ver.di fragt stabil: „Wo ist die #Brandmauer des #ÖRR?“
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ver.di fragt stabil: „Wo ist die #Brandmauer des #ÖRR?“
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@TwraSun Tja, und dann liest man seitens ÖRR-Beteiligten wieder *solche* Punkte hier. Zum... Haareraufen:
»Wir führen AfD-Interviews genauso, wie wir Interviews mit anderen, nicht verbotenen Parteien, , führen, die eine gewisse Relevanz haben (im Landtag sitzen, im Bundestag sitzen). Es ist nicht Aufgabe des ÖRR, die AfD zu verhindern. Es ist die Aufgabe des ÖRR, aufzuklären. Entscheiden müssen die Wähler*innen, nachdem die Informationen auf dem Tisch liegen.«
@moskitokoenig @TwraSun
Aha ..der "ÖRR klärt auf" ..davon merke ich nichts, 0, niente ...
Im Gegenteil, Moderator:Innen haben die Aufgabe, sich auf ein solches Gespräch gut vorzubereiten.
Das war hier nicht der Fall.
@CaroW Genau aus diesem Grund postete ich das Zitat der verlinkten SWR-Journalistin. Es ist eben *nicht* informieren, sondern lediglich unwidersprochen Faschistensprech multiplizieren. Und das darf nicht passieren.
Dann wurde - ich weiß nicht, ob es im verlinkten Post war - noch behauptet, doch, man ordne das doch ein, der DLF beispielsweise... - Ja, schön. Die AfD unwidersprochen um 20 Uhr in ARD/ZDF ist aber eine andere Nummer als irgendwann im DLF eine Einordnung dazu zu hören.
@TwraSun
@moskitokoenig @TwraSun " Es ist die Aufgabe des ÖRR, aufzuklären."
Wenn sie das denn wenigstens mal machen würden aber das tun sie ja nicht. Sie drucken einfach nur unkommentiert die scheiße der AfD ab und erst Wochen später wenn der - berechtigte - Shitstorm groß genug ist kommt dann mal die "Aufklärung" dazu >.<
@TwraSun Teile des ÖRR scheinen kein Problem damit zu haben, Nazis eine Bühne zu geben und mit ihnen zu kuscheln.
Wir können davon ausgehen, dass der ÖRR zukünftig als Propagandamaschine missbraucht wird.
Ob der Verfassungsschutz den ÖRR dann untersucht?
Zukünftig?
@rakulle
ARDUNDAFPD- .
WAS SOLL DIE VERHÄNGNISVOLLE AFFINITÄT? im WDR
Die Brandmauer zur AfD steht - das betonen Politikerinnen und Politiker demokratischer Parteien.
Niemand will mit ihr koalieren, es wird verhindert, dass sie Ausschüsse leitet. Eine klare und
nachvollziehbare Haltung.
Die ARD lässt diese vermissen. Wo ist die Brandmauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Seit
Monaten bietet die ARD AfD-Mitgliedern eine Bühne. Den vorläufigen Höhepunkt liefert das
‚Sommerinterview mit der AFD-Vorsitzenden Alice Weidel am 10. September 2023. Naiv werden Fragen
zur Politik der anderen Parteien gestellt und sie teilt populistisch aus. Kritische Nachfragen des
Moderators lächelt sie freundlich ins Aus und erweckt so den Eindruck, man habe es mit einer
Politikerin zu tun, die auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht. Dass
ihre Partei vom Verfassungsschutz beobachtet wird, AfD Politiker wegen Volksverhetzung vor Gericht
stehen und gegen Verfassungsorgane und Menschen agitieren, rückt in den Hintergrund.
Gleich zu Beginn des Gesprächs tappt der Moderator in die PR-Falle und thematisiert die Frage der
Kanzlerkandidatur, die die AfD zuvor selbst inszeniert hatte. Der Grundtenor ist gelegt: Hier spricht die
mögliche nächste Kanzlerin. Auch die läppisch anmutenden Fragen zu ihren Gedanken beim Anblick
von Scholz mit Augenklappe oder danach, wie viele Schnitzel sie in der Woche esse, sind
unangemessen und verharmlosen die politische Herkunft Weidels. Dass sie das Kriegsende 1945 und
damit das Ende des nationalsozialistischen Terrors als „Niederlage" für Deutschland wertet, lässt tief
in einen Abgrund blicken - das fällt dem Moderator aber offenbar nicht auf, Sie kann sich vielmehr als
Retterin von Familien, Rentner:innen und Steuerzahler:innen inszenieren, als eine, die den Menschen
„die Wahrheit" sagt und so suggeriert, dass alle anderen lügen. Auf ihre hetzerische Rede in Bayern
angesprochen, kontert sie freundlich und mit professioneller Selbstverharmlosung.
Spätestens seit Donald Trump müsste jedem Sendeverantwortlichen klar sein: Populisten und
radikalen Kräften müssen die Medien mit einer noch kritischeren Distanz begegnen als üblich. Denn
Populistinnen geht es nicht um Inhalte, sondern um Machtbotschaften, deswegen lassen sie sich in
Interviews auch nicht entlarven, sondern kommen vielmehr gut rüber. Diese Bühne sollte ihnen
niemand geben und wir als Vertreterinnen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben hier eine
überragende Verantwortung, Dass sie auch wahrgenommen wird, darüber muss der Rundfunkrat
wachen.
Wir fragen uns, warum die ARD die Türen für die AfD so weit geöffnet hält. Liegt es daran, dass diese,
Partei den ÖRR Rundfunk abschaffen will? Glauben Verantwortliche etwa, dass man Rechtsradikale
umstimmen kann, wenn man sich ihnen an den Hals wirft? Dieser ÖRR wurde nach dem Ende der
Nazi Diktatur gegründet mit dem Auftrag „..als Medium und Faktor des Prozesses freier, individueller
„Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen... Bedürfnisse der Gesellschaft zu
erfüllen.” Reden sich die ARD-Verantwortlichen vielleicht ein, dass die AfD Teil des demokratisch
politischen Geschehens in Deutschland ist und man sie so behandeln muss? Oder sind sie schon so
weit, dass man Wahlergebnisse antizipiert und sich anpasst?
Die Verharmlosung der AfD ist ein Schlag ins Gesicht für alle Demokratinnen und Demokraten in
unserem Land, für Initiativen und Vereine, die sich für Zusammenhalt und Gemeinwohl engagieren
und für alle Parteien, die sich von der AfD abgrenzen. Der Satz des Staatsrechtlers Carlo Schmid vom
08.09.1948 hat auch heute noch Geltung: „..dann muss man auch den Mut zur Intoleranz denen
gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.”
wdr.verdi.de