1/ Das Gespräch mit #Hoyer ist auch online. Ich kenne ihr Buch nicht und weiß nicht, was es taugt. Aber hier ist das Statement des Schriftstellers Marko Martin zu der Frage, ob die Sieger die Geschichte schreiben:

https://youtu.be/ny5VSfVh8B0?t=1223

Er sagt, dass es falsch sei, dass der #Osten nicht vorkäme, denn „das ist der ostdeutsche Historiker Stefan Wolle, das ist der ostdeutsche Historiker Sascha Ilko Kowalschuck, da sind Frauen wie Freya Klier, wie Anna Rabe, wie Ines Geipel.“

Und genau das ist mein Punkt. Vielleicht kann es jetzt jemand verstehen. Fachwissenschaftler sind Stefan Wolle und Sacha Ilko Kowalschuk, Freya Klier und Ines Geipel sind Zeitzeuginnen. Anne Rabe ist nichts davon. Sie könnte die Tatsache, dass sie die #DDR nicht erlebt hat, durch gute Recherche ausgleichen, das hat sie aber nicht getan. Die Arbeiten von Historikern sollten, bevor sie veröffentlicht werden, einen Begutachtungsprozess durchlaufen. Das ist für Essays von Zeitzeuginnen nicht der Fall. Und so kommt es dann zu abenteuerlichen Statements in der FAZ von Ines Geipel, die in den gesamtdeutschen Diskurs eingehen.

#AnneRabe wurde mir von einem Bremer Politikwissenschaftler als Quelle genannt. Marko Martin nennt sie in einem Atemzug mit Historikern.

Anne Rabe hat ein Gruselbuch über das Leben einer Familie in der DDR geschrieben. Sie spielt mit negativen Emotionen (Spinnen, Mütter, die früh aufstehen müssen, Babys hinter Glasscheiben) und ansonsten ist es kein Sachbuch, wie sie selbst sagt. Wenn es irgendwie wissenschaftlich begutachtet worden wäre, dann wären die ganzen inhaltlichen Fehler hoffentlich jemandem aufgefallen.

taz lab 2024: Eine neue Geschichte der DDR - Gespräch mit Katja Hoyer und Marko Martin

YouTube

2/ Hier zu den Statements von #InesGeipel. Sie ist Professorin für Versmaß und keine Historikerin. Unten ist Geipels Äußerung zum #Holocaust aus der @FAZ. In meinem Blog-Post zeige ich, dass der #Holocaust stets und ständig im Leben aller DDR-Bürger*innen präsent war (z.B. über Briefmarken, Straßennahmen, Denkmäler, Schulbildung, Filme, Bücher). Die Schlussfolgerung ist, dass Ines Geipel und auch #AnettaKahane entweder gelogen haben oder keine Ahnung haben. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

https://so-isser-der-ossi.de/2019/09/01/der-ossi-und-der-holocaust/

#Osten #Westen #Geschichte #DDR

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Der Ossi und der Holocaust - So isser, der Ossi

Es wird immer wieder, auch von Ossis, behauptet, der Holocaust wäre im Osten nicht thematisiert worden. Das ist falsch, wie ich hier ausführlich zeige.

So isser, der Ossi

3/ Der zweite Historiker, der genannt wurde, war Ilko-Sascha Kowalczuk. Ich kenne ihn nur von seinen Artikeln in der taz, nicht seine Fachaufsätze. In einem taz-Artikel schreibt er, dass der #Faschismus der #noAfD kein reines Ostzonenproblem ist. Soweit bin ich mit ihm einer Meinung, aber dann leitet er aus behindertenfeindlichen Äußerungen ab, dass die DDR ein prä-faschistischer Staat war.

https://so-isser-der-ossi.de/2023/07/12/mein-gott-walther-die-ddr-als-prae-faschistischer-post-faschistischer-und-faschistischer-staat-und-ueberhaupt/

Das ist etwas gewagt, spiegelt die Bemühungen um Integration in der DDR nicht wieder. Auch die allgemeine Atmosphäre war anders.

Ich habe eine frühere Diskussion hier – auch mit @peer s Beiträgen – damals zum Blog-Post gemacht:

https://so-isser-der-ossi.de/2023/07/12/mein-gott-walther-die-ddr-als-prae-faschistischer-post-faschistischer-und-faschistischer-staat-und-ueberhaupt/

Der Blog-Post enthält einen haarsträubenden Leserbrief, der sich auf die Redensart „Mein Gott, Walther!“ bezieht. Weiß noch jemand, wo die herkommt?

Ich habe mich bei der Leserbriefredaktion beschwert, aber die fand alles prima und wollte das nicht korrigieren.

Und da ist dann wieder die Frage: Wer schreibt die Geschichte? Wer macht die Zeitungen? Wieso kann da so ein ... Zeug veröffentlicht werden? Der Zugang zum Diskurs ist eben nicht gleichberechtigt.

Ja, klar, Ost-Historiker. Aber eben welche, die passen.

Es ist ja auch schwer: Wie findet man denn nun Historiker, die wissen, wie es damals war, die keine roten Socken sind, aber auch nicht das vor Wut und Hass erblindete Gegenteil. Wie findet man jemanden, der objektiv ist und sich auskennt. Zeitungsmenschen können das nicht einschätzen. Ist eben schwierig.

Ich hatte ja mal den Ossi vom Dienst (#OvD) vorgeschlagen, der immer alles noch mal liest, bevor es in die freie Wildbahn rausgeht.

#Osten #Westen #Faschismus #Ossis #Wessis #Geschichte

Mein Gott, Walther! Die DDR als prä-faschistischer, post-faschistischer und faschistischer Staat und überhaupt. - So isser, der Ossi

Die­ser Blog-Post ist aus einer Mast­o­don-Dis­kus­si­on ent­stan­den. Weil sie so schön war, habe ich sie hier noch ein­mal ein biss­chen sor­tiert und für die Nach­welt archi­viert. Die­ser Bei­trag kann Spu­ren von Sar­kas­mus und sogar Wut enthalten. Die taz hat am … Weiterlesen →

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