@MichaelimOdenwald @StefanMuenz @chrisstoecker @KlimalisteBW
Heute erzählt Toni gar nix mehr, weil er mundtot gemacht wurde.

Damals "kam das nich an", weil es nur alle Jubeljahre mal vorkam. Dann hing sein überraschend zur Debatte angebotene #Einfamilienhausmoratorium zusammenhangslos im luftleeren Raum. Es wurde dann schnell medial abgelöst von irgendeinem anderen, rrechten Aufhänger. Und was in der Bevölkerungserinnerung blieb, waren ein paar journalistische, uninformierte und abwehrende, ja abwertende Reaktionen darauf.

Wenn das aber eingebunden ist in so eine neue 48h-Offensive, wo sich der Aufhänger vom Freitag mit dem Aufhängr vom Montag sinnvoll verbinden lässt, und sich der Brüller vom Mittwoch auch noch irgendwie anschließt – denn so machen es Merz und Söder mit ihren AKW, den Geflüchteten, den Bauern usw – dann entsteht langsam, aber stetig ein griffiges Bild. UND: dadurch werden auch Journalisten klimaklüger, und mit ihnen die Bevölkerung.
Die 48h Aufhänger werden dann irgendwann nicht mehr nur von uninformierten Journalisten "berichtet" und abwertend kommentiert, sondern weil sie sich einen Fundus von Quellen zulegen werden, zB Fachleute, wiss. Publikationen, vll wird der WG2 vom IPCC auch endlich mal unters Kopfkissen gelegt, wie sich das für Polit- und Econ-Journalisten gehört, damit sie langsam mal begreifen, warum ihre alten Stiefel nix mehr taugen und alles nur schlimmer und schlimmer machen.

Damit die Journos das tun, und damit darüber auch eine informierte Debatte entstehen kann, die in die Kegelklubs und Kneipen EInzug hält, müssen Journos was zu schreiben bekommen. Also diese Aufreißer, die ein "wtf?!" auslösen.
Erst dann kann sich eine professionelle Basis entwickeln.
Dass Journalisten und Redaktionen von selbst anfangen werden, sich schlau zu machen und das Niveau zu heben, das haben wir bisher nicht beobachtet. Passiert also nicht.
Die meisten bleiben denkfaul, halten öko-klima-bezogene Debatten künstlich auf dem Niveau von Kleinkindern in der Trotzphase, schreiben bei Springer ab usw.
Aber sie sind ja nich mehrheitlich Arschlöcher.
Sie sind bloß mehrheitlich völlig klimadoof.
Die 48h-Offensive kann das peu a peu ändern.

Und wer kann überhaupt nur diese Debatte auf diese Art setzen?
Wissenschaftler alleine ja nicht. Denen zeigen Journalisten ja den Stinkefinger. Jedenfalls bauen sie aus Äußerungen allein von Wissenschaftlern keine Titelstory oder sogar Serie auf, die Diskussionen auslöst und diese auch informativ nähren kann.
Also muss es wohl die Grüne Partei sein, von der diese 48h-Aufreißer kommen.
Und Wissenschaftler kritisieren das dann – oder bestätigen es, je nachdem.

Mir fällt außer den Grünen absolut niemand ein, der ein "Wtf?!"-Medienecho erzeugen kann. Dir?

@anlomedad Du wünschst dir also so was wie einen Grünpopulismus, Um die Rechtspopulisten mit ihren eigenen Waffen zu schlagen? Naja, auch ein interessanter Ansatz, der aber defacto auf einen Bürgerkrieg hinauslaufen würde. Denn wenn niemand mehr besonnen ist, sprechen schnell nur noch die Waffen.
@MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW

@StefanMuenz
Populismus ist dem Volk nach dem Mund zu reden und es für den Machterhalt durch Emotionalisieren zu beeinflussen https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus
Das genaue Gegenteil der Grünen 48h-Strategie.

@MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW

Populismus – Wikipedia

Stefan Münz (@[email protected])

Mai Thi Nguyen-Kim machte ja zuletzt Schlagzeilen, weil ihr unterstellt wurde, sie wolle in die Politik. Was sie gesagt hat ist letztlich: die Politik brauche mehr Wissenschaft. Passt also perfekt in die Welt der Verdrehungen und des Populismus, in der wir leben. Mai Thi hat das nun alles "selber in die Hand genommen" und aufgeklärt. Mit einem schönen #Video über #Populismus: https://www.youtube.com/watch?v=GtBnj3Z3eO4 https://invidious.lunar.icu/watch?v=GtBnj3Z3eO4 Und es gibt auch eine Website dazu: https://populismus.online

Vivaldi Social

@StefanMuenz
Dann stell Dir mal selbst die Frage, warum Du, obwohl Du das Video gesehen und gut gefunden hast,
mir mit dem Strohmann "Populismus" antwortest.
Was gefällt Dir denn an der vorgeschlagenen 48h-Taktik nicht, dass Du mit einem falschen Vorwurf konterst, mich in die Defensive bugsieren und die Diskussion derailen willst?

Die Frage stell Dir mal selber. Mich interessiert die Antwort einklich nich.
Außerdem lenkt sie ja von der Diskussion ab.

@MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW

@anlomedad Vielleicht, weil ich übersehen hatte, dass es eine 48h-Taktik ist. Ich hatte erst gedacht, es geht um eine dauerhafte Strategie.
@MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW
@StefanMuenz @anlomedad @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW Ich verstehe wirklich nicht, was an @anlomedad|s Vorschlag populistisch sein soll. Es geht darum, die Medienmaschinerie so zu füttern, dass die tatsächlich notwendigen Maßnahmen in den Bereich des gesellschaftlich Anerkannten und Möglichen kommen. So dass statt der nationalistisch-völkischen die ökologisch-erdsystem-relevanten Themen den Diskurs dominieren.

@geeeero @StefanMuenz
Merci.

Aber Stefan, es ist eine 48h-Strategie, die dauerhaft laufen soll. So wie die kaputten Typen von CDU CSU und FDP in diesem Rhythmus nach Trump klingende Klöpper raushauen und so die Medienmaschinerie dominieren, muss es von den Grünen kommen.
Ein Toni Hofreiter nach dem anderen. BAM BAM BAM BAM
Über Monate.
Damit Polit- u Econ-Journalisten sich peu a peu einen Fundus an Wissen aneignen, wie sie das in anderen Bereichen ja auch tun, wenn Klöpper "eingeordnet" werden müssen.
Bisherige Einordnung von ökologischen Notwendigkeiten lautet "Wollen wir nich, stört uns, doof, teuer, bescheuert, ..."
Nach vll 3 Monaten oder so, in denen die Grünen die 48h-Strategie gefahren haben, ändert sich diese Art "Einordnung" dann langsam in das, wie es längst sein müsste: "Es wird von einigen Grünen gesagt, dass wir <.....> Und im IPCC WG2 steht dazu: <....>. Und @MatthiasSchmelzer , ein ökologischer Ökonom, sagt das: <...>, und @jks sagt das: <...>"

Das ist bisher nicht so. Weil die Polit- und Econ-Journalisten alle aus Prinzip klimadoof sind und bleiben wollen. @c_ozwei
Wär ja wohl auch unvorstellbar, wenn unsere Welterklärer sich plötzlich neue Wissens-Bereiche erschließen müssten... das hieße ja auch, dass sie uns Jahrzehnte im Stich gelassen haben... #GrosseSchuld

@tagesschau @zdfmagazin @ZDF
@MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW

@anlomedad @StefanMuenz @MatthiasSchmelzer @jks @c_ozwei @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW
> das hieße ja auch, dass sie uns Jahrzehnte im Stich gelassen haben

Exakt. Es ist wirklich genau so, als ob ein Journalist im Bereich Außenpolitik sagen würde: "Präsidentschaftswahlen in den USA? Interessiert mich nicht, ist kein Thema, warum darüber berichten?"

@geeeero @anlomedad @StefanMuenz @MatthiasSchmelzer @jks @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker
@KlimalisteBW

Ich krieg jedesmal einen dicken Hals, wenn Journalist:innen vom Pariser 2-Prozent-Ziel sprechen, weil das ja bei der NATO auch so ähnlich heißt. Und es ist kein Versprecher.

Im Ernst: Das fängt leider schon beim IPCC an. Wenn 5% Eintrittswahrscheinlichkeit für eine Katastrophe als sehr unwahrscheinlich („very unlikely“) bezeichnet wird, hat‘s was.

