🤔 Lese ich das richtig? Schreiben die, dass quasi alle 500 Elektroautos unbeschädigt sind? Oder ist das nur missverständlich formuliert? Weil auf der Fremantle Highway sollen ja nur 500 Elektroautos gewesen sein. Dann hätte ja gar keins davon gebrannt. Korrigiert mich bitte, falls ich das irgendwie falsch lese.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/autofrachter-freemantle-highway-bergung-100.html

Nach Großbrand auf Autofrachter: Bergung der Ladung schwierig

Wie schnell die Fracht an Bord der "Fremantle Highway" geborgen werden kann, bleibt unklar. Der Chef des Bergungsunternehmens sagte, viele der Autos, die das Schiff geladen hatte, seien komplett mit den Decks verschmolzen.

tagesschau.de
… ansonsten ist dieser Artikel eine Ansammlung von Widersprüchen und das übliche Geraune in der Sache.
@chrismarquardt Da steht auch immer noch der Unsinn von der "wahrscheinlichen Ursache". Der Nachsatz mit "gesichert ist das [...] nicht" macht es kaum besser. Ich würde diese Wahrscheinlichkeitsrechnung gern mal sehen.
@hopfgeist journalistische Bankrotterklärung. Tagesschau, lasst mehr Nerds ran.
@chrismarquardt Ich hab dazu grade leider keinen Link, aber es hatte sich wohl später rausgestellt, dass in Wahrheit 2500 Stromautos an Bord sind. Ändert nicht viel, aber.
@tanuva Link or GTFO (aka Große Behauptungen brauchen große Beweise)

@chrismarquardt Ich entscheide mich hiermit für GTFO. Das war irgendein Artikel hier über Mastodon, aber ich finde nix wieder. Die einzige Quelle, wo die Zahl 2500 auftaucht, ist die hier. Und da ist das die Anzahl Autos, die in Bremerhaven zugeladen wurde. Ohne Aussage über den Antrieb:

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/blg-hafen-bremerhaven-freemantle-highway-100.html

Frachter "Freemantle Highway" hat in Bremerhaven 2.500 Autos geladen

Das Logistikunternehmen BLG hat sich zum ersten Mal geäußert und Details zum Ladeprozess verraten. Noch ist unklar, ob wirklich ein E-Auto das Feuer ausgelöst hat.

buten un binnen

@tanuva @chrismarquardt Danke für das schöne Beispiel, wie schlecht Journalismus heutzutage ist.

Die naive Annahme ist, dass eine Zeitung oder Nachrichtenagentur die Frachtpapiere bei der Reederei anfordert. Bei einem Schiff, das Waren zwischen verschiedenen Ländern und durch internationale Gewässer transportiert MUSS klar sein, was es geladen hat.

Dass es überhaupt so viele unterschiedliche Vermutungen über die Anzahl der E-Autos gibt, ist erstaunlich. Und dass sich diese Zahlen auch durch einen Faktor 10-100(!) voneinander unterscheiden, ist überhaupt das Ärgste.

@chrismarquardt ich habe mich gerade genau das gleiche gefragt. Und wenn die 500 E-Autos in gutem Zustand sind haben sie nicht gebrannt. Sobald ein Auto - E oder Verbrenner - brennt ist es Sondermüll. Wenn sie „nur“ Rauch und der extremen Hitze ausgesetzt waren, könnte man eventuell von „relativ gutem Zustand“ sprechen. Wobei Rauch und Ruß eigentlich schon zum (wirtschaftlichen) Totalschaden führen dürften.
@chrismarquardt wenn ich mir die bilder der freemantle highway ansehe ist da außer dem maschinenraum inkl schacht (unter dem schornstein) nix unversehrt - farbe von außen verbrannt, große hitze innen. Derganze eimer ist abwrackreif.
@Esjott Echt? Das kannst du von Bildern beurteilen?
@chrismarquardt das schoff stand mehrere Tage unter vollbrand, die Wärmebildaufnahmen der nl coastguard zeigte eine gleichmäßige wärme auf der ganzen länge des schiffes (passt zur verbrannten farbe an der außenhaut). Das war kein entstehungsbrand mehr, den die besatzung unter kontrolle bekommt, das schiff wurde verlassen. Kenne jetzt den Dampfer nicht im detail (durchgehende ladedecks, unterteilung, vor allem in sachen Brandschutz), aber mein tipp ist, der wird gebeached ( =abgewrackt)

@chrismarquardt sowohl Backboardseite, Bug, Steuerbordseite und Heck sind äußerlich verbrannt, außer Brücke und darunter liegende Unterkünfte (Aufbauten) und der Bereich unter dem Maschinenschacht/-raum - diese Bereiche sind zum Laderaum hin brandschutztechnisch isoliert (A60, heißt das eine Bestimmte Temperatur für 60 Minuten nicht überschritten wird).

Es gab durch das feuer große temperaturen im Schiff, frage ist, ob die festigkeit des stahls noch gegeben ist.

@chrismarquardt Außerdem brennt so ein E Auto ja nur kurz und heiss. Die werden mit 30 bis 50 Prozent Akku verschifft. also 20 bis 50kWh, wenn ich das recht erinnere entspricht das max 5l Diesel. Beim Verbrenner wird aber für die Schiffsreise wenigstens halbvoll gemacht, weil Kondenswasser im Tank ist doof.

@chrismarquardt
Fast wörtlich den gleichen Artikel im Spiegel gefunden.
Denkt da keiner mehr nach?
Oder ist da schon KI am werk?

https://www.spiegel.de/panorama/fremantle-highway-bergung-von-ladung-des-autofrachters-offenbar-kompliziert-a-0c44ad43-7b8e-4023-ae38-0cac497b9819

Havarierter Autofrachter: »Ein Teil der Decks ist total verschmolzen mit den Autos«

Die Bergung von Ladung der »Fremantle Highway« ist offenbar kompliziert: Die vier obersten Decks seien kaum betretbar, sagen Experten. Überraschend: Eine beträchtliche Zahl von Autos ist wohl in gutem Zustand.

DER SPIEGEL
@tagnachtlampe sagenhaft, was geht denn da? Spiegel und Tagesschau schreiben fast identische Artikel. Da fände ich jetzt mal die Quelle interessant.
@chrismarquardt @tagnachtlampe Beim Spiegel steht sak/dpa drunter. Da hat demnach Sabrina Knoll (Nachrichten) die absurde dpa-Meldung übernommen. https://www.spiegel.de/Impressum
@germanbooktrans @chrismarquardt
Oh danke.
Interessante Zusatz-Info.
Dpa hatte ich auch gesehen, und habe das dann im trööt vergessen, obwohl es eigentlich die Grundlage war, für das, dass nur ohne Nachdenken abgeschrieben wurde.
@chrismarquardt In dem Artikel steht auch, dass eine Batterie eines E-Autos mutmaßlich den Brand ausgelöst hat. Insofern wohl nur 499.
@chrismarquardt Geht aus diesem Artikel leider nicht klar hervor. Habe aber einen anderen Artikel gefunden der von 500 eAutos an Bord spricht. Somit wären die alle OK. Auch ist die Berichterstattung des Guardian wieder mal deutlich besser weil neutraler.