ich verstehe die ganze aufregung um DEAL nicht. die kosten gehören als forschungsoverhead in die fakultäten und die drittmittellprojekte ... dann klappt das mit der transformation von ganz alleine 😏
@bibliotop Nein, dann wird z.B. OA/OS/OER Forschung auch noch bestraft, lohnt eh schon nicht den Aufwand, und DEAL ist kein durch diese Forschung verursachter Overhead.
@elleneuler warum? oa bedeutet doch nicht, dass man bei springer, wiley oder elsevier publizieren muss, für jura übrigens ziemlich irrelevante verlage, und für die meisten humanities auch.
@bibliotop Ich habe Deinen Vorschlag so verstanden, dass die Kosten für die Beteiligung an DEAL innerhalb der Einrichtungen aus den Overheads der Drittmittelprojekte gezahlt werden sollen. Gerade weil Ergebnisse aus diesen nicht zwingend bei Wiley, Springer oder Elsevier veröffentlicht werden müssen und z.B bei Forschung zum #wissenschaftsgeleitetenPublizieren werden, halte ich das für eine schwierige Veranlagung dieser Gelder......
@bibliotop DEAL hat eine #Trittbrettfahrerproblematik auf Seiten der Lesenden, wie Publizierenden & verstärkt durch #Mitnahmeeffekte die Transformation über #APC & das überkommene System. DEAL hebelt bewusst das strenge #Verurscherprinzip für Publikationskosten in der Annahme aus, dass Trittbrettfahrer, welche die Kosten für #Reputatonsmechanismen außerhalb von Drittmittelprojekten & Overheads realisieren müssen, andernfalls closed publizieren würden. Die Gültigkeit dieser Annahme ist fraglich.

@bibliotop Es müsste untersucht werden, wieviele das überhaupt noch sind, oder ob nicht mittlerweile die verschränkten Mechanismen von Fördervorgaben & #highimpact #OA & Förderung wissenschaftsgeleiteter Modelle wirksamer sind, als #DEAL?

Die Zusammenarbeit im Konsortium für gemeinsame Lösungen macht davon losgelöst weiterhin Sinn, sie muss aber aktuelle Transformationsverschränkungen reflektieren & sich weiteren verschränkten Beschränkungen der Offenheit von Wissenschaft widmen!
#Ichwäredabei

@elleneuler definitiv: der reputationsquatsch befeuert das alles. woher die gelder für deal kommen, ist mir egal, solange es nicht nur der bibliotheksetat ist. es gibt noch buchwissenschaften und die würden massiv geplündert.
@bibliotop @elleneuler Das wird das Ergebnis sein, so wie gehabt. Transformationsverträge werden von Bibliotheken vertreten, weil sie trotz SciHub im bestehenden System Teil der Nahrungskette bleiben wollen. Es wird halt die Laufrichtung des Geldes umgekehrt von der Besteuerung des Lesens zu der des Publizierens - "und wir machen dann die Abrechnung! Am besten für alle, wir nennen es Informationsbudget!" Der Output an Aufsätzen hat in den letzten Jahren um 50% zugenommen, Buchwissenschaften adé.
@RenkeSiems @elleneuler die idee des informationsbudget degradiert die bibliothek zur unterabteilung der beschaffung oder der forschungsförderung ... die kosten bitte exakt da abladen, wo sie entstehen, nämlich in den fakultäten ...
@RenkeSiems @elleneuler btw: informationsversorgung ist keine aufgabe von bibliotheken (mehr) ... *duckt sich weg*