Julian Reichelt verbreitet Inhalte, die sich nur schwer von der AfD-Propaganda unterscheiden lassen. Trotzdem ist er fest davon überzeugt, zwar rechts zu sein, aber kein Rechtsextremist oder gar Faschist zu sein. Und damit hat er teilweise Recht. Zwar behauptet er, kein Antisemit zu sein und stellt sich auf die Seite Israels – das kaufe ich ihm auch ab. Aber gleichzeitig bietet er Antisemiten und Rassisten eine Bühne, lässt Aussagen unkommentiert stehen oder übernimmt diese Positionen in einem abgeschwächten Maße, um seine eigenen Positionen zu stärken.
Seine Methoden ähneln denen seines großen Vorbilds Tucker Carlson. Er erzählt nie die ganze Geschichte, spart Teile aus, interpretiert absichtlich falsch und macht Andeutungen auf Verschwörungstheorien. Meines Wissens hat er sich auch gegen die #AfD positioniert. Dennoch wählt der größte Teil seiner Zuschauerschaft genau diese.
#Reichelt ist gegen #Wokeness, gegen #Migration, gegen #Feminismus, gegen den "Wohlfahrtsstaat" und gegen den #Klimaschutz. Damit trifft er genau die aktuellen Themenfelder der AfD und die Überzeugungen von Friedrich #Merz, der die CDU inhaltlich genauso ausrichten will. Aber Reichelt ist eben auch gegen Antisemitismus. Kann er deswegen kein Rechtsextremist und kein Faschist sein?
Für mich sind Menschen wie Reichelt, aber auch Merz, unabhängig von streitbaren Labeln, vor allem eins:
Menschenfeinde.
