar sein, kommt aber schlecht rüber.

2. muss ich noch an der "it's all Verdrängung"-Erzählung in so nem Kampfsetting arbeiten.

#Lehrgeld

https://www.deutschlandfunk.de/streitkultur-100.html

Streitgespräch - Streitkultur

Eine zugespitzte Frage, zwei Gäste, zwei konträre Positionen - dazu eine Moderatorin oder ein Moderator und ein weites Themenspektrum, jeden Samstag um 17.05 Uhr. Das ist das Konzept der neuen Sendung "Streitkultur". Sind wir zu politisch korrekt? Passen Religion und Aufklärung zusammen? BER und Stuttgart 21 - hat Deutschland das Bauen verlernt? Den Streit wert sind Kunst und Musik, Glaube und Wissenschaft, Lebensstil und politische Kultur. Eine gleich bleibende Debattendramaturgie sorgt für klare Standpunkte, dann folgen echter Austausch, Abwägen und gemeinsames Nachdenken. Im besten Fall wird der Titel so eingelöst, dass wir genau das vorführen: Streit-Kultur.

Deutschlandfunk
@muellertadzio Zur Selbststrukturierung bei solchen Gesprächen hab ich mir inzwischen ein paar Intros zurechtgelegt, die zuerst mal mit einer grundsätzlichen Bewertung einleitet und dann mir selbst eine Vorgabe gibt, in welcher Reihenfolge ich die Details abarbeite. Zum Beispiel: "Das war natürlich größtenteils populistischer Quatsch, aber ich korrigiere mal von hinten nach vorne die eben gehörten Behauptungen...".
@muellertadzio Alternativ kann man auch in die eigenen Talking Points umleiten, zB "Wir kennen all diese Strohmannargumente natürlich an denen man hofft, dass wir uns dran abarbeiten. Ich beschränke mich daher lieber mal auf die wesentlichen Fakten - dann ist auch sofort klar, worum es wirklich geht..."
@muellertadzio Bonus: Es gibt ja auch gerne den Versuch, wieder auf die Talking Points des Gegners umzusteigen, zb "Ja, aber was sagen Sie denn nun zu den Argumenten von Herrn Knödeldorfer?"
Da kann die Antwort sowas sein wie "Nicht viel, die haben ja keine Grundlage in der Realität. Die sieht ja so aus:..." und zurück zu den eigenen Talking Points.
@muellertadzio Es ist gar nicht so wichtig, auf alles einzugehen. Gegen Populisten kann man in Diskussionen nur bestehen, wenn man quasi in allen Varianten sagt "Was der sagt ist ausgedacht, was ich sage sind Fakten." Das aufzubauen und durchzuhalten ist die Wand, die ihn in der Rechtfertigungsposition hält und mir 1 Satz Clapbacks erlaubt.
Zb: "Es gibt ja Studien, die sagen..."
"Es gibt eine, die kommt von einer Lobbygruppe, und 1000 wirklich wissenschaftliche, die das Gegenteil sagen."
@muellertadzio gegen einen Bojanowski ist man immer derjenige, der in die Herrenrunde mit gediegener Musik reinplatzt, rumschreit und die Teetassen zerdeppert. Das liegt an der Ausgangslage: die Macht ist verteilt, und wenn man sie haben will muss man sie erstmal an sich reißen. ist auch der Grund warum es so leicht ist, diese Stimmen mit "aber doch nicht in diesem Ton!" zum Schweigen zu bringen.
@muellertadzio Selbstkritik macht immer Sinn, aber insgesamt fand ich Deine Performance hervorragend, Tadzio! Kann natürlich auch an meinem Konfirmation-Bias liegen...
Ich fand aber auch interessant, wie die Argumentationslinie gegen die Klimabewegung geführt wurde, a la: "Die haben uns zu wenig Spielraum gelassen, deshalb haben sie sich isoliert." Naja, wenn man halt alle Scheinlösungen außen vor lässt, dann bleibt eventuell halt nicht mehr viel übrig, was einfach, komfortabel und wirksam ist..
@mitscherdinger vielen dank für deine worte! ich hab absurd hohe erwartungen an mich selbst, das kann auch der grund sein.
@muellertadzio Nur ein Kritikpunkt fällt mir ein: "Klimaschutz ist zu teuer" muss man dann schon in den richtigen Rahmen setzen. Er ist vergleichsweise billig, wenn man die Konsequenzen zu KEINEM Klimaschutz mit einberechnet. Und natürlich ist es der ärmere Teil der Bevölkerung, dem es gerade zu teuer wird - aber die sind auch nicht diejenigen, die den Klimawandel hauptsächlich verursacht haben. Lasst also die Reichen die Zeche zahlen, dann bekommt man das auch finanziert!