Wenn Du nur ein Buch nennen sollst, dass Dich am meisten beeindruckt oder geprägt hat. Welches wäre das?
Interessant, wie wenig Sachbücher ihr nennt. Mir fallen tatsächlich nur Sachbücher ein, die wirklich nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Also zumindest bewusst. Unbewusst ist es vermutlich genau andersrum 😜
wenn ich nach größter Prägung gehen müsste, dann wärs wahrscheinlich auch "Gödel Escher Bach". Ohne das Buch hätte ich nich Informatik studiert und ohne das Buch wär ich von dem eigentlichen Studium dann nich so enttäuscht gewesen, dass ichs am Ende abgebrochen hab. Ich sollte Hofstädter verklagen! Er hat mein Leben ruiniert! 🤡
Was mir auch immer sofort einfällt bei der Frage ist "Die Dialektik der Aufklärung". Bis dahin war ich tatsächlich sehr naiv was die Aufklärung angeht. Leider wollte ich dann noch mehr Adorno lesen und seine Fucking "Minima Moralia" hat mich nur depressiv gemacht. Also Adorno auch verklagen 😡
@benni einfach den beinahmen: "der alte meckeropa" verpassen
@Odradek oder mackeropa würde auch passen, wenn ich nach den geschichten gehe, die meine mutter immer erzählt hat von den adorno vorlesungen...
@Odradek wie heisst dann horkheimer?
@benni Ich stimme dir absolut zu, dass Bandwurmsätze allgemein nicht gerne gesehen werden, weil sie eine zusätzliche Anstrengung des Gehirns bedeuten, sich die vorausgegangen Wörter zu merken, was in der Regel eine Frustration bei großen Teilen der Leserschaft verursacht.

@benni und auch das hatte ich mal gelesen, aber nicht auf dem ebookreader; auch wenn ich bis heute nicht weiß worauf er genau hinaus wollte.

btw. bei "der letzte detektiv" gab's mal einen staatssekretär namens "g. escherbach"

@benni wobei dieses arbeiten mit seltsamen selbstbezügen ja auch das ist, woraus die konstruktivist*n, speziell heinz von foerster schöpften.
@benni stimmt, wenn es mir mal wieder besser geht muß ich das "re reading watzlawick" mal in angriff nehmen, auch gerade mir den abstand zu damals klar zu machen
@Odradek ich glaube er wollte eigentlich nur rekursion erklären. lustigerweise hab ich dann im studium mit dem konzept trotzdem ne weile lang ziemlich gestruggelt.
@benni naja, die macy-konferenzen wollten ja einen ganzen wissenschaftszweig - was dann zwischenzeitlich "kybernetik" genannt wurde - darauf basieren, heinz von foerster und seine leute trieben es weiter, letztlich mit selbstbezüglichkeiten den neopositivismus mit eigenen mitteln auszuhebeln; und u.a. das beobachterproblem so reinzubringen. selbst verflachungen wie luhmann sind noch kreativer als die konkurrenz …
@benni und meine arbeitshypothese wie er zu verstehen sei wäre: mit dieser bestimmten art der rekursion können wir ganz gut umgehen, rein formale systeme - also turing-maschinen - aber nicht, wohl auch weil sie diesen ebenensprung niciht hinkriegen
@benni anyway, schon beruhigend, daß auch andere vor lauter interessanten sachen keine entscheidende these fanden
@Odradek ist auch zu lange her inzwischen. Erinner mich nur sehr dunkel. Habs neulich meinem Sohn empfohlen, aber der meinte nur, es sei ihm zu viel Escher und Bach und zu wenig Gödel 🤯
@Odradek er hat wohl neulich was zu LLMs geschrieben. Aber hatte keine Lust zu lesen, weil er ja mein Leben ruiniert hat ;)
@benni Auch wenn es nur halb wahr ist, es ist eben auch nicht ganz unwahr: Das Hobbythekbuch mit Jean Pütz, in dem eine Lochkamera gebaut wurde. Hat bei mir vieles in Richtung Fotografie ausgelöst.

@benni

bei mir hat ein Sachbuch den Anstoß gegeben, mein Leben 180 Grad zu ändern. Ich kannte nach dem lesen Wahlmöglichkeiten, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte. Es war mir aber zu persönlich, das Buch zu nennen.