@DC4DD es zeigt nur mal wieder, dass wir nur irgendwie weiterkommen, wenn wir es hinbekommen, Ambiguitätstoleranz zu praktizieren.
Ja, ich finde ihre Ansichten zu #Waldorfschulen nicht korrekt.
Ich kann ihr deshalb aber auch nicht gleichzeitig aberkennen, dass sie für die #Wissenschaftskommunikation hinsichtlich der #Klimakatastrophe eine wichtige Rolle einnimmt.

Wir werden nie eine Person finden, der wir zu 100% übereinstimmen - das bekomme ich nicht einmal mit mir selbst hin.

@AnthroBlogger

@eliasp @DC4DD Ich mag Deinen Ansatz. Aber "verrennen", "verdammen", "canceln" und "inquisitorischer Duktus" ist ein direkter Angriff auf mich, der Falschinformationen mit Fakten begegnet. Keine Toleranz für Intoleranz.

@AnthroBlogger ja, das ist natürlich ein Kommunikationsstil, den ich nicht angemessen finde - und das kann es (insbesondere als Betroffenem) deutlich erschweren, Ambiguitätstoleranz zu praktizieren.

Versuchen es trotzdem zu tun und die Kommunikation, wenn es einem möglich ist, zu deeskalieren sollte man IMHO nichtsdestotrotz.

Leider sind manche gefühlt getriggert und egal mit welchen Fakten man daher kommt, schaffen es aus dem Angriffsmodus nicht mehr raus.

@DC4DD

@eliasp @DC4DD Ach weißt Du, wenn ich mit Massenmord in Verbindung gebracht werde, dann fällt mir das Deeskalieren zunehmend schwer.
@eliasp @DC4DD Ich finde es wirklich faszinierend. Wiele wissenschaftlich orientierte, vernünftige und erfolgreiche Menschen rasten komplett aus, wenn ihre Lebensentscheidungen (hier: für die sektenhafte Anthroposophie und ihre Institutionen) kritisiert werden. Sie fühlen sich persönlich, in ihrem kompletten Sein angegriffen. Das zeigt mE, wie schnell die Sekte Menschen vereinnahmt, bis sie jede Rationalität vermissen lassen. Die Mechanismen dahinter interessieren mich sehr.

@AnthroBlogger @eliasp @DC4DD
Falls du das nicht kennst, schlag mal kognitive Dissonanz nach.

Ich weiß nicht, was die Frau mit Waldorf verbindet, Waldorfmutti? In diesem Fall ginge das ungefähr so.

Ich bin eine gute Mutter und will für mein Kind das beste. Die Waldorfschule ist für mein Kind das beste, weil ich eine gute Mutter bin, schicke ich es dort hin.

@AnthroBlogger @eliasp @DC4DD
Gibt man nun zu, dass Waldorfschulen schlecht sind, muss man eingestehen, dass man seinem Kind was schlechtes angetan hat. Dass man vlt. doch keine so gute Mutter ist.

Diese Dissonanz eine gute Mutter zu sein und etwas schlechtes getan zu haben, will man auflösen, weil sie Stress verursacht. Dafür gibt es jetzt, ich sag mal, gute und weniger gute Strategien.

@AnthroBlogger @eliasp @DC4DD
Eine gängige ist, dass man die Schule dann erst mal in Schutz nimmt und Kritiker legitimiert. Eine andere ist, dass man sich halt einredet, man konnte es nicht besser wissen etc.
@AnthroBlogger @eliasp @DC4DD
Ich nehme an, dass für viele von uns #Exwaldis das Thema Waldorf in der Familie stark davon überschattet ist. Egal in welchem Kontext ich das Thema Anthro anschneide, die verlässliche Reaktion darauf ist, dass meine Mutter mit dem heutigen Wissen nicht hin schicken würde. Das ist zwar fein, aber in dem Drang sich zu rechtfertigen, nimmt sie meist ausversehen schnell noch Steiner mit in Schutz 😤.