#Mastodogmatik Frage 120: Droht uns die Strafe ewiger Verdammnis?

Das Gericht zielt nicht auf Bestrafung, sondern auf die Rettung der Geschöpfe sowie die Versöhnung mit Gott und unter uns Menschen. Wer sich der göttlichen Gnade in Christus nicht willentlich und bewusst entzieht, sondern sich Gottes Sohn anvertraut, muss keine Vernichtung oder Verdammnis fürchten. Ob eine solche Entscheidung gegen die Gnade im Angesicht des Dreieinigen Gottes tatsächlich noch möglich ist, bleibt bis dahin offen.

@LutheranusVindelicus Bei der Frage bekomme ich Schwierigkeiten mit der Toleranz.
Das "uns" in der Frage, meint das "uns Christen" oder "uns Menschen"? Ich habe da schon verschiedene Antworten gehört. Auf jeden Fall stellt die Antwort für mich eine Drohung dar. Das gefällt mir gar nicht.
@Ustinoff Hier wird es natürlich allgemein schwierig! Das "uns" meint in diesem Fall alle Menschen. Und meine Antwort ist tatsächlich eine Art "theoretisch ja, aber faktisch nein". Die Drohung ist nicht völlig aufzuheben, aber man muss die Versammnis schon arg hartnäckig wollen. Wer sich - ob Christ:in oder nicht - einen Rest Offenheit für überraschende Gnade bewahrt, muss mE nichts füchten. (Habe diese Antwortstrategie übrigens von muslimischen Theologen gelernt, vielleicht auch ein Zeichen?)
@LutheranusVindelicus Gut. Dann vertraue ich dir jetzt mal, und falls es beim Jüngsten Gericht Probleme gibt, werde ich dich als Autorität zitieren. Du kannst es dann zur Not auf die Muslime schieben. Das müsste für alle passen.
@Ustinoff Ich vertraue da auch drauf. Ansonsten treffen wir zwei und Al Ghazzali uns in einem mittleren Höllenkreis, irgendwie kriegen wir die Ewigkeit schon rum...
@LutheranusVindelicus Bring doch die Mastodogmatik mit. Da haben wir dann ein schönes Gesprächsthema.
@Ustinoff Dogmatik als allzu irdisches Handwerk ist dann an ihr Ende gekommen, es bleiben Spiel und Poesie.
@LutheranusVindelicus Für die Hölle ist Dogmatik Spiel und Poesie genug.
@Ustinoff Nun, vielleicht stimmt das...