Ich mache mir gerade ein wenig Sorgen wegen der ganzen Thematik um #Threads . Wenn ich mich hier so im #Fediverse umsehe, dann scheint es so, als wolle man eine Mauer um die Fediverse-Instanzen setzen, um #Meta auszuschließen. User, denen ich folge, blockieren jetzt schon die Threads-Instanzen, obwohl diese noch gar nicht aktiv ans Fediverse angebunden sind. Ich halte das für eine gefährliche Entwicklung.

Eigentlich sollten uns soziale Medien miteinander verbinden. Von vornherein Bereiche auszuschließen, weil die Angst besteht, es könnten persönliche Daten abgezogen werden oder plötzlich eine Spam-Welle auf einen zulaufen, finde ich übertrieben. Sicherlich sind die Ängste irgendwo berechtigt, aber so lange es nicht statt findet, halte ich eine Einschätzung der Situation für verfrüht, die über das übliche Maß an Vorsicht hinausgeht.

Ich bin mir auch unsicher, was Threads für das Fediverse für eine Bedeutung haben wird. Ich möchte nur nicht, dass es hier zu einer Bubble-Bildung kommt, so wie ich es bereits aus anderen Bereichen kenne. Eine soziale Bubble ist für mich ein Gärtank für Extremismus. Ich möchte keinen Extremismus erfahren müssen.

Entschuldigt meinen Schwall an Gedanken zu diesem Thema, ich musste es nur irgendwo los werden.
@HerrKoeberle Mark Zuckerbergs Interessen sind nicht meine Interessen. Ich warte ganz sicher nicht ab, ob er diesmal vielleicht etwas Gutes im Sinne hat. Das Fediverse interessiert ihn nicht. Er sieht eine Chance, mit Twitter einen Konkurrenten loszuwerden. Die Bubbles haben sich gebildet, weil die Algorithmen von Twitter und Facebook das gefördert und die Moderation nicht verhindert haben.
@kaffeeringe Ich sage nicht, dass Mark Zuckerberg eine gute Tag begeht. Ich bin gegenüber Meta auch kritisch einstellt und bin bisher ohne ein Account dort ausgekommen.

Ich finde es nur schade, dass im Fediverse so viele Leute fehlen, denen ich woanders folge oder teilweise sogar nicht folgen kann. Wenn nun ein großer Player dazu führt, dass man wieder zusammenkommt, sehe ich das zunächst positiv.

Das bedeutet aber nicht, dass nun ein großer Konzern ein unschuldiges Netzwerk, das von Nerds aufgebaut wurde, vollkommen übernehmen wird. Ich denke, da muss sich jeder Admin und jeder Anwender überlegen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um ein miteinander auskommen zu garantieren. Sperrungen sollten aber das letzte Mittel der Wahl sein.

Dazu lehne ich auch schon im Vorfeld gesetzte Sperren ab, da es einer Vorverurteilung nahe kommt. Das deckt sich nicht mit meinem Rechtsverständnis und dem geben einer fairen Chance für etwas neues.

Es wird keine feindliche Übernahme seitens Meta statt finden: dessen bin ich mir sicher. Dafür ist die Struktur des Fediverse zu sehr fragmentiert. Da wird für jeden noch abseits des Mainstreams eine Nische zu finden sein, in der man sich wohl fühlt.
@HerrKoeberle Ich bin hier, weil ich ein Netzwerk möchte, das mich nicht überwacht und meine Verhaltensdaten für Reklame vermietet. Wenn meine Posts aber bei Threads landen, weil mir dort jemand folgt, dann kann ich mich auch gleich da anmelden. Also werde ich den Kram sperren. Ich krieg meine Tage auch rum, ohne die Leute zu lesen, die sich über sowas keine Gedanken machen. #noFOMO
@kaffeeringe
Was ist, wenn Accounts auf kleinen Instanzen aber mit Followern auf "Threads" die Beiträge boosten?
@HerrKoeberle
@[email protected] @kaffeeringe Ein System, das immer weiter wächst, wird irgendwann so groß werden, dass es im Detail nicht mehr kontrollierbar ist. Dann wird daraus ein chaotisches System, das funktioniert, aber niemand weiß, wie es funktioniert. Dahin sehe ich die Entwicklung für das Fediverse.
@HerrKoeberle @frafl Oder es funktioniert wie GMail und ein Großteil des Mail-Verkehrs läuft über deren Server, um zu kontrollieren, wer wann mit wem über was redet.