Die neue #MitteStudie der Friedrich-Ebert-Stiftung berichtet von einem starken Anstieg rechtsextremer Einstellungen, die „weiter in die Mitte gerückt“ seien.

Berichte dazu sind z. T. mit stereotypen Glatzköpfen und Fackelmärschen bebildert. Das ist ein Problem.🧵

https://www.fes.de/referat-demokratie-gesellschaft-und-innovation/gegen-rechtsextremismus/mitte-studie-2023

Mitte-Studie 2023 zu rechtsextremen Einstellungen

Studie und Umfrage der FES zu rechtsextremen und demokratiegefährdenden Einstellungen in Deutschland 2023.

Das Stereotyp ist bekannt: Rechtsextreme tragen vermeintlich immer Glatze, Springerstiefel und Baseballschläger.

Es entsteht der Eindruck, Menschen mit rechtsextr. Ansichten seien an ihrem Äußeren zu erkennen. Wer so nicht aussehe, könne nicht rechtsextrem sein.

Das ist falsch.

Die neue #MitteStudie zeigt, wie viele Menschen in der dt. Gesellschaft rechtsextremen Aussagen zustimmen.
So zeigte sich bei 8,3% der Befragten ein manifest rechtsextremes Weltbild, weitere 20,1% sind im Graubereich. Beide Werte zeigen einen deutlichen Anstieg seit 2020/21.

Um dieser Entwicklung etwas entgegensetzen zu können, muss das Problem benannt werden.

Die bildliche Darstellung von Rechtsextremismus mit Stereotypen erweckt den Eindruck, das Problem spiele sich nur am Rand der Gesellschaft ab. Das ist nicht der Fall.

Ein rechtsextremes Weltbild zeichnet sich nicht durch Glatze und Springerstiefel aus, sondern durch Gedankengut.

Laut #MitteStudie zeigt sich ein „manifest rechtsextremes Weltbild“ nicht nur bei den "rechts" verorteten, sondern auch zwischen „links“ (12,2%) und „eher rechts“ (19,7%).

Rechtsextreme Einstellungen sind nicht nur bei jenen zu finden, die sich als "rechts" einordnen.
Es ist ein gesellschaftliches Problem, das alle angeht.

Das muss allen bewusst werden. Die angemessene Bebilderung des Phänomens ein notwendiger Anfang.

@leafruehwirth Ich frage mich schon, ob diese und ähnliche Verharmlosungen, Normalisierungen oder auch Verschleierungen rechter und rassistischer Strömungen in der Mitte der Gesellschaft nicht recht bewusst geschehen. Das geht ja seit Jahren so und wir reden über Leute, die das professionell für renomierte Medienhäuser machen. Dass die nicht verstehen, was sie da tun, finde ich nicht so richtig wahrscheinlich. So bitter das ist.

@leafruehwirth vor allem sollte man aufhören von irgend einer Mitte zu reden.

Gerade diese Parteien betonen immer ihre "Mitte" und nennen sich dann Zentrum oder Basis um Normalität und gemäßigkeit zu symbolisieren.

Es gibt keine Mitte von irgendwas.