Drei Milliarden Euro im Jahr ist ziemlich genau die Summe der Dienstwagenprivileg-Subvention, von der hauptsächlich Reiche profitieren. Eigentlich wäre so eine verkehrspolitische Subventionsumschichtung von oben nach unten ein ur-sozialdemokratisches Projekt. Sehr schade, dass es in Deutschland keine sozialdemokratische Partei gibt.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutschlandticket-bilanz-102.html
Städtetag fordert Finanzierungsperspektive für 49-Euro-Ticket

Drei Monate nach der Einführung des Deutschlandtickets hat der Deutsche Städtetag eine fehlende Anschlussfinanzierung des Angebots beklagt. Der Verband forderte zudem, den Nahverkehr attraktiver zu machen.

tagesschau.de
Anhang wegen der großen Nachfrage:
"Zusammengenommen ist das - nach Rechnung des Umweltbundesamtes - eine jährliche Subventionierung in Höhe von 3,1 Milliarden Euro, mindestens. Die Profiteure: Viermal so viele Männer als Frauen. Und die Hälfte des Subventionsvolumens kommt den reichsten 20 Prozent der Bevölkerung zugute."
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dienstwagen-privileg-umverteilung-abschaffen-1.5441037
Kommentar: Das Dienstwagenprivileg gehört abgeschafft

Der Staat unterstützt Dienstwagen jährlich mit Milliarden Euro. Davon profitieren vor allem Wohlhabende. Die neue Regierung muss das ändern.

Süddeutsche Zeitung
@sixtus Wusste gar nicht, dass so viele Männer Altenpflegerinnen sind.
@sixtus abschaffen word schwer, aber man kann die Besteuerung so unattraktiv machen, dass es kaum noch jemand nutzen will
@sixtus Gut, dass diese Diskussion in der Mitte der Gesellschaft (na ja, Süddeutsche) angekommen ist. So in 10 - 30 Jahren wird das dann vielleicht mal geändert.

@sixtus "Die Profiteure: Vier mal so viel Männer wie Frauen", oh jo. Wenn ich so über die Reihenhaussiedlungen der Republik und die Menschen im Außendienst nachdenke, ist das vorherrschende Bild ein anderes (auch wenn das anachronistisch anmutet): Vater (im Außendienst), Mutter, 2 Kinder und ein Dienstwagen.

Es "profitiert": Die mit dem KFZ "gesegnete" Familie 😉

P.S. ich hab meinen Job mit schönem Dienstwagen gerne gegen einen mit #MdRzA getauscht, weil Dienstreisen nerven.

#mdRiB

@sixtus Dazu kommt mE noch ein veritabler Verlust bei den Sozialversicherungsträgern. Weniger Gehalt (stattdessen Auto) bedeutet ggfs weniger Beitrag.
@ulmer @sixtus Nein, der Dienstwagen wird bis zur Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Beiträge angerechnet.

@sixtus

... nicht MEHR gibt...

@sixtus

Ja, echt, wenn die dann noch an der Regierung wäre, könnte sie das ja entsprechend umsetzen.
@sixtus Sozialdemokraten gibt es seit Schröder nicht mehr. 🤷‍♂️ Und ja, wenn das Ticket wieder ausläuft, dann brennt der Baum. Scheiß Autopolitik.
@sixtus Die Grünen wollen es. Sie stehen aber einer Übermacht von SPD, FDP, CxU sowie der Bevölkerung gegenüber. Letzteres verstehe ich überhaupt nicht, da es den schlechter Verdienenden zugute käme - indirekt.
@sixtus Immer dieses Unwort "Reiche".
Das sind keine Reichen, sondern maximal besserverdienende Angestellte und Selbstständige.
Und nicht die sind die "Bösen". Es ist eine individuelle Konsumentscheidung, wenn ich für ein Dienstwagen-Leasing ca. 20.000€ in 3 Jahren ausgebe.
Es ist purer Lobbyismus, eine Absatzförderung aus Steuergeldern für die Automobilindustrie.
Und ja, das muss aufhören. Denn wir leben doch in einer freien Wirtschaft, in der es der Markt regeln soll. Oder etwa doch nicht?
@sixtus Das hängt auch damit zusammen, dass wir keine liberale Partei mehr haben, sondern nur noch eine neoliberale.

@sixtus "Dienstwagenprivileg von dem hauptsächlich Reiche..."

In der Sache werden wir sogar ähnlicher Meinung sein.

Aber "hauptsächlich Reiche" ist Quatsch. Die allermeisten Fahrer:innen von Dienstwagen sind mitnichten Reiche.

In der Firma in der ich zuletzt tätig war wurde z.B. in etwa 300 Dienstwagen ausgegeben. Die Berechtigten waren keineswegs alle Reich, sondern z.b. im Aussendienst. Auch Personen in leitenden Positionen sind nicht automatisch reich, nicht mal im Vorstand.

@Ann_Effes
"Zusammengenommen ist das - nach Rechnung des Umweltbundesamtes - eine jährliche Subventionierung in Höhe von 3,1 Milliarden Euro, mindestens. Die Profiteure: Viermal so viele Männer als Frauen. Und die Hälfte des Subventionsvolumens kommt den reichsten 20 Prozent der Bevölkerung zugute."
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dienstwagen-privileg-umverteilung-abschaffen-1.5441037
Kommentar: Das Dienstwagenprivileg gehört abgeschafft

Der Staat unterstützt Dienstwagen jährlich mit Milliarden Euro. Davon profitieren vor allem Wohlhabende. Die neue Regierung muss das ändern.

Süddeutsche Zeitung
@sixtus
Genau genommen sind die Grünen (mit Einschränkung) die einzige noch im Bundestag vertretene linke Partei.
Schade, dass sich niemand in der Lage sieht, hier sichtbar Politik zu machen und auch neue Wählerschichten zu erschließen.
@sixtus , es ist einfach falsch, dass "hauptsächlich" Reiche davon profitieren. Jede selbständige Handwerkerin nutzt ihren Dienstwagen auch zum einkaufen und für den Urlaub, weil sie sonst einen extra Wagen mehr anschaffen und unterhalten müßte für exakt: nichts.
Diese Mär ist nur eine Neiddebatte um von tatsächlichen Einsparmöglichkeiten abzulenken. Reichen- und Erbschaftssteuer z.B..