Ich fände es soo toll, wenn die Menschen in Büchern und Filmen mit größter und unkommentierter Selbstverständlichkeit kein Fleisch essen würden.
Oder queer wären. Oder PoC. Oder behindert. Oder adipös, bulimisch oder anorektisch. Oder depressiv. Etc. Wenn die "dargestellte Norm" einfach viel weiter gefasst würde und alle mit einschließen würde. Alle!

Ganz ohne jeglichen missionarischen "Aufklärungsauftrag" und ohne dass das irgendwie etwas Erwähnenswertes ist. Einfach, weil wir alle Teil dieser Gesellschaft sind.

(Editiert)
@sofasophia es gibt sicher genres in denen das geht? fantasy oder scifi oder auch milieuromane zb?
@freval
Warum nur in diesen Genres? Warum nicht auch in Krimis, in Alltagsgeschichten, in Seifenopern? Die Literatur könnte den Anfang machen und uns zeigen, wie es geht und dass es geht. Und irgendwann haben es alle kapiert.
Warum eigentlich nicht!?
@sofasophia @freval
Ist nicht zB ein Wallander depressiv? Schwul / lesbisch findet sich in vielen aktuellen Serien.

@omasoleder

ja aber er ist nicht selbstverständlich depressiv nicht nebenbei würde ich sagen?

@sofasophia

@freval @sofasophia
Die Hauptgeschichte sind die Kriminalfälle, sein Charakter ist eine Nebengeschichte, so stelle zumindest ich mir die Selbstverständlichkeit vor. Oder Saga Noren in „Die Brücke“ ist eine Asperger-Ausprägung, aber auch nicht als Hauptgeschichte.

@omasoleder

hm ich finde bei beiden spielt auch das obligatorische leiden der polizist*innen an der welt mit eine rolle. die staatliche gewalt opfert sich. bei wallander ist imho auch gar nicht so klar ob es nicht ptsd ist zb.

@sofasophia

@freval @sofasophia
Das kann ich für Noren nicht nachvollziehen. Dass bei Wallander nicht ganz geklärt wird, was es ist, macht *für mich* die Selbstverständlichkeit aus und ist ja auch typisch für diese Generation. Da will man insbesondere als Mann ja von psychischen Erkrankungen ja nicht allzuviel Wissen. Wie würdest Du Dir eine Selbstverständlichkeit vorstellen?

@omasoleder

ich bin der meinung dass das gar nicht (oder eben nur in genres) geht. an irgendeinem punkt (spätestens bei der rezeption) spielt die gesellschaft in der solche werke gelesen werden eine entscheidende rolle. ich schwanke da aber in meinem urteil weil ich nicht genug von lyrik und theater verstehe die mir viel inkkusiver erscheinen als prosa.

@sofasophia