@articm0nk3y
In manchen Fällen ja, aber in einigen eben auch nicht. Natürlich gibt es Menschen, die sich bewusst auf der grünen Wiese ein Häuschen bauen und dann kilometerweit zu allen Zielen haben.
Und manche wohnen seit Geburt "auf dem Land", kennen es nicht anders und fahren trotzdem überall mit dem Rad hin ;-)
@SewingforyourLife So eine Ausgangslage klingt sehr angenehm. Selbst wenn nicht alles in einem einzigen Ort vorhanden ist, aber Basisbedürfnisse durch überschaubare Abstände ohne Auto erreichbar sind und bleiben.
Magst du mehr erzählen? Handelt es sich um feste Linien oder werden die Öffis bei Bedarf eingesetzt wenn sich ausreichend Personen irgendwo melden? Handelt es sich tendenziell eher um Busse oder Züge?
Werden Leute von außerhalb akzeptiert/angenommen? Wie steht es um die Integration?
@rita wir haben hier grundsätzlich eine gute Mischung an Dienstleistungen und Geschäfte. Wenn man in die nächste Stadt pendeln muss, dann fährt man mit dem Bus 45 Minuten eine Strecke.
Die Öffis hier sind feste Linienbusse die immer fahren.
Bei der Integration ist hier halt immer noch Land und wahrscheinlich wie ländliche Gegenden in Bayern zu vergleichen. Als Zuagroaßter hat man es immer schwerer. Es bricht aber ganz langsam auf, trotzdem Arschlöcher gibts immer noch.
@sixtus Ich weiß nicht, ob schuldig im Sinne der Anklage. Wir haben uns das gut überlegt; mit zwei verschiedenen Arbeitsorten, mussten wir Kompromisse eingehen. Ich konnte zuerst aber ÖPNV nutzen, doch dann kam ein Jobwechsel. Daheim und neue Arbeit sind einigermaßen mit RBs angebunden, aber so schlecht aufeinander eingetaktet, dass ich bei Überstunden nicht mehr mit Öffentlichen heim komme.
Beim Jobwechsel nicht absehbar:
Die fehlende S-Bahn wird seit 10 Jahre für "nächstes Jahr" angekündigt.
@CGdoppelpunkt @sixtus ja so gesehen ist es schon richtig.
Aber Leute bauen, kaufen und mieten Wohnraum in den Gegenden, weil in den Städten kein bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht.
Es ist nicht so, dass die meisten Leute das freiwillig tun.
Außerdem können wir nicht alle in Berlin-Mitte oder Hannover-Linden wohnen.
Die Menschen deshalb als Clowns abzutun finde ich nicht richtig.
Man darf bei diesem Thema nicht alle in einen Topf werfen. Viele, die ein Haus bauen, könnten sich ein Leben in der Stadt durchaus leisten (sonst könnten sie sich das Bauen und zwei Autos nicht leisten). Was fehlt, sind billige Wohnungen für die, die's nicht können. Solche (!) muss man bauen, nicht noch mehr "Häuser im Grünen" mit Schottergärten.
@sixtus
Das Argument ist so nicht ganz richtig.
Weil die Löhne und Gehälter in den Städten nicht ausreichen, um eine anständige Wohnung für eine Familie zu mieten, geschweige denn zu kaufen, müssen diese Menschen in die Außenbezirke oder die umliegenden Gemeinden ziehen, in denen es keinen gescheiten ÖPNV mit einer ausreichenden Taktung und zu bezahlbaren Kosten gibt.
Dafür müssen sie sich dann ein oder zwei Autos kaufen.