#Hamburg #HVV plant ab 2024 autonome Kleinbusse einzusetzen. Die Fahrzeuge kommen von Holon/Benteler.

Die klassische deutsche Autoindustrie ist irgendwie nicht dabei.

@SheDrivesMobility hattest du mal Gelegenheit während der Tests während des HEAT-Projekts mit dem Vehikel zu fahren?

https://www.hochbahn.de/de/projekte/autonome-on-demand-shuttles

Autonome On-Demand-Shuttles

Mit autonomen On-Demand-Shuttles werden wir ein flexibles Angebot für ganz Hamburg schaffen, das Busse und Bahnen ideal ergänzt.

@prefec2 im endeffekt isses egal, aus wessen Produktion der autonome Killerroboter stammt, der mich vom Rad fetzt.

@Nfoonf es ist eher unwahrscheinlich, dass so ein Gerät Menschen überfährt. Das ist kein Tesla, der alles via Kamera lösen will, sondern hat verschiedene Sensoren. Im Zweifelsfall hält es wohl an. Der HVV hat das 2019-2021 (Eigendarstellung) in der Hafencity gestestet.
https://www.hochbahn.de/de/projekte/das-projekt-heat

Laut Holon Webseite kann das Fahrzeug Level 4 autonom fahren. Fährt also autonom und in Problemsituationen muss ein Fahrer übernehmen. Wie das genau gelöst ist ohne Fahrer vor Ort konnte ich nicht finden.

Das Projekt HEAT | Hamburger Hochbahn AG

Die Zukunft fährt autonom. Mit HEAT erprobte die HOCHBAHN zusammen mit anderen Partnern den ersten automatisiert fahrenden Kleinbus Hamburgs im ÖPNV.

@prefec2 ich iteriere seit mindestens genauso viel Jahren die verschiedenen regulatorischen, technischen und haftungsrechtlichen Hürden für autonomen Fahren außerhalb eines Autobahnähnlichen Settings wie mir Leute mit glänzenden Augen erzählen, dass $Wunderstartup ganz ganz bestimmt nächstes Jahr damit startet. Es wird nicht kommen, solange du für den Schaden, den deine Wunderautos anrichten haften musst.
@prefec2 alle Autonomen Fahrzeuge sind mindestens immer noch eine Größenordnung schlechtere Fahrer als Menschen. Jeder in der Industrie weiss das. Firmen wie Mercedes, BMW und VW etc halten genau aus dem Grund den Ball flach. Tesla isses egal wie viele Leute draufgehen, deine Wunderstartups haben noch nicht die statistisch relevante Zahl an Testkilometern und Situationen.
@Nfoonf Tesla setzt auch darauf alles per Kamera zu machen. Und es ist wie gesagt ein Vehikel für beliebige Straßen. Das ist diese Lösung, die der HVV umsetzen will, nicht. DIe fährt auf bestimmten Routen. Das reduziert die ganzen technischen Schwierigkeiten, die man sonst hat.
@prefec2 okay.. wir hatten 2019 3046 Verkehrstote auf 755 Milliarden gefahrene Kilometer im Verkehr ( https://www.itf-oecd.org/sites/default/files/germany-road-safety.pdf S.7) macht einen Verkehrstoten pro 250 Millionen gefahrene Kilometer. d.h. wenn du besser sein willst als ein Menschlicher Fahrer musst du beweisen, dass dein Algorithmus 250 Millionen km in jedem beliebigen Setting zurücklegen kann, ohne einen Tödlichen Unfall zu produzieren. Die besten Modelle von denen ich gehört habe kommen in der Simulation auf etwa 20 Millionen.
@prefec2 man glaubt es nicht, wenn draussen rumläuft oder radelt, aber Menschen sind einfach lächerlich gute Autofahrer. Das Problem ist, dass der Aufwand um die Modelle noch weiter zu verbessern exponentiell ansteigt. d.h. exponentieller Trainingsaufwand, exponentieller Zuwachs an Rechenkapazität im Auto um exponentiell besser Situationen über exponentiell bessere Sensoren und Kameras erfassen zu können. am ende isses dann halt auch exponentiell teurer.
@prefec2 und am ende haste die ganze Kohle ausgegeben, hast das Modell trainiert und die Firma die für deinen Konzern die Produkthaftung übernimmt sagt einfach „Nö“. Deswegen macht Mercedes Level 4 nur auf der Autobahn, bei schönem Wetter, Tagsüber bis 60 km/h, nur auf den Strecken die sie vorher milimetergenau mit dem Laserscanner ausgemessen haben.
@prefec2 btw. der Unterschied zwischen Mercedes Level3 und Level4 liegt einzig und allein in der Produkthaftung. Technisch unterscheiden sich beide Systeme überhaupt nicht.
@Nfoonf bei Autos gebe ich dir da vollkommen recht. Aber das ist kein Auto.
@prefec2 ein drittel aller Unfälle passiert im urbanen Umfeld und gerade da sind die Bedingungen besonders nachteilhaft für Bilderkennende Systeme. Es fällt mir tatsächlich schwer den ganzen Komplex der Probleme die Bilderkennende systeme haben zusammenzufassen ohne da zu sehr in Details abzudriften aber probier dir mal vorzustellen, du müsstest ein Auto über einen Zoomcall fernsteuern. mit zehn einzelnen Kameras, und 20 Parksensoren.
@prefec2 und ner Lobotomie, die dir nur 10 Prozent deiner Kognitiven Kapazität lässt. dann bist du ungefähr bei der Wahrnehmungsschwelle von dem was ein Autonomes Auto heute bestenfalls verarbeitet bekommt.
@prefec2 wir reden hier ja nicht von spezialisierten Modellen, die bestimmte Patterns oder Objekte rausfiltern können sondern von Modellen die mit jeder sich möglicherweise ergebenden situation klarkommen müssen. heutige sind davon sehr weit entfernt.
@Nfoonf @prefec2 Am Schluss werden sie wohl so etwas wie "Jaywalking" erfinden um den Fußgängern und Radfahrern die Schuld dafür zu geben, dass sie einem Roboter im Weg waren.

@Nfoonf dir ist schon klar, dass das kein Auto ist, dass auf der Autobahn fährt. Es fährt in der Stadt bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten. Es fährt auf festen Routen. Das kannst du doch nicht mit so einem Tesla vergleichen.

Kann ja sein, dass sich der HVV irrt und das Konzept außerhalb der Hafencity nicht skaliert.

BTW Das Fahrzeug fährt ca 250 km pro Akku-Ladung. Wie soll das in seiner Existenz 250 Mio. km fahren. Selbst wenn sie 100 Stück davon in Hamburg einsetzen.