@anlomedad OK - gegen Agendasetting hab ich ja ganz und gar nichts. Aber "Klopper raushauen" geht halt meiner Erfahrung nur nach hintern los, solange die Medienlandschaft das dann eben nicht "einordnet", sondern einen Gegenangriff daraus macht. Wenn Grüne etwa das "Modell Einfamilienhaus" in Frage stellen, haben sie eine Woche später 3 Prozent weniger in den Wahlumfragen. Dafür sorgt die Springerpresse, flankiert von den TV-Gefechts-Shows der Moderations-Millionäre.
Das mit dem Agendasetting hat eigentlich nur mal ein Jahr lang wirklich toll funktioniert - 2019, als FridaysForFuture das Klimathema wirklich in die Breite der Bevölkerung und in die Medien getragen hat, und als deren 16jährige Initiatorin zur Person des Jahres wurde. Dann kam Corona, es kamen die Schwurbler, und danach dominierten wieder rechte Themen, und alles wurde in deren Richtung verdreht.
Der erste Lichtblick für mich sind die Anti-Fascho-Demos der letzten Wochen. Aber nur ein kleiner. Denn wenn jetzt erst mal zwei Drittel der Bevölkerung einem Drittel lange und umständlich erklären muss, dass Faschismus Scheiße ist, dann wird das mit den notwendigen technischen und gesellschaftlichen Transformationen nie was.
@geeeero @MatthiasSchmelzer @jks @c_ozwei @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW
@anlomedad Es gibt ja ein aktuelles Beispiel für einen "Klopper" in die andere Richtung. Böhmermann und sein "Nazis keulen". Jetzt reden alle über Böhmermann, was immerhin besser ist, als wenn alle über Nazithemen reden. Und es gibt auch Artikel, die "einordnen", wie dieser hier:
https://www.t-online.de/digital/kolumne-nicole-diekmann/id_100348062/jan-boehmermann-provoziert-routine-empoerung-folgt.html
Und das also im 48-Stunden-Takt?
@geeeero @MatthiasSchmelzer @jks @c_ozwei @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW
"Nazis keulen": Böhmermanns Satire empört die üblichen Verdächtigen – alles Kalkül?

Jan Böhmermanns jüngster Witz löst eine vorhersehbare Empörungswelle aus. Die Reaktionen offenbaren ein Muster, das mehr über den Zustand unserer Debattenkultur aussagt, als uns lieb ist.

www.t-online.de

@StefanMuenz
Die Toni-Hofreiter-Klöpper wurden ja nicht eingeordnet, weil Journalisten noch gar kein Backgroundwissen haben und kein Netzwerk, das sie in solchen Klöpperfällen anzapfen können.
Natürlich geht ein allein für sich stehender Klöpper nach hinten los.
Darum muss die Strategie ja auch laneg Zeit gefahren werden.
Um die Grenzen des Sagbaren zu verschieben, weil immer mehr Econ- u Polit-Journalisten klimaklüger werden.
So passiert es ja auch mit dem rrechten Gesocks. Journalisten übernahmen Phrasen wie "als Merkel die Grenzen öffnete", als der Klöpper oft genug wiederholt wurde. Sogar ein Gericht hat das letztes Jahr in irgendeiner Urteilsbegründung so geschrieben. Weil es zum allgemeinen Sprachgebrauch geworden war.
Durch Polit-Journalisten, die das etabliert haben, als der Klöpper oft genug rausgehauen worden war.

Es funktioniert also. Die Grenzverschiebung für das Sagbare funktioniert.
Weil die kaputten Typen von CSU CDU FDP die Klöpper so regelmäßig raushauen und Aufmerksamkeitsökonomie im menschlichen Gehirn halt so läuft. Das menschl. Hirn ist nich besonders "krönend". Aber so isses halt. Und damit muss man arbeiten, wenn man die Zivilisation noch retten will.
BAM BAM BAM
Vll im 72h-Takt. Damit auch noch 2 Tage Recherche und Kommentare kommen können. Kenne den Medienzyklus nicht gut genug. Aber die Stoßrichtung ist ja klar. Man muss den Medienzirkus bespielen, um die Debatte zu setzen. Und man muss einen lange, sehr langen Atem dabei haben, weil die Hürden in den Dunning-Krüger-Journalisten sehr hoch sind. Die müssen ja über ihren stolzen Schatten springen, weil sie bemerken werden, was sie uns allen und sich selbst angetan haben.

@geeeero @MatthiasSchmelzer @jks @c_ozwei @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW

Ich weiß keinen anderen außer bekannte Grüne Köpfe , die Medienecho erzeugen können, das gegen die kaputten Klöppertypen ankommt. Polit- und Econ-Journalisten müssen es ja wichtig genug finden. Dafür wählen die danach aus, WER etwas sagt.
Wenn Guterres wieder mal mahnt und poltert, löst das kein Medienecho aus. Der wird nich eingeladen in Talkshows, seine Parteifreunde und "politischen Mitbewerber" werden nicht interviewt, es wird kein Experte nach Hintergründen befragt, warum Guterres diese Mahnung rausgehauen hat.

Aber wenn die Grünen sowas täten, müssten Journalisten berichten und einordnen. So begreifen sie ihren Job in unserer Demokratie: Wähler informieren ist ihr täglich Brot.

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@anlomedad Außer Toni Hofreiter vielleicht würde mir allerdings niemand von den bekannten grünen Köpfen einfallen für so eine Aufgabe. Aber auch Hofreiter traue ich letztlich nicht die gleiche Unverfrorenheit zu wie etwa Söder oder Aiwanger, einfach weil es dazu auch deren grunzende Selbstzufriedenheit und konservative Breitbeinigkeit dazu braucht. Dazu gabs mal eine Kolumne vom Irokesen:
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wenn-das-bauchgefuehl-ueber-die-vernunft-siegt-kolumne-von-sascha-lobo-a-022a56d8-8a65-4ce5-9f2f-97be5a198b2f
@geeeero @MatthiasSchmelzer @jks @c_ozwei @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW
Konservative Esoterik: Wenn das Bauchgefühl über die Vernunft siegt

Konservativ zu sein heißt auch, den Status quo zu lieben. Stellt sich jedoch heraus, dass einige der gepflegten Grundannahmen falsch waren, gibt es nur noch einen Ausweg.

DER SPIEGEL

@StefanMuenz

Ich hab ja oben schon geschrieben, dass es nicht Toni-Hofreiters Einfamilienhausmoratorium sein müssen, wenn sich die Grünen schon als zu CDU-lastig dafür betrachten.
Es ist okay, wenn sie "Klöpper" bringen, die ihrer CDU-Parteilinie entsprechen. Aber ökologisch relevante Dinge müssen im 72h-Takt die Debatte setzen.

Peu a peu werden ja dann die Polit- und Econ-Journalisten ihre Einordnung von "Find ich doof" "is mir egal" weiter entwickeln und Experten zu den Klöppern befragen oder IPCC WG2 dazu lesen, Kommentare schreiben usw. Dabei wird es auch von Expertenseite Kritik am Klöpper hageln: #ReichtHaltNicht .
Das ist gut. So entwickelt sich ein griffiges Bild, über das auch in der Kneipe geredet werden kann. Mittwochs und samstags reden dann plötzlich Leute über Rohstoffmangel, Migrationskorridore, und irgendwann auch wieder über Rationierungen, wie sie von #UlrikeHermann und breits länger von mir 😁 als einziger und machbarer Transformationsrahmen beworben werden. Wasser wird ja auch schon rationiert. Von da isses nich mehr weit zu Rationirung von Flugkilometern, Überlandreisen, Möbeln, Küchengeräten, Flächennutzung, und zu Einfamilienhausmoratorien.

@geeeero @MatthiasSchmelzer @jks @c_ozwei @tagesschau @zdfmagazin @ZDF @MichaelimOdenwald @chrisstoecker @KlimalisteBW

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Ich warte auf die Schlagzeile:
Europas Häfen ohne Klimaschutz in 50 Jahren nicht mehr nutzbar - Zusammenbruch der Nahrungsmittelversorgung droht

Bei einem Kollaps der Atlantik-Zirkulation steigt der Meeresspiegel dynamisch innerhalb weniger Jahrzehnte um einen Meter - zusätzlich zum globalen thermischen Anstieg.