Perspektivisch sollen auch andere einschlägige Aktengruppen als Wiedergutmachungsakten bearbeitet werden können.
Es müssen noch rechtliche Aspekte geklärt werden, da noch schutzwürdige Unterlagen enthalten sind. Dadurch werden auch Voraussetzung für geschützte digitale Lesesäle geschaffen.
Die Bedeutung der Unterlagen ist immens - bspw. ist das Interesse auch auf Seiten Yad Vashems sehr groß. Eine Herausforderung sind auch noch nicht abgegebene Akten.
Das Portal wird keine Werbeplattform für die Bundesverwaltung, es soll auch deutlich gemacht werden, was im Zuge der Wiedergutmachung nicht gut gelaufen ist.
Die Einzelfallakten sind relevant für
➡️ Familien- und Biographieforschung
➡️ Heimat- und Ortsgeschichtsforschung
➡️ Allgemeine Forschungsfragen (bestimmte Verfolgtengruppen, Unternehmensgeschichte, Emigrationsgeschichte, Provenienzforschung, ...)
Ergebnis der AG:
➡️ Strukturiert vorliegende Metadaten zu Personen werden erfasst
➡️ Semi- und unstrukturiert vorliegende Metadaten werden nur erfasst, soweit leicht ermittelbar und soweit zur Recherche nach
Personen zielführend
Das heißt:
➡️ Namen, Lebensdaten, Beruf, Geburts-, Sterbe- und Wohnorte
➡️ Verfolgungsgründe
➡️ Verfolgungsschicksal (nur, wenn leicht ermittelbar)
➡️ Metadaten zum Verfahren selbst (nur, wenn für weitere Recherche zielführend)
Konkret enthalten können also sein:
• Status: verfolgt/Antragsteller
• Staatsangehörigkeiten
• Namen (Vorname, Nachname, weitere Namen, Titel)
• Berufe
• Verfolgungsgründe
• Lebensdaten
• Deportation, Inhaftierung, Anstaltsunterbringung
• Geschlecht
• Beziehung zur verfolgten Person
• Zwangsarbeit
• Institutionelle Antragssteller
• Zwangssterilisierung
• Orte (Geburtsort, Sterbeort, Wohnorte)
• Emigration
Für die Suche nach Personen gibt es eine einfache Suche (Name + Geburtsdatum) und eine erweiterte Suche (alle Felder, auch zur Suche nach Gruppen)
➡️ Kann das nicht auch der Computer machen? Ja, aaaaber!
Leider gibt es in der DDB und damit auch im Archivportal-D noch keine zufriedenstellende Lösung zur Bereitstellung größerer Datenmengen für Digital Humanities.
Eine große Frage ist die diskriminierende Sprache aus den Unterlagen. Mit Schlagworten aus GND-Normdaten kann hier zumindest der Wunsch nach Differenzierung gezeigt werden, wenn diskriminierende Begriffe auch zur Recherche nachgewiesen werden müssen.