4/ Und dann lag da so einer rum. Im Herbst. Mit orangenen Schuhen und orangener Weste.
Die Polizei kümmerte sich drum.
4/ Und dann lag da so einer rum. Im Herbst. Mit orangenen Schuhen und orangener Weste.
Die Polizei kümmerte sich drum.
5/ Melanie Gutmann setzt sich allein auf die Straße. In weiter Ferne viele orangene Westen. Tja, man kann nicht überall sein.
7/ Kim Schulz wird weggezogen und Raphael Thelen ist wütend.
Er sieht aber eher traurig als wütend aus. Mich erinnert das irgendwie an Streiks in #Japan, wo die Streikenden sich ein Stirnband ummachen, an dem man erkennen kann, dass sie streiken, aber sie arbeiten dennoch weiter.
Weiß nicht, warum die immer traurig sind. An der Stange des Verkehrsschilds steht jedenfalls EASY, EASY, EASY, EASY, EASY.
8/ Dann kamen immer mehr. Manche standen, manche setzten sich hin.
10/ Und plötzlich kam @extinctionrebellionnl aus dem Wald (dem Tiergarten) und die machten mal richtig Lärm.
11/ Die @TeachersForFutureGermany waren auch da. Die sind irgendwie anders drauf als der Rest von #forFuture. Die Teachers haben auch schon mal bei einer Demo der #LetzteGeneration am Brandenburger Tor gesprochen.
12/ OK. Das wäre eigentlich das letzte Bild, aber ich muss jetzt.
Als ich das Bild gemacht habe, sagte neben mir ein Mann: „Sieht aus wie ein illegales #Autorennen.“ Hab die Nummernschilder mal unverpixelt gelassen, falls die Polizei dem nachgehen will.
Das Bild ist 17:40 entstanden. Es wurde langsam dunkel und ich bin zurückgefahren.
Die Blockade wurde wohl erst 20:30 komplett aufgelöst.
13/ Es waren Menschen mit Bart da und Menschen ohne. Junge und alte.
14/ Die ganz jungen hüpften so rum.
16/ Musik war übrigens das hier:
#autofrei und Spaß dabei.

17/ #ScientistRebellion war vor Ort.
18/ „You are here.“
Zwei Wissenschaftlerinnen von #ScientistRebellion waren da.
19/ Prof. Dr. Nikolaus Froitzheim von #ScientistRebellion on fire.
Der Pilger hat bestimmt die Rede auf Video.
Er stand jedenfalls vor mir ....
20/ Dr. Nana-Maria Grüning, Biologin bei #ScientistRebellion, erklärt der WeLT die Welt.
21/ Jetzt wird's interessant! Der #BUND bei einer gemeinsamen Blockade mit der #LetzteGeneration? Das geht doch überhaupt nicht? Was sollen dann die Spender*innen denken? 80% der Deutschen hassen die LG.
Ich habe mit dem Mann rechts vom @BUNDbergstrasse gesprochen. Er meinte, der BUND hätte eine etwas überalterte Mitgliedschaft. Da sei ein bisschen Schwung nötig. Auf der Webseite des Kreisverbandes Bergstraße kann man lesen, was sie so machen:
https://www.bund-bergstrasse.de/rundbrief-bund-bergstrasse/rundbrief-juli-2023/
22/ Manche feiern Pyjama-Parties, manche Bastelparties.
25/ Sie sangen und waren fröhlich.
Die Aktivistin hat eine kleine orangene Warnweste als Ohrring.
27/ Ah, schön. Bild ist von mir. Manchmal lassen sie die zwischengeschalteten Agenturen weg. Sie sieht es aus, als ob ich von dpa wäre. Bin aber bei PIC ONE, die geben die Bilder an dpa weiter.
Im Beitrag steht: „Vier Einsatzkräfte wurden bei den polizeilichen Maßnahmen verletzt.“
Das würde mich jetzt mal interessieren. Der Satz ist passiv und bedeutet, dass jemand die Polizist*innen verletzt hat. Nur wer? Und wie? Hat die #LetzteGeneration Steine geworfen? Den Polizist*innen ein Bein gestellt?
Zu einer "Massenbesetzung" hatte die "Letzte Generation" für Samstag in Berlin aufgerufen. Tatsächlich blockierten Hunderte Aktivisten die Straße des 17. Juni. Am Tag danach zieht die Polizei Bilanz, die ebenfalls massenweise Strafverfahren einleitete.
28/ Oder war es so, dass ein Polizist falsch eingeschätzt hatte, wie schnell er eine Aktivistin umwerfen konnte und sich so die Gelenke überdehnt hatte?
https://twitter.com/FlorianFunk9/status/1719224767293608181?t=6mm4TVgepYCWrfb7x9rLdA&s=19
Oder war es vielleicht derjenige, der eine Aktivistin so auf die Straße gedrückt hat, dass ihre Lippe geplatzt ist? Hatte die sich einfach selbst schnell Richtung Straße bewegt, so dass dem Polizist, der sie von der Straße geschleift hatte, die Sehnen überdehnt wurden?
Oder war es vielleicht so, dass die Polizist*innen sich selbst verletzt haben?
29/ Das ist Trees aus den Niederlanden. Sie hat sich an die Straße geklebt. Sie hat 25 der 27 Blockaden von #ExtinctionRebellion in #DenHaag mitgemacht und dabei Schäden an ihrer Hüfte davongetragen. Unter ihrem Kopf liegen ihre Krücken. Sie lag die ganze Zeit auf der Straße.
Ich hatte die beiden nur fotografiert. Die Geschichte mit der Hüfte habe ich später von der Videojournalistin Saskia Meyer erfahren, die sich ausführlicher mit Trees unterhalten hat. (siehe unten)
30/ Robert Capa hatte gesagt: „If your pictures aren't good enough, you aren't close enough.“ Und so sind wir alle immer nah dran, was natürlich noch keine Garantie für gute Bilder ist.
Die Videojournalistin Saskia Meyer ist hier auch nah dran, was im konkreten Fall aber eher von Nachteil war, denn der Polizist sollte ja ihr Schreiben zur Mitgliedschaft im DJV und zum vorläufigen DJV-Mitgliedsausweis lesen.
31/ Sie diskutierten eine Weile. Hin und her und her und hin, aber er wollte die Dokumente nicht anerkennen und schob sie von der Straße.
33/ Hier das Video vom Pilger dazu. Zum Schluss kann man noch ein bisschen Diskussion und Erklärung von Saskia Meyer hören.
34/ Als ich die Bilder gemacht habe und das Video gesehen habe, fiel mir das Lied von #Kraftklub ein: „Deine Schwester isst ein bisschen Salat. Meine Schwester ist ein bisschen verrückt.“
Ich denke, Saskia Meyer isst ein bisschen Salat UND sie ist ein bisschen verrückt.“
Sie ist außer der Arbeit als Journalistin auch noch Ernährungswissenschaftlerin und erklärt Menschen, wie das mit der Kuh ist, die für ihr Gehirn schon 20% der Energie braucht, die wir in sie reinfüttern. Also Salat.
Außerdem ein bisschen verrückt und mit viel Nachdruck. Irgendwann war dann der Pressesprecher der Polizei da, hat das geklärt und sie durfte zurück und arbeiten.
35/ Saskia Meyer hatte eine Helm auf. Für #Lützerath habe ich mir auch einen Helm gekauft und in der #Wuhlheide hatte ich ihn auch auf. Aber eigentlich braucht man in Berlin keinen Helm. Es geht hier halbwegs gesittet zu und es gibt eigentlich keine unübersichtlichen Situationen.
Das Paradoxe an der Situation war aber, dass es ja darum ging, ob ihr Pressestatus anerkannt wird. Wäre er nicht anerkannt worden, hätte sie gar keinen Helm tragen dürfen, den Helme gelten als #Schutzbewaffnung. Auch ein paradoxes Wort, aber es geht wohl darum, dass die Polizei jemandem auf den Kopf hauen können muss und die Wirkung garantiert sein soll. Wo kämen wir denn da hin, wenn sich jeder einfach einen Helm aufsetzten könnte? Oder einen Zahnschutz reinmachen?
Irgendwann kam dann der Pressesprecher der Polizei und hat das geregelt und sie durfte wieder auf die Straße.
36/ Blöde Firmen machen manchmal langweilige spießige #Teambuilding-Aktionen.
Ich hab was Neues. Sich gemeinsam irgendwo ankleben. Ein besonderes Erlebnis ist, wenn man an den Händen verklebt ist. Man kann sich auch einzeln ankleben und dann als Team Karten spielen. Die beiden Aktivisten hier spielen zusammen. Mit nur einer Hand ist das Spielen eher mühsam, weil man keine Karte herausziehen kann. Aber so, wie sie es machen, geht es gut. Sie nutzen ihre jeweils nicht geklebte Hand.
37/ Wenn Pause ist beim #Teambuilding, geht man mal rauchen. Ach nee, Moment. Das mit dem Gehen geht ja nicht, weil angeklebt. Auch das Zigarettendrehen geht mit einer Hand eher schlecht. Aber man kann es ja im Team machen.
Damit das klappt, ist gute Planung nötig, denn wenn man zu weit weg voneinander sitzt, kommt noch eine Dehnungsübung dazu.
38/ Kind und Roller.
39/ Diese beiden haben sich so nah nebeneinander geklebt, dass zwischen ihren Händen nicht gesägt werden kann. Die Idee war, dass sie gemeinsam herausgesägt werden. Mit einem gemeinsamen Stück Asphalt. Letztendlich wurden alle abgemeißelt. Das Klebergemisch löste sich leicht, wahrscheinlich, weil die Straße feucht gewesen war.
#Massenblockade #LetzteGeneration
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40/ Die Polizei sprach von 600 Teilnehmer*innen bei der #Massenblockade der Straße des 17. Juni (siehe Artikel bei 27/). Wie man bei der Massenblockade der #A100 sehen konnte, kommt die Polizei bei großen Zahlen mitunter durcheinander. Zur Beweisaufnahme werden vor den Aktivist*innen immer Zahlen aufgesprüht. Diese musste die Polizei damals korrigieren.
Dieser Aktivist hier war sehr hilfsbereit. Er hat seine Zahl schon selbst hingeschrieben: 944.
41/ Ein #Tripod. Wie in #Lützerath. Aber auf diesen Tripod würde ich mich eher nicht setzen.
#Massenblockade der #LetzteGeneration am 28.10.2023
42/ Manche hüpften mit Stiefeln (siehe 14/) manche barfuß.
Lustigerweise hüpft die Frau gerade zu 14. =:-)
43/ Für länger Blockaden nehmen sich Klimaaktivist*innen manchmal was zum Lesen mit. Bin immer an den Büchern interessiert. Hier Harald Welzer, #Klimakriege.
44/ Videojournalistin Saskia Meyer spricht mit Trees, einer niederländischen Aktivistin von #ExtinctionRebellion, NL.
Ich habe Saskia Meyer später gefragt, warum sie denn dazu eine Clownsnase aufgesetzt hat. Sie erzählte mir vom Gespräch: Trees hatte von den Blockaden in Den Haag berichtet und dass sie an 25 der 27 Blockaden teilgenommen hat und dabei ihre Hüfte beschädigt wurde. Sie konnte deshalb auch nicht sitzen und lag die ganze Zeit auf der Straße. Mit dem Kopf auf ihren Krücken. Geklebt.
Während sie Saskia Meyer das erzählt hat, mussten beide weinen. Damit alle wieder lachen konnten, hat SM die Clownsnase aufgesetzt.
#Massenblockade #LetzteGeneration
.
45/ Pausenversorgung.
46/ Ich hatte mit dem Schüler gesprochen und ihn gefragt, was es mit den gekreuzten Armen auf sich hat. Er meinte, dass der Abtransport dann für die Polizei schwieriger wäre. Hab ne Weile drüber nachgedacht, aber eigentlich muss die Polizei nur einen der drei unter dem Arm durchfädeln, dann sind sie in einer Reihe. Ohne Kreuzung.
50/ Mann, bin noch gar nicht fertig mit Berichten und morgen ist schon wieder #Massenblockade.
#ScientistRebellion-Aktivistin wurde unsanft abgesetzt.
51/ Weggeworfen.
52/ Na, lieber so, als mit #Schmerzgriffen am Hals weggezerrt.
#LetzteGeneration und links auch zwei Aktivist*innen mit Mützen von #EndeGelände.
53/ Griff an den Hals. Es waren aber auch wirklich nur diese beiden Polizisten. Die anderen waren alle friedlich. Sehr, sehr viele.
54/ Auf diesem Bild sieht man nicht, was der empörte Mann vorher gesehen hat. Und ich.
55/ Ich hatte ja schon des öfteren festgestellt, dass die Polizei auf mich hört. Nachdem ich mich mal nach einer Aktion am Rosenthaler Platz hier über die übelste Gewalt (gebrochenes Handgelenk) beschwert hatte, haben sie die Aktivist*innen in der Woche drauf so einfach über den Asphalt geschleift, wie es die weniger gewaltbegeisterten getan hatten, was ich positiv hervorgehoben hatte.
Als Verbesserungsvorschlag hatte ich dann die Floarboards und hey, bei der Massenblockade hatten sie dann sogar Paletten. Da kann man eine ganze Klebegruppe mit transportieren. Und es macht sogar Spaß!
#autofrei und Spaß dabei.
#LetzteGeneration #Massenblockade
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56/ Apropos Spaß.
Die im Vordergrund hatten Spaß. Der im Hintergrund wohl nicht. Dafür hatte er den Durchblick. Aus dem Untergrund war keiner dabei.
Ach und schaltet bitte Euer 16:9-Cropping aus. Geht irgendwo in den Einstellungen. Dann seht Ihr auch Hochformate vernünftig.
57/ Winke, winke.
Ging relativ schnell ab. Ich hatte mir schon vorgestellt, wie sie 30–40 Leute mit der Kreissäge raussägen, aber irgendwie gingen die alle mit n bisschen Kloppen ab. Vielleicht, weil die Straße nass gewesen war.
59/ Ich habe sie gefragt, was sie da macht. Sah so aus, als würde sie sich wieder neu ankleben. Aber das war Kühlspray. Sie hatte sich mit dem #Klimakleber verbrannt. Es tat weh.
Also Kinder: Finger weg. Für Euch ist die Hopse da.
„Ej, hohl John, der mag Puzzles.“
So, wie es für den Kleber/Beton den Mann mit dem Bart und der Säge gibt. =:-)
Ich fange immer wieder die Anfänge an. Wenn ich am Ende der Anfänge angekommen bin, les ich dann das. =:-)