Ich muss mal einen #rant zur #noAFD schreiben.

Gerade gehen hier auf Mastodon mal wieder Sachen viral herum, die zeigen sollen, dass die #noAFD im Bundestag gegen Sozialmaßnehmen gestimmt hat und damit gegen die Interessen ihrer vermeintlichen Wählerschaft stimmen würde. Genauso gehen Reportagen herum, die sich darüber wundern, dass in Ostbayern die #noAFD eine Hochburg hat, obwohl es die Region als strukturstark gilt. 1/

Das alles ist aber überhaupt kein Widerspruch, wenn endlich mal akzeptiert, dass die #noAFD überhaupt nicht arme Menschen vertritt und auch garnicht vertreten will. Umfragen über Umfragen haben immer wieder gezeigt, dass die Kernwählerschaft dieser Partei eine durchaus wohlsituierte Mittelklasse ist, die den Verlust ihrer Privilegien und ihres Status befürchtet.

Für diese Gruppe sind die asoziale Positionen der #noAFD kein Bug, sondern ein Feature. 2/

Es ist die irrationale Angst, dass denen die was haben von den Ärmsten der Gesellschaft und den Benachteiligten etwas weggenommen werden könnte, die Leute dazu bringt nach der starken Hand des #Faschismus zu rufen. Aber um sich solche eine Geisteshaltung überhaupt erst leisten zu können, muss man erst einmal etwas haben. 3/

Deswegen bringt es nichts die #noAFD als asozial zu "entlarven". Für die Wählerschaft dieser Partei ist es ein Vorteil, dass deren faschistischen Position darauf basiert die bestehenden Machtverhältnisse und die Verteilung von Reichtum im Land im Zweifelsfalle mit Gewalt festzuschreiben.

Was die #noAFD mit aller Macht verhindern will ist ein sozialer Wandel und eine Weiterentwicklung der Gesellschaft und dazu gehört maßgeblich ihre Feindschaft zu allen Armen, Schwachen, Diskriminierten und alle Versuchen diesen ein besseres Leben zu verschaffen. 5/

Auf der sinnfreien Position zu beharren, dass die Armen, Schwachen und Diskriminierten für den Aufstieg der Partei verantwortlich sein soll, die die Unterdrückung dieser Bevölkerungsgruppen zum Kern ihres Programms gemacht hat, ist nicht nur realitätsfern, es ist verantwortungslos. Verantwortungslos weil damit Bevölkerungsgruppen, die selbst an den Schalthebeln der Macht sitzen davon ablenken können oder wollen, dass der Faschist direkt neben ihnen sitzt. Das er ihnen näher steht als jedem armen Menschen, der in diesem Land für Niedriglöhne schuftet und sozialer Diskriminierung ausgesetzt ist. 6/
Ich vermute, dass das hier nicht viele Menschen lesen werden, aber ich hoffe trotzdem dass einige Leute vielleicht verstehen, dass sie dabei nicht mitmachen dürfen.
Entlarvt die Faschisten da wo sie sich eingenistet haben: In der sogenannten bürgerlichen Mitte der Gesellschaft und schiebt nicht die Schuld am Wiedererstarken des Faschismus jenen zu, die am meisten unter ihm leiden. 7/7

@kaminkatze guter rant, aber bitte nicht "asozial" verwenden. un- oder anti als beispiel. ich mag es so nicht teilen.

https://www.deutschlandfunk.de/asoziale-im-nationalsozialismus-die-letzten-vergessenen-100.html

"Asoziale" im Nationalsozialismus - Die letzten vergessenen Opfer

Es war ein schwarzer Winkel, der ihre Häftlingsuniform kennzeichnete: Unter anderem im Konzentrationslager Sachsenhausen wurden zwischen 1936 und 1945 auch zahlreiche sogenannte Asoziale gefangen gehalten, misshandelt und getötet. Die Kategorie galt schnell für all jene, die nicht die nationalsozialistische Weltsicht teilten.

Deutschlandfunk

@Korallenherz @kaminkatze

Das wollte ich auch schreiben. Ein toller Text, bis auf mindestens 2 mal dieses Wort. Zum Glück gibt es die editier Möglichkeit.