Möchte eine Lanze brechen für die Ideen hinter #Soziokratie 3.0 und vor allem für die #CoreProtocols.
Die sind zwar so ultraformal, dass ich noch kein Team gefunden habe, dass sich das antun wollte, aber wenn du respektvolle Zusammenarbeit durchdenkst, brauchst du ein Verständnis aller Teilnehmenden, dass es sowas wie die #CoreCommitments, ein #PassProtocol und auch einen #ProtocolCheck braucht. 1/5

#CoreProtocols (schaut rein!) : https://mccarthyshow.com/protocols/the-core-protocols-english-v3.03.pdf

#Soziocracy30: https://sociocracy30.org/_res/practical-guide/S3-Praxisleitfaden.pdf

Was mir nahe an Soziokratie 30 zu sein scheint, ist #Holocracy, ein Framework zur Zusammenarbeit, das einige Companies ausprobiert haben. Das Versprechen ist, durch Verwendung des Framworks und fixer Regeleinhaltung quasi "automatisch Augenhöhe" etc zu erreichen.
Leute die es ausprobiert haben, berichten aber, dass es (zumindest mit Kollegen die den Sinn nicht verstanden haben), zu sehr autoritäres Regeleinhalten wird, als Fokus auf gute Zusammenarbeit und Ergebnisse. https://en.wikipedia.org/wiki/Holacracy
Holacracy - Wikipedia

@redcat Allen diesen Frameworks ist gemein, dass man den Sinn der Regeln verstanden haben muss. Wenn deine Firmenkultur toxisch oder nicht vorhanden ist, dann nützt das beste Framework nichts.
@zilpzalp @redcat Ich habe mir vor Jahren mal das Buch von Robertson gekauft. Als Idee ist das gut, es krankt aber real nicht nur an der Autorität (z.B. Abkoppelung des Managements vom Rest des Unternehmens), es würde paradoxerweise auch gut in Bullshitbranchen mit hoher Personalfluktuation funktionieren und mehr zerstören als verbessern. Wenn man Rollen nur nach Stimmgewicht verteilt, haben wir weiterhin Deppen im Chefsessel, die mit Micromanagement alles kaputt regulieren (siehe EU)
@zynaesthesie @redcat FunFact: In der Softwareentwicklung sind ähnliche Konzepte seit Jahren Standard. Die Umsetzung ist mal mehr mal weniger gut, aber immerhin hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass selbstorganisierte Teams am besten für diese Art von Arbeit funktionieren. Google Agile und Scrum.
@zilpzalp @zynaesthesie
Ja genau. Tatsächlich glaube ich der nächste impuls für anarchistische Konzepte, den die Weltöffentlichkeit vielleicht annehmen könnte, von modern organisierten Companies kommen könnte.
Oder zumindest von Menschen, die über solche Companies gute Erfahrungen mit machtarmen oder machtverteilten Strukturen gemacht haben.
https://chaos.social/@redcat/111113322360523970
redcat (@[email protected])

ich hab mal nem Team von dem ich wusste, dass sie viel streiten, für einen Strategieworkshop das #CoreProtocol #CheckIn verschrieben und es ist sehr schwer für viele Fürhungskräfte war, ein "Willkommen" auszusprechen, das von Herzen kommt. Ich hab ihnen gesagt sie sollen die Brust aufmachen und sich vorstellen wie ihre Oma sie als Kind mit offenen Armen und Liebe empfangen hat, egal was sie vorher vielleicht angestellt haben. Das "Wilkommen" oft gequält, gequetscht. (1/3) #Thread

chaos.social
@zilpzalp @redcat Bei Agile, Scrum oder Kanban ist Kompetenz entscheidend für die Rolle, sonst wird das nichts. Holakratie sehe ich eher als Betriebssystem, das mit sehr abstrakt formulierten Ausführungsregeln arbeitet
@zilpzalp voll. letztlich sind es immer die Menschen und deren Maturity im Umgang mit anderen Menschen.
@redcat Interessante Sache mit der Zusammenarbeit in Firmen. Da müssen Neulinge aber wohl auch firmenpolitisch ausgewählt werden.
@Celsus ne Offenheit für Gesamtsystem optimieren statt Pochen auf Karrieremöglichkeit durch Machtposition-Hopping ist wichtig